Sergio Perez - Racing Point - GP Steiermark 2020 - Spielberg xpb
Daniel Ricciardo - Renault - Formel 1 - GP Steiermark - Österreich - Spielberg - 10. Juli 2020
Daniel Ricciardo - Renault - Formel 1 - GP Steiermark - Österreich - Spielberg - 10. Juli 2020
Daniel Ricciardo - Renault - Formel 1 - GP Steiermark - Österreich - Spielberg - 10. Juli 2020
Daniel Ricciardo - Renault - Formel 1 - GP Steiermark - Österreich - Spielberg - 10. Juli 2020 80 Bilder

GP Steiermark 2020 (1. Training): Perez vor Verstappen

GP Steiermark 2020 - Ergebnis Training 1 Perez-Bestzeit vor Verstappen

Kein Mercedes, kein Red Bull, sondern ein Racing Point schnappte sich die erste Trainingsbestzeit des zweiten Rennwochenendes. Sergio Perez setzte sich gegen Max Verstappen durch. Dahinter folgte Mercedes. Ferrari verschwand im Mittelfeld.

Zum zweiten Mal nacheinander gastiert die Formel 1 in Spielberg. Das macht die Aufgabe für die Teams ein bisschen einfacher. Alle haben nach drei Trainings, einer Qualifikation und einem Rennen ausreichend Daten gesammelt, um ihre Autos für die 4,318 Kilometer lange Strecke einzustellen. Setups werden optimiert, neue Teile gegengetestet.

Dafür fand die Formel 1 im ersten Training eine trockene Strecke vor. Schon am Vormittag war es in der Steiermark heiß. Das Quecksilber kletterte an die 30 Grad. Die Streckentemperatur betrug über 50 Grad. Sergio Perez brannte die erste Bestzeit des zweiten Rennwochenendes auf dem Red Bull-Ring in den Asphalt. Der Mexikaner, der am Rennsonntag den sechsten Platz belegte, umrundete den Kurs auf den weichen Reifen in 1:04.867 Minuten.

Starker Auftakt für Racing Point

Racing Point will an diesem Wochenende die Mittelfeldspitze erobern. Der Rennstall aus Silverstone steckt seine Hoffnungen in den Mercedes-V6, der in der Vorwoche nicht am Leistungsmaximum betrieben werden konnte. Da sollen laut Teamführung ein bis zwei Zehntelsekunden drin sein. Den starken Eindruck zum Auftakt untermauerte Lance Stroll auf dem fünften Platz. Dem Kanadier fehlte eine halbe Sekunde auf den Teamkollegen.

Red Bull begann das zweite Heimspiel auf dem zweiten Platz. Max Verstappen probierte sich ebenfalls auf Pirellis weichster Reifenmischung, war aber nur im letzten Streckenabschnitt einen Tick schneller als die Racing Point. In der Endabrechnung büßte der zweimalige Spielberg-Sieger (2018, 2019) fast eine Zehntelsekunde ein.

Der Mercedes-Herausforderer hat Hausaufgaben zu erledigen. Die Analyse der ersten Rennwoche ergab, dass die Aerodynamik in den schnellen Kurven nicht stabil genug ist. Es kommt zu Strömungsabrissen am Unterboden. Als Upgrade dient ein geänderter Heckflügel mit unten ausgefransten Endplatten. Trotzdem klagte Verstappen über ein übersteuerndes Auto.

Motoren-Partner Honda hat die Elektrik-Probleme aufgearbeitet. Dieses Mal soll die Antriebseinheit in allen Autos bis zum Schluss durchhalten. Im ersten Training wurden die Piloten dennoch angewiesen, die etwa zehn Zentimeter hohen gelben Randsteine zu meiden. Verstappen-Teamkollege Alexander Albon erreichte auf den Medium-Reifen den sechsten Platz.

Valtteri Bottas - Mercedes - GP Steiermark 2020 - Spielberg
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Valtteri Bottas will seinen dritten Sieg in Spielberg feiern.

Ferrari mit Upgrades

Klassenprimus Mercedes kümmerte sich weniger um die Performance, als um die Standfestigkeit. Im Rekordtempo nahmen die Techniker Änderungen im Elektrik-Umfeld des Getriebes vor, um den W11 vor Unpässlichkeiten zu schützen. Das Weltmeisterteam beschränkte sich auf die mittelharte Reifenmischung. Darauf verloren Valtteri Bottas und Lewis Hamilton zwei Zehntelsekunden.

Der Finne, der bereits zwei Siege und drei Poles in Spielberg errang, verwies den sechsfachen Weltmeister um 31 Tausendstel auf den vierten Platz. Hamilton ging nach dem etwas verpatzten Auftakt in Klausur und analysierte zwei Tage lang die Daten mit seinen Ingenieuren.

Ferrari fand sich wie in der Vorwoche im Mittelfeld wieder. Sebastian Vettel auf Platz zehn, Charles Leclerc auf Rang 12. Der Heppenheimer begab sich auf Ursachenforschung, warum sein SF1000 am vergangenen Rennsonntag wie verwandelt war. Ferrari hat die Dämpfer und Bremsen in Verdacht.

