Sebastian Vettel GP Singapur 2010 Foto: xpb
Adrian Sutil
GP Singapur
McLaren
Sebastian Vettel
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GP Singapur 2010 - Ergebnis Training 2

Red Bull deklassiert die Konkurrenz

Red Bull war im zweiten Training wie erwartet mit der Bestzeit erneut das Maß der Dinge. Dieses Mal hatte allerdings Sebastian Vettel im internen Kampf die Nase vorn. Mit sechs Zehnteln hängte er Mark Webber ab. McLaren war mit Jenson Button zweite Kraft.

Während den Piloten im ersten Training am Nachmittag noch die schwierigen Wetterbedingungen zu schaffen machten, zeigte sich der Wettergott am Abend gnädig. Auf der trockenen Piste konnten die Teams noch einmal einige Daten mit den Slicks sammeln. Doch man merkt: Der WM-Kampf spitzt sich zu. Trotz der idealen Wetterbedingungen waren einige Piloten über dem Limit. Dreher und Berührungen mit der Mauer gehörten zum Standard.

Vettel fuhr in einer eigenen Liga

Sebastian Vettel leistete sich keinen Fehler. Der Deutsche fuhr in einer eigenen Welt. Mit einer Fabelzeit von 1:46,660 Minuten setzte er sich an die Spitze des Klassements. Sein Stallrivale Mark Webber hatte das Nachsehen und 0,627 Sekunden Rückstand.
 
Am besten mit dem großen Favorit konnte McLaren mithalten. Jenson Button büßte auf Rang drei aber bereits über eine Sekunde auf Vettel ein. Welten in der Formel 1. Bei McLaren versuchte man mit einem neuen Frontflügel in Sachen Set-up noch etwas herauszuholen, doch der Red Bull ist wie geschaffen für den Marina Bay Street Circuit.

Neue Frontflügel bei McLaren und Ferrari

Auch bei Ferrari experimentierte man mit einem neuen Frontflügel. Fernando Alonso tastete den Grenzbereich aber etwas übereifrig aus. Der Spanier rutschte auf Bestzeit-Kurs in einer Kurve fast in die Mauer und verpasste daraufhin den Bremspunkt der nächsten Kurve. Der Notausgang war die Rettung für den Ferrari-Piloten. Das Training damit aber gelaufen. Es blieb nur Platz vier. Neben dem neuen Frontflügel standen auch Versuche mit und ohne F-Schacht auf dem Programm. Lewis Hamilton landete mit einer Zehntelsekunde Rückstand auf Alonso auf dem fünften Platz.
 
Rubens Barrichellos sechster Platz war für Williams im Vergleich zum Ergebnis im ersten Training vermutlich Balsam auf der Seele. Der Brasilianer hielt sogar Felipe Massa im Ferrari auf Rang sieben hinter sich. Nico Rosberg stellte den Mercedes mit bereits zwei Sekunden Rückstand auf den achten Platz. Damit drehte er die Rangordnung wieder um, denn Michael Schumacher landete nach einem überraschenden zweiten Platz am Nachmittag nur auf Platz zehn. Dazwischen schob sich Robert Kubica im Renault. Dem Polen gingen wertvolle Trainingskilometer aufgrund eines Hydraulik-Problems verloren.

Sutil mit spektakulärem Abflug

Nico Hülkenberg verpasste die Top Ten nur knapp und wurde Elfter. Und auch Nick Heidfeld konnte seinen Teamkollegen Kamui Kobayashi nicht schlagen. Die beiden trennten auf Platz zwölf und 13 rund eine Zehntelsekunde. Bei Adrian Sutil ging es dagegen richtig spektakulär zu. Er fuhr mit seinem Force India zu heftig über die Kerbs und hob wie ein Flugzeug ab. Dabei beschädigte er sich die Aufhängung vorne links und versuchte sich noch mit drei Rädern in die Box zu schleppen. Ohne Erfolg. "Ich habe einen Fehler gemacht", gab Sutil zu. "Ich bin enttäuscht, denn das Auto war gut."
 
Die Neulinge fuhren wie Vettel ebenfalls in ihrer eigenen Welt. Aber in einer sehr viel langsameren. Heikki Kovalainen war mit 5,2 Sekunden Rückstand noch der schnellste Mann im Hinterfeld auf Platz 19. Timo Glock, Siebter Deutscher im Bunde, musste sich mit Rang 19 begnügen. Auch er testete sein persönliches Limit aus und drehte sich. Bei HRT wiegen die Probleme aber noch viel schlimmer. Bruno Senna war acht Sekunden langsamer als die Bestzeit, Yamamoto-Ersatz Christian Klien auf dem letzten Platz gleich 8,8 Sekunden.

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