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Sebastian Vettel - Ferrari - GP Singapur 2019 - Rennen
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Leclerc - Vettel - Ferrari - GP Singapur 2019 - Rennen
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GP Singapur 2021 abgesagt: Ersatz gesucht

Corona erzwingt Kalenderumbau Türkei statt Singapur?

GP Singapur

Zum zweiten Mal in dieser Saison erzwingt die Corona-Krise einen Umbau des Formel 1-Kalenders. Nach dem GP Kanada fällt jetzt auch der GP Singapur aus. Das Nachrennen wird wahrscheinlich durch die Türkei ersetzt.

Der Plan war von Anfang an ambitioniert. Mitten in einer Pandemie 23 Grands Prix in der ganzen Welt verteilt. Trotz sinkender Infektionszahlen und fortschreitenden Impfkampagnen in Europa und den USA lässt sich das Virus nicht verdrängen und sorgt mit immer neuen Mutationen da und dort für Rückschläge. In dieser Gemengelage ist die Kalenderplanung eines weltweiten Sports ein Kunststück.

Formel-1-Chef Stefano Domenicali gibt zu: "Die Planung ist schwieriger als im letzten Jahr. Ständig ändern sich Reisebestimmungen und Quarantänevorschriften." Man kann nur den Hut davor ziehen, dass die Formel 1 die erste Saisonhälfte fast wie geplant über die Bühne bringen wird. Für den abgesagten GP Kanada gab es schnell Ersatz. Erst sollte in der Türkei gefahren werden. Aber als am Bosporus plötzlich die Fallzahlen nach oben schossen, sprang Österreich mit einem zweiten Rennen innerhalb von einer Woche ein.

Türkei steht als Ersatz bereit

Während des Rennens in Baku wurde nun die zweite Absage gemeldet. Der GP Singapur wird auch in diesem Jahr ausfallen. Die Organisatoren des Nachtrennens durch die asiatische Handelsmetropole mussten früh reagieren, weil der Aufbau der Strecke einen riesigen Vorlauf erfordert. Entscheidungsgrundlage sind die aktuell geltenden Reiseverordnungen. Die besagen, dass Einreisende 21 Tage in Quarantäne verbringen müssen, bevor sie die dafür reservierte Unterkunft verlassen dürfen. Der Stadtstaat hat Angst, dass die indische Virusvariante eingeschleppt wird.

Grid Girls - GP Türkei - Formel 1
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Die Türkei könnte nach der ersten Absage doch noch eine zweite Chance bekommen.

Singapur war Teil 2 eines Triples, das mit Sotschi beginnt und mit Suzuka endet. Als Singapur-Ersatz wird nun ein GP Türkei gehandelt, was aus logistischen Gesichtspunkten wegen der Nähe zu Sotschi Sinn macht. Doch was passiert, wenn auch der GP Japan wackelt? Im Moment sieht die Lage so aus: Wenn die Olympischen Spiele in Tokio stattfinden, steigen auch die Chancen eines Grand Prix in Suzuka. Aber auch hier macht man sich bereits über mögliche Ersatzorte Gedanken. Es fallen Namen wie Malaysia und China.

Die Formel 1 muss derzeit für alle Eventualitäten gerüstet sein. Nach heutigem Stand sind auch Australien, wegen der strikten Quarantäne-Politik, und Brasilien, wegen der Virusvariante P1, die großen Wackelkandidaten. Mögliche Ausweichlösungen wären ein zweiter US-Grand Prix, entweder ein Doppelschlag in Austin oder eine Rückkehr nach Indianapolis, und ein zweiter Grand Prix in Bahrain auf der Kurzanbindung des GP-Kurses. Einige Leute bringen auch Losail in Qatar ins Spiel.

Nach einer Rückkehr der Königsklasse nach Deutschland sieht es aktuell übrigens nicht aus. Die Grand-Prix-Strecken in der Eifel und in Hockenheim führen aktuell noch keine konkreten Gespräche über ein mögliches Ersatzrennen.

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