Sebastian Vettel - Lewis Hamilton - Valtteri Bottas - Formel 1 - GP Spanien - 13. Mai 2017 sutton-images.com
Lewis Hamilton - Mercedes - Formel 1 - GP Spanien - 13. Mai 2017
Sebastian Vettel - Lewis Hamilton - Formel 1 - GP Spanien - 13. Mai 2017
Sebastian Vettel - Ferrari - Formel 1 - GP Spanien - 13. Mai 2017
Daniel Ricciardo - Red Bull - Formel 1 - GP Spanien - 13. Mai 2017 72 Bilder

GP Spanien 2017 (Ergebnis Qualifikation)

Hamilton vor Vettel auf Pole

Mercedes und Ferrari wechseln sich in den ersten zwei Startreihen zum GP Spanien ab. Lewis Hamilton holte die Pole-Position vor Sebastian Vettel. Fernando Alonso stellte den McLaren-Honda sensationell auf Platz 7.

Der Zweikampf zwischen Mercedes und Ferrari findet beim Grand Prix von Spanien seine Fortsetzung. Nach der Pole von Ferrari in Russland hat Mercedes das Blatt nun aber wieder gewendet. Lewis Hamilton schnappte sich mit einer Rundenzeit von 1:19.149 Minuten den ersten Startplatz. Er hatte 51 Tausendstelsekunden Vorsprung auf Sebastian Vettel. Hamilton lieferte die Runde im ersten Versuch in Q3 ab und konnte sich beim zweiten Anlauf nicht mehr verbessern.

Für Hamilton ist es die dritte Pole in Spanien und die 64. seiner Karriere. Damit ist der Pole-Rekord von 1:19.995 Minuten von Mark Webber aus dem Jahr 2010 unterboten. Der Pole im vergangenen Jahr lag bei 1:22.000 Minuten, ebenfalls von Hamilton.

“Wir haben ein paar Änderungen zum Qualifying gemacht, das Auto hat sich super angefühlt. Der erste Versuch in Q3 war gut, der zweite so lala", sagte Hamilton. Dass er sich nicht mehr verbessern konnte, begründete er so: "Ich habe keinen Fehler gemacht, es war nur sehr windig von Kurve zu Kurve, du bremst an der selben Stelle, aber hast plötzlich Untersteuern."

Vettel zittert zu Beginn des Qualifyings

Vettel konnte sich im zweiten Versuch noch steigern, hatte aber einen Fehler in der Schikane eingebaut. "Wir hätten vielleicht heute Pole holen können, deshalb war es nicht ideal. Im letzten Sektor hat mir Mark Webber schon einige Lehrstunden gegeben, aber ich muss wohl nochmal die Schulbank drücken.”

Der Deutsche erlebte auch einen Schreckmoment zu Beginn des Qualifyings. Vettel bedankte sich zunächst über Funk für die Arbeit seines Teams, dass kurzfristig den Motor gewechselt hatte, nachdem ein Wasserleck entdeckt wurde. Doch wenige Sekunden später wies man ihn an, das Auto abzustellen. Er fragte zurück: “Seid ihr sicher?” Zunächst schlich er weiter auf der Strecke herum, bog dann aber nicht in die Box ab, sondern fuhr eine Bestzeit. Offenbar erledigte sich das Problem von selbst.

"Das Team hat einen phänomenalen Job gemacht", sagte Vettel. "Wir hatten heute Morgen überraschenderweise ein Problem, normalerweise brauchst du drei Stunden, um den Motor zu wechseln. Sie haben es in zwei Stunden geschafft. Sogar Kimis Crew hat ausgeholfen."

Bottas mit kleinen Fehlern

Valtteri Bottas verlor etwas mehr als zwei Zehntel auf Hamilton und wurde Dritter. Der Brite hatte den Finnen das ganze Wochenende über schon im Griff. Schon in Q1 und Q2 zeigte Bottas Nerven und hatte mehrere Verbremser, in seinem ersten Q3-Versuch lieferte er mit einem Quersteher in der Schikane spektakuläre Bilder.

“Für mich ging der Tag mit dem Motorwechsel los", sagte Bottas. "Ich habe im Qualifying mit einem instabilen Heck gekämpft. Es war schwierig in den Rhythmus zu finden. Es war nicht das beste Qualifying von mir.” Neben Bottas geht Kimi Räikkönen ins Rennen. Der hatte Vettel eigentlich in jeder Trainingssitzung dominiert, musste sich aber nun hinten anstellen. Die beiden Red Bull nehmen Rang fünf und sechs ein. Max Verstappen entschied das interne Teamduell für sich.

Alonso überrascht alle

Die absolute Sensation war aber Fernando Alonso im McLaren auf Platz sieben. Und das obwohl er so einen Katastrophen-Freitag erlebte. “Es war ein gutes Qualifying für uns”, meinte der Lokalmatador. “Platz sieben ist ein Geschenk. Aber es ist eine Strecke, wo man schwierig überholen kann.”

Selbst die beiden Force India von Sergio Perez und Esteban Ocon konnten nichts gegen Alonso ausrichten. Sie reihten sich auf den Plätzen acht und zehn ein. Dazwischen klemmte sich Felipe Massa im Williams.

Hülkenberg kämpft mit Wind

Für Kevin Magnussen war im Haas F1 nach Q2 auf Rang 11 Feierabend. Immerhin hinterließ der Däne einen besseren Eindruck als Teamkollege Romain Grosjean. Der drehte sich bereits in Q1 von der Strecke und sorgte Q2 mit einem weiteren Ausrutscher für Aufsehen. Für ihn reichte es nur für Platz 14.

Zwischen die Haas F1-Piloten schoben sich Carlos Sainz im Toro Rosso und Nico Hülkenberg. Der Renault-Pilot sah mit Rang 13 deutlich schwächer aus als in den Trainings, wo er immer in den Top-Ten platziert war. “Es hat nicht so gut geklappt wie heute Vormittag”, sagte Hülk. “Es ist wärmer geworden und der Wind hat zugenommen. Da hat sich unser Auto nicht mehr so gut angefühlt. Ich hoffe auf einen guten Start, eine gute erste Runde und die richtige Strategie - dann kann es noch was mit Punkten werden.”

Landsmann Pascal Wehrlein dürfte hingegen über Position 15 mit dem Sauber glücklich sein. Überhaupt ging es im Mittelfeld wieder wahnsinnig knapp zu. Die Plätze 11 bis 13 trennten nicht mal eine Zehntelsekunde.

Kvyat im Toro Rosso Letzter

Teamkollege Marcus Ericsson hatte wieder einmal nichts gegen seinen Sauber-Kollegen auszurichten und schied bereits in Q1 aus. Damit hat er das Teamduell gegen Wehrlein bisher immer verloren. Es war jedoch ganz knapp: Nur 5 Tausendstelsekunden fehlten dem Schweden.

Ebenfalls dem Teamkollegen unterlegen: Jolyon Palmer. Aber eklatanter - mit 0,310 Sekunden Rückstand auf Hülkenberg. Auch die Youngster Lance Stroll und Stoffel Vandoorne hatten das Nachsehen und landeten auf 18 und 19. Stroll hatten viele mehr zugetraut, da er die Strecke ja schon von den Testfahrten kannte. Das Schlusslicht bildet aber ausgerechnet Daniil Kvyat im Toro Rosso. In Q1 verlor er allein acht Zehntel auf Lokalmatador und Teamkollege Sainz.

GP Spanien 2017: Ergebnis Qualifikation

GP Spanien 2017: Ergebnis Qualifying

Fahrer Team Q1 Q2 Q3
1. Lewis Hamilton Mercedes 1:20.511 1:20.210 1:19.149
2. Sebastian Vettel Ferrari 1:20.939 1:20.295 1:19.200
3. Valtteri Bottas Mercedes 1:20.991 1:20.300 1:19.373
4. Kimi Räikkönen Ferrari 1:20.742 1:20.621 1:19.439
5. Max Verstappen Red Bull 1:21.430 1:20.722 1:19.706
6. Daniel Ricciardo Red Bull 1:21.704 1:20.855 1:20.175
7. Fernando Alonso McLaren 1:22.015 1:21.251 1:21.048
8. Sergio Perez Force India 1:21.988 1:21.239 1:21.070
9. Felipe Massa Williams 1:22.138 1:21.222 1:21.232
10. Esteban Ocon Force India 1:21.901 1:21.148 1:21.272
11. Kevin Magnussen Haas 1:21.945 1:21.329
12. Carlos Sainz Jr. Toro Rosso 1:21.941 1:21.371
13. Nico Hülkenberg Renault 1:22.091 1:21.397  
14. Romain Grosjean Haas 1:21.822 1:21.517
15. Pascal Wehrlein Sauber 1:22.327 1:21.803
16. Marcus Ericsson Sauber 1:22.332
17. Jolyon Palmer Renault 1:22.401
18. Lance Stroll Williams 1.22.411  
19. Stoffel Vandoorne McLaren 1:22.532
20. Daniil Kvyat Toro Rosso 1:22.746  
Fahrer Team Q1 Q2 Q3
1. Lewis Hamilton Mercedes 1:20.511 1:20.210 1:19.149
2. Sebastian Vettel Ferrari 1:20.939 1:20.295 1:19.200
3. Valtteri Bottas Mercedes 1:20.991 1:20.300 1:19.373
4. Kimi Räikkönen Ferrari 1:20.742 1:20.621 1:19.439
5. Max Verstappen Red Bull 1:21.430 1:20.722 1:19.706
6. Daniel Ricciardo Red Bull 1:21.704 1:20.855 1:20.175
7. Fernando Alonso McLaren 1:22.015 1:21.251 1:21.048
8. Sergio Perez Force India 1:21.988 1:21.239 1:21.070
9. Felipe Massa Williams 1:22.138 1:21.222 1:21.232
10. Esteban Ocon Force India 1:21.901 1:21.148 1:21.272
11. Kevin Magnussen Haas 1:21.945 1:21.329
12. Carlos Sainz Jr. Toro Rosso 1:21.941 1:21.371
13. Nico Hülkenberg Renault 1:22.091 1:21.397  
14. Romain Grosjean Haas 1:21.822 1:21.517
15. Pascal Wehrlein Sauber 1:22.327 1:21.803
16. Marcus Ericsson Sauber 1:22.332
17. Jolyon Palmer Renault 1:22.401
18. Lance Stroll Williams 1.22.411  
19. Stoffel Vandoorne McLaren 1:22.532
20. Daniil Kvyat Toro Rosso 1:22.746  

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