Leclerc probierte den neuen Frontflügel und Unterboden aus. Ferrari hat einen Teil seiner eigentlich für den GP Ungarn angedachten Upgrades vorgezogen. Es ist ein wichtiger Test, ob man damit den richtigen Entwicklungspfad eingeschlagen hat. Wenn nicht, hat die Scuderia ein großes Problem. Zusätzlich zum Motor. Doch an dieser Baustelle wird man nicht mehr arbeiten können. Die Antriebseinheit ist größtenteils eingefroren.

Charles Leclerc - Ferrari - GP Steiermark 2020 - Spielberg
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Charles Leclerc testete den neuen Unterboden.

Probleme für Haas

McLaren hat für das zweite Rennen das nächste kleine Aerodynamik-Upgrade aufgelegt. Carlos Sainz landete im ersten Training auf dem siebten Platz. Racing Point dürfte an diesem Wochenende noch schwerer zu knacken sein als am letzten. Lando Norris, Drittplatzierter zum Saisonauftakt, kam nicht über den 14. Rang hinaus.

Gegen den Engländer läuft eine Untersuchung der Rennkommissare. Er soll unter gelben Flaggen überholt haben, nachdem Nicholas Latifi in seinem Williams nach knapp einer halben Stunde ausgerollt war. Das Getriebe streikte im FW43. Teamkollege Russell musste zuschauen. Sein Auto fuhr Formel-2-Pilot Jack Aitken.

Auch Alpha Tauri legt im Mittelfeld mit neuen Teilen nach. Pierre Gasly war allerdings noch mit der alten Version unterwegs und trotzdem schneller als Daniil Kvyat mit den Modifikationen. Der Franzose belegte den achten Rang vor Daniel Ricciardo im Renault und Vettel im Ferrari.

Mit Technik-Gebrechen schlug sich Haas herum. Kevin Magnussen musste seinen VF-20 nach drei Runden und ohne gezeitete Runde abstellen. Die Mechaniker tauschen die Batterie und hoffen auf Besserung. Haas zählt zusammen mit Alfa Romeo und Williams zu den langsamsten Teams. Bei Alfa-Sauber durfte Ersatzfahrer Robert Kubica den C39 von Antonio Giovinazzi in den ersten 90 Minuten lenken.

GP Steiermark - Ergebnis Training 1

Fahrer Auto Zeit Abstand Runden
1. Sergio Perez Racing Point 1:04.867   32
2. Max Verstappen Red Bul 1:04.963 +0.096s 31
3. Valtteri Bottas Mercedes 1:05.089 +0.222s 31
4. Lewis Hamilton Mercedes 1:05.120 +0.253s 29
5. Lance Stroll Racing Point 1:05.396 +0.529s 36
6. Alexander Albon Red Bul 1:05.483 +0.616s 28
7. Carlos Sainz McLaren 1:05.602 +0.735s 40
8. Pierre Gasly Alpha Tauri 1:05.698 +0.831s 27
9. Daniel Ricciardo Renault 1:05.769 +0.902s 31
10. Sebastian Vettel Ferrari 1:05.770 +0.903s 25
11. Daniil Kvyat Alpha Tauri 1:05.815 +0.948s 28
12. Charles Leclerc Ferrari 1:05.837 +0.970s 28
13. Esteban Ocon Renault 1:05.874 +1.007s 35
14. Lando Norris McLaren 1:05.908 +1.041s 25
15. Kimi Räikkönen Alfa Romeo 1:06.441 +1.574s 23
16. Romain Grosjean Haas 1:06.446 +1.579s 31
17. Jack Aitken Williams 1:06.768 +1.901s 35
18. Robert Kubica Alfa Romeo 1:06.797 +1.930s 31
19. Nicholas Latifi Williams 1:09.598 +4.731s 6
20. Kevin Magnussen Haas Keine Zeit --- 3
Fahrer Auto Zeit Abstand Runden
1. Sergio Perez Racing Point 1:04.867   32
2. Max Verstappen Red Bul 1:04.963 +0.096s 31
3. Valtteri Bottas Mercedes 1:05.089 +0.222s 31
4. Lewis Hamilton Mercedes 1:05.120 +0.253s 29
5. Lance Stroll Racing Point 1:05.396 +0.529s 36
6. Alexander Albon Red Bul 1:05.483 +0.616s 28
7. Carlos Sainz McLaren 1:05.602 +0.735s 40
8. Pierre Gasly Alpha Tauri 1:05.698 +0.831s 27
9. Daniel Ricciardo Renault 1:05.769 +0.902s 31
10. Sebastian Vettel Ferrari 1:05.770 +0.903s 25
11. Daniil Kvyat Alpha Tauri 1:05.815 +0.948s 28
12. Charles Leclerc Ferrari 1:05.837 +0.970s 28
13. Esteban Ocon Renault 1:05.874 +1.007s 35
14. Lando Norris McLaren 1:05.908 +1.041s 25
15. Kimi Räikkönen Alfa Romeo 1:06.441 +1.574s 23
16. Romain Grosjean Haas 1:06.446 +1.579s 31
17. Jack Aitken Williams 1:06.768 +1.901s 35
18. Robert Kubica Alfa Romeo 1:06.797 +1.930s 31
19. Nicholas Latifi Williams 1:09.598 +4.731s 6
20. Kevin Magnussen Haas Keine Zeit --- 3
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