GP Singapur

Erste Bestzeit durch Hamilton

Foto: dpa

Update ++ Stimmen ++ Bei der Nachtpremiere in Singapur hat WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton die erste Bestzeit gesetzt. Im ersten Training hatten allerdings noch einige Piloten mit der rutschigen Strecke zu kämpfen.

Neue Strecke - altes Bild: Hamilton setzte sich am Ende der ersten Test-Session mit acht Hundertsteln Vorsprung vor Ferrari-Verfolger an die Spitze des Zeitenklassement. Die weiteren Plätze belegten mit Kimi Räikkönen und Heikki Kovalainen ebenfalls ein silber-rotes Duo.

Deutsche Piloten im Mittelfeld

Nico Rosberg und und Nick Heidfeld hielten auf den Plätzen sechs und acht die deutschen Farben hoch. Williams-Pilot Rosberg zeigte sich anschließend zufrieden: "Es scheint doch etwas besser zu laufen als erwartet", freute sich der Blondschopf. Überrascht zeigte er sich auch von Schwierigkeitsgrad: "Das ist fast schon Monaco-Niveau hier."

Etwas gemütlicher auf den ersten Metern ließ es dagegen Monza-Sieger Sebastian Vettel angehen. Mit Platz elf verpasste der Heppenheimer knapp die Top Ten. Auch Toyota-Mann Timo Glock und Force India-Pilot Adrian Sutil auf 13 beziehungsweise 17 bewältigten die ersten Kilometer unter Flutlicht etwas verhaltener.

Nicht nur die ungewohnten Lichtverhältnisse sorgten bei der ersten Ausfahrt auf dem Stadtkurs im Inselstaat für Probleme. Nach einem vierstündigen Gewitter am Donnerstag lag noch viel Schmutz auf den Straßen. Das niedrige Grip-Niveau sorgte für einige Dreher. Besonders schwierig war dabei die Zielkurve. Mit Jarno Trulli, Heikki Kovalainen, und Rubens Barrichello vollzogen hier gleich drei Piloten eine ungewollte Wendung.

Trulli bog nach seinem Dreher mit einem kleinen Bogen direkt in die Boxengasse ein. Da der Italiener dabei kurz gegen die Fahrtrichtung fuhr, brummte die Rennleitung dem Toyota-Piloten einen deftigen 10.000 Euro-Strafzettel auf. Nico Rosberg erklärte die Probleme in der Schlusskurve mit den nassen Curbs und dem dahinter liegenden Teppich, der sich durch die Regenfälle am Vortag mit Wasser vollgesaugt hat.

Webber mit frühem Crash

Auch Nelson Piquet, David Coulthard, Adrian Sutil und Sebastian Vettel sorgten mit spektakulären Rutschern für Unterhaltung auf den gut gefüllten Rängen. Pechvogel der ersten Trainingseinheit war Red Bull-Pilot Mark Webber. Nach nur vier Runden auf der neuen Strecke stopfte der Australier sein Sportgerät in die Begrenzung vor der Tribünenunterführung. Für Webber war das Training danach zu Ende.

Neben dem rutschigen Belag kämpften die Piloten auch mit den zahlreichen Wellen im Asphalt. Toro Rosso-Pilot Sebastien Bourdais klagte: "Das Auto ist eigentlich andauernd in der Luft." Als überraschend gut beschrieb der Franzose dagegen die Lichtverhältnisse. Aus der US-ChampCar-Meisterschaft z.B. in Cleveland oder Houston hat Bourdais  schon erste Erfahrungen mit Nachtrennen gesammelt. "Hier ist es aber viel heller. Da kann ich sogar mein getöntes Visier verwenden, mit denen man in den USA gar nichts sehen konnte."

Durch die vielen Ausrutscher boten sich viele Gelegenheiten, die neuen LED-Flaggen im Einsatz zu testen. Anstatt wie üblich gelbe Fahnen zu schwingen betätigen die Marshalls an der Strecke nun große Warntafeln. 

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