GP Spanien

1. Training im Sparprogramm

Foto: Wolfgang Wilhelm

Beim ersten Freien Training bekamen die Zuschauer nur Magerkost serviert: Fast alle Teams versuchten sich anscheinend in der Disziplin Rundensparen zu überbieten - Folge der FIA-Regel, wonach Motoren zwei Rennwochenenden halten müssen.

Dazu kommt, dass wegen des intensiven Testprogramms im Winter alle Teams den Circuit de Catalunya besser kennen als jede andere Strecke.

Die Bestzeit markierte McLaren-Testfahrer Pedro de la Rosa mit sagenhaften 1,1 Sekunden Vorsprung auf den Zweitplatzierten Red Bull-Tester Christian Klien. Auf Platz drei kam Nick Heidfeld vor Michael Schumacher. Der neue spanische Nationalheld Fernando Alonso drehte ebenso wie sein Teamkollege Giancarlo Fisichella lediglich zwei Runden. Die beiden Renault-Fahrer rangieren zusammen mit zwei anderen Runden-Sparern, Jarno Trulli im Toyota und Rubens Barrichello im Ferrari, ohne gezeitete Runde am Ende der Zeitenliste.

Zum ersten Mal in der neueren Geschichte der Formel 1 werden am Sonntag nur 18 Autos am Start stehen. BAR-Honda akzeptierte die Strafe des FIA-Berufungsgerichts, eine Sperre für die Rennen in Barcelona und in zwei Wochen in Monaco. Teamchef Nick Fry verzichtete darauf, ordentliche Gerichte anzurufen und so möglicherweise per Einstweiliger Verfügung die Starterlaubnis zu erzwingen. Offenbar hatte Formel 1-Chef Bernie Ecclestone im Hintergrund sanften Druck auf das englisch-japanische Team ausgeübt.

Großen Wert legt BAR-Honda auf die Feststellung, dass das Berufungsgericht nicht in der Lage war zu beweisen, das Team habe „in böser Absicht“ gehandelt. „Dem Team ist es daher schleierhaft, wo die Basis für eine derart strenge Strafe ist.“

Williams-BMW musste in Barcelona schon den ersten Rückschlag einstecken, noch bevor die weiß-blauen Autos auch nur einen Meter gefahren sind. Im Auto von Nick Heidfeld kollabierte der V10 beim Anlassen in der Box. Wegen eines schadhaften Auslassventils muss das Triebwerk, das bereits in Imola gelaufen ist, getauscht werden. Dies bedeutet, dass Heidfeld in der Startaufstellung zehn Plätze nach hinten strafversetzt wird.

Heidfelds Teamkollege Mark Webber nahm am Freien Training nicht teil. Die BMW-Techniker befürchten, dass der neue Motor den gleichen Mangel aufweist wie das bei Heidfeld eingebaute Exemplar. Man wollte erst eine neue Motoren-Lieferung aus München abzuwarten.

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