Max Verstappen - Red Bull - Formel 1 - GP Steiermark - Österreich - Spielberg - 10. Juli 2020 Wilhelm
Daniel Ricciardo - Renault - Formel 1 - GP Steiermark - Österreich - Spielberg - 10. Juli 2020
Daniel Ricciardo - Renault - Formel 1 - GP Steiermark - Österreich - Spielberg - 10. Juli 2020
Daniel Ricciardo - Renault - Formel 1 - GP Steiermark - Österreich - Spielberg - 10. Juli 2020
Daniel Ricciardo - Renault - Formel 1 - GP Steiermark - Österreich - Spielberg - 10. Juli 2020 80 Bilder

GP Steiermark 2020 - Ergebnis Training 2

Verstappen vorn, Ferrari weit weg

Red Bull und Max Verstappen haben im zweiten Training zum GP der Steiermark den Spitzenplatz erobert. Valtteri Bottas folgte im Mercedes. Racing Point bestätigte die starke Form. Lewis Hamilton und Ferrari strauchelten.

Diesem Training könnte noch eine größere Bedeutung zukommen. Die Meteorologen sagen für den Qualifikations-Samstag in Spielberg ein Unwetter voraus. Die Rennleitung warnte die Teams bereits vor. Das dritte Training und das Qualifying könnten auf der Kippe stehen. Und sollte das entscheidende Zeittraining vor dem Rennen nicht stattfinden können – auch nicht am Sonntagvormittag – würde der Freitagnachmittag die Startaufstellung bestimmen.

Die Folge waren deutlich schnellere Rundenzeiten als noch beim zweiten Training der Vorwoche. Auch der Spitzenreiter war ein anderer. Max Verstappen schnappte sich im heißen zweiten Training bei Temperaturen von über 30°C die Spitzenposition. Mit einem Heckflügel-Upgrade bestückt, lenkte der zweifache Österreich-Sieger seinen RB16 in 1:03.660 Minuten um die zehn Kurven.

Bottas verfolgt Verstappen

Für den schnellsten Umlauf des Tages war der dunkelblaue Rennwagen mit den Stier-Logos mit den weichsten Pirelli-Reifen bestückt. Genauso wie die Konkurrenzautos. Erster Verfolger war Valtteri Bottas. Der WM-Führende näherte sich dem Red Bull bis auf 43 Tausendstel. Den entscheidenden Unterschied machte Verstappen im Mittelabschnitt. Dort schenkte er seinem finnischen Verfolger im Mercedes W11 zwei Zehntel ein. Auch ein etwas schwächerer Schlusssektor kostete Verstappen nicht den Spitzenplatz.

Mercedes erscheint noch nicht in der Form der Vorwoche. Entweder hält sich der Weltmeister noch zurück, um die Zuverlässigkeit abzusichern, oder Red Bull hat einen größeren Schritt nach vorne gemacht mit Setup-Optimierungen und Neuteilen. Um das zu wissen, müsste man jedoch die Spritmengen und Motoreinstellungen kennen. Mercedes zeigte in der Vorwoche, dass man den besten Qualifikationsmodus hat.

Für den sechsmaligen Titelträger lief es alles andere als rund. Lewis Hamilton hinkte der Spitze fast sieben Zehntelsekunden hinterher. Dabei war er am Sonntag noch der schnellste Mann auf dem Red Bull-Ring. Auch ein zwischenzeitlicher Reset des Autos brachte keine Besserung. Ingenieure und Fahrer werden nach dem Trainingsfreitag tief in die Daten eintauchen, um den Teufel im Auto mit der Startnummer 44 zu finden.

Sebastian Vettel - Ferrari - Formel 1 - GP Steiermark - Österreich - Spielberg - 10. Juli 2020
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Ferrari hinkt auf eine Runde trotz der Upgrades an Frontflügel und Unterboden hinterher.

Racing Point in Topform

Ferrari wird immer mehr zum Sorgenkind. Trotz der Upgrades kamen Charles Leclerc und Sebastian Vettel nicht über Mittelfeldpositionen hinaus. Der Monegasse lag mittendrin als Neunter, der Heppenheimer im hinteren Mittelfeld auf Position 16. Nur Nicholas Latifi im Williams, die beiden Haas von Kevin Magnussen und Romain Grosjean sowie Daniel Ricciardo im Renault waren langsamer. Der Australier, weil er einen Unfall nach 18 Minuten baute.

Auf eine Runde leiden Ferrari und seine Kunden stärker unter dem Leistungsdefizit beim Motor. Stand heute ist der Rennstall der Herzen nur die fünfte Kraft im Feld. Hinter Mercedes, Red Bull, Racing Point und McLaren. Im Longrun dürfte Ferrari besser dastehen, weil die Gegner dann mit gemäßigteren Motoreinstellungen fahren müssen.

Vettels schnellste Rundenzeit wurde wegen Verlassens der Strecke gestrichen. Sie hätte aber auch nicht viel weiter nach vorne geführt. Der Heppenheimer beklagte sich über die Front seines SF1000. Ob das vorgezogene Paket eingeschlagen hat? Es bestehen jedenfalls starke Zweifel.

Ganz anders war der Auftritt von Racing Point. Sergio Perez, schnellster des Vormittages, reihte sich auf der dritten Position ein und hielt Kontakt zur Spitze. Der Mexikaner büßte nur 0,217 Sekunden ein. Teamkollege Lance Stroll konnte dieses Tempo nicht halten. Seine beste Rundenzeit war weitere dreieinhalb Zehntelsekunden langsamer.

McLaren zufrieden

McLaren belegte die Positionen fünf und acht. Carlos Sainz war dieses Mal besser aufgelegt. Lando Norris schleppt für das restliche Wochenende die Hypothek von drei Strafplätzen mit sich herum. Die Rennkommissare bestraften den Drittplatzierten der Vorwoche, nachdem er Pierre Gasly im ersten Training unter gelben Flaggen überholt hatte.

Der Traditionsrennstall aus Woking war zufrieden mit dem Trainingsfreitag. Das veränderte Aero-Paket wirkt den ersten Eindrücken nach. McLaren glaubt, im Rennen wieder mit Ferrari, Renault und dem Racing Point von Lance Stroll kämpfen zu können. Perez dagegen scheint außer Reichweite.

Auf die Renault-Mechaniker wartet Arbeit. Daniel Ricciardo feuerte seinen R.S.20 in der schnellen Kurve neun mit dem Heck voran in den Reifenstