Valtteri Bottas - Mercedes - GP Spanien 2020 - Barcelona xpb
Charles Leclerc - Ferrari - Formel 1 - GP Spanien - Barcelona - 14. August 2020
Charles Leclerc - Ferrari - Formel 1 - GP Spanien - Barcelona - 14. August 2020
Lando Norris - McLaren - Formel 1 - GP Spanien - Barcelona - 14. August 2020
Lewis Hamilton - Mercedes - Formel 1 - GP Spanien - Barcelona - 14. August 2020 68 Bilder

GP Spanien 2020 - Ergebnis 1. Training

Mercedes zum Auftakt klar vorn

Valtteri Bottas war der schnellste Fahrer im ersten Training zum GP Spanien. Der Finne verwies Teamkollege Lewis Hamilton um vier Hundertstel auf Platz zwei. Die Konkurrenz lag fast eine Sekunde zurück. Für Sebastian Vettel geht es aufwärts.

Es war der erwartete Auftakt. Mercedes bestimmte im ersten Training auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya das Tempo und hing die Gegner um über neun Zehntelsekunden ab. Im teaminternen Duell setzte sich in den ersten 90 Minuten Valtteri Bottas durch. Der Finne umrundete den Kurs auf den weichen Pirelli-Reifen in 1:16.785 Minuten.

Damit war der WM-Dritte bereits rund 1,2 Sekunden schneller als zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr. Auf seine Pole-Zeit von 2019 (1:15.406 Minuten) fehlten ihm etwa 1,3 Sekunden. Die Doppelspitze formte Lewis Hamilton. Der Weltmeister und viermalige Sieger des GP Spanien büßte in seinem schnellsten Umlauf 0,039 Sekunden ein.

Bottas knapp vor Hamilton

Hamilton klagte bei seiner Ausfahrt auf der weichsten Mischung allerdings über vibrierende Vorderreifen. Die ersten beiden Sektoren gehörten dem Vorjahressieger. Im Schlussabschnitt mit überwiegend langsamen Kurven hatte hingegen Bottas die Oberhand. Nach den schnellen Runden widmete sich Mercedes, wie das restliche Feld, der Reifenfrage, und stellte auf Longruns um.

In Silverstone waren die Silberpfeile über Blasen auf den Laufflächen gestolpert, die die Überflieger dazu zwangen, die Geschwindigkeit deutlich zu verlangsamen. Darauf hofft Red Bull auch an diesem Wochenende. Doch Pirelli hat für Barcelona die widerstandsfähigeren, härteren Reifen bestimmt.

Auf eine Runde ist gegen Mercedes nichts auszurichten. Max Verstappen reihte sich hinter dem Klassenprimus ein. Der WM-Zweite verlor auf der 4,655 Kilometer langen Runde fast eine Sekunde. Immerhin, so die Eindrücke der Longruns, schmilzt der Rückstand über die Distanz.

Charles Leclerc - Ferrari - GP Spanien 2020 - Barcelona
xpb
Ferrari belegte zum Auftakt die Positionen vier und fünf.

Ferrari mit gutem Auftakt

Red Bull verzichtet in Barcelona auf Upgrades. Stattdessen arbeitet das Team aus Milton Keynes weiter daran, die Aerodynamik-Probleme zu lösen, die vor allem auf eine schnelle Runde bremsen. Teamkollege Alexander Albon hinderte die Technik daran, besser abzuschneiden. Zwischendurch zickte der Honda-Motor im Rücken des Piloten. So sprang für den Thailänder im ersten Training nur der achte Platz heraus.

Albon erhält für den sechsten WM-Lauf bereits den dritten Turbolader und die dritte Elektromaschine MGU-H. Damit ist er bereits am Limit. Ein Wechsel mehr und Albon wird mit einer Strafe belegt, die für die restliche Saison schon jetzt unausweichlich scheint.

Ferrari erlebte einen runden Auftakt. Beide Autos schoben sich hinter Verstappen auf die Positionen vier und fünf. Der Abstand zu Mercedes ist weiterhin groß, der zu Red Bull jedoch klein. Charles Leclerc war der schnellere Fahrer im Lager der Roten. Doch diesmal scheint Ferrari kein Ein-Mann-Team mehr zu sein. Sebastian Vettel beendete seinen schnellsten Umlauf nur elf Tausendstel langsamer.

Haas überrascht

Der Heppenheimer fährt in Barcelona mit einem neuen Chassis. Das alte Monocoque ist zur Reparatur in Maranello. Bei der Analyse nach dem zweiten Silverstone-Rennen hatten die Mechaniker einen Riss festgestellt, der durch zu hartes Überfahren eines Randsteins aufgekommen sein muss.

Eigentlich kommt es in Barcelona auf ein effizientes Aerodynamikpaket an. Und das hat Ferrari nach den Erkenntnissen der ersten Rennen nicht. Deshalb bleibt abzuwarten, ob sich die Italiener an der Spitze der Gruppe hinter Mercedes und Red Bull halten werden können.

Haas gelang die Überraschung der ersten 90 Minuten. Sowohl Romain Grosjean als auch Kevin Magnussen lenkten ihre Autos in die obere Tabellenhälfte. Im teaminternen Vergleich war der Franzose rund drei Zehntel schneller. Die Strecke von Barcelona lag dem US-Rennstall bereits in der Vergangenheit. Man ist hier nicht ganz so abhängig von Motorleistung wie noch zuletzt in Silverstone.

Trotzdem könnte der gute Auftritt von Werksteam und Kunde dafür sprechen, dass Ferrari die Motoren in höheren Leistungseinstellungen betrieben hat als die Konkurrenz. Das verbleibende Rennwochenende wird zeigen, ob dem tatsächlich so ist.

Sergio Perez - Racing Point - Formel 1 - GP Spanien - Barcelona - 14. August 2020
Motorsport Images
Sergio Perez feiert sein Comeback in Barcelona.

Perez zurück im Cockpit

Bei Racing Point kehrte Sergio Perez nach ausgestandener Corona-Erkrankung zurück ins Cockpit. Dafür muss Nico Hülkenberg zuschauen. Der Mexikaner kam im ersten Training auf den siebten Rang. Teamkollege Lance Stroll erzielte die zehntschnellste Rundenzeit. Im Gegensatz zu den restlichen Piloten aus den Top 10 drehten die Racing Point ihre beste Zeit jedoch auf dem Mediumreifen, und nicht dem Soft.

McLaren und Renault landeten in der zweiten Tabellenhälfte. Der Traditionsrennstall aus Woking erwartet ein schwieriges Wochenende. Die Erfahrungen von Silverstone lehrten, dass dem MCL35 Hitze nicht bekommt. Schon im ersten Training hatte es fast 30 Grad. Renault schwamm etwas gegen den Strom, fuhr zunächst mit weichen Reifen und wechselte später auf die härteren Sätze. Deshalb sind die Positionen zwölf für Esteban Ocon und 18 für Daniel Ricciardo nicht aussagekräftig. Williams hatte im ersten Training die rote Laterne. George Russell schaute zu, wie Formel 2-Fahrer Roy Nissany den FW43 lenkte. Bis auf einen Dreher hielt sich er sich unbeschadet.

GP Spanien: Ergebnis 1. Training

Fahrer Team Zeit Rückstand Runden
1. Valtteri Bottas Mercedes 1:16.785   33
2. Lewis Hamilton Mercedes 1:16.824 +0.039s 29
3. Max Verstappen Red Bull 1:17.724 +0.939s 26
4. Charles Leclerc Ferrari 1:17.970 +1.185s 27
5. Sebastian Vettel Ferrari 1:17.981 +1.196s 27
6. Romain Grosjean Haas 1:18.291 +1.506s 29
7. Sergio Perez Racing Point 1:18.471 +1.686s 31
8. Alexander Albon Red Bull 1:18.606 +1.821s 27
9. Kevin Magnussen Haas 1:18.620 +1.835s 28
10. Lance Stroll Racing Point 1:18.643 +1.858s 31
11. Carlos Sainz McLaren 1:18.733 +1.948s 33
12. Esteban Ocon Renault 1:18.736 +1.951s 31
13. Lando Norris McLaren 1:18.744 +1.959s 32
14. Pierre Gasly Alpha Tauri  1:18.888 +2.103s 26
15. Antonio Giovinazzi Alfa Romeo 1:18.917 +2.132s 24
16. Kimi Räikkönen Alfa Romeo 1:18.981 +2.196s 24
17. Daniil Kvyat Alpha Tauri  1:19.145 +2.360s 21
18. Daniel Ricciardo Renault 1:19.230 +2.445s 31
19. Nicholas Latifi Williams 1:20.334 +3.549s 30
20. Roy Nissany Williams 1:20.664 +3.879s 25
Fahrer Team Zeit Rückstand Runden
1. Valtteri Bottas Mercedes 1:16.785   33
2. Lewis Hamilton Mercedes 1:16.824 +0.039s 29
3. Max Verstappen Red Bull 1:17.724 +0.939s 26
4. Charles Leclerc Ferrari 1:17.970 +1.185s 27
5. Sebastian Vettel Ferrari 1:17.981 +1.196s 27
6. Romain Grosjean Haas 1:18.291 +1.506s 29
7. Sergio Perez Racing Point 1:18.471 +1.686s 31
8. Alexander Albon Red Bull 1:18.606 +1.821s 27
9. Kevin Magnussen Haas 1:18.620 +1.835s 28
10. Lance Stroll Racing Point 1:18.643 +1.858s 31
11. Carlos Sainz McLaren 1:18.733 +1.948s 33
12. Esteban Ocon Renault 1:18.736 +1.951s 31
13. Lando Norris McLaren 1:18.744 +1.959s 32
14. Pierre Gasly Alpha Tauri  1:18.888 +2.103s 26
15. Antonio Giovinazzi Alfa Romeo 1:18.917 +2.132s 24
16. Kimi Räikkönen Alfa Romeo 1:18.981 +2.196s 24
17. Daniil Kvyat Alpha Tauri  1:19.145 +2.360s 21
18. Daniel Ricciardo Renault 1:19.230 +2.445s 31
19. Nicholas Latifi Williams 1:20.334 +3.549s 30
20. Roy Nissany Williams 1:20.664 +3.879s 25
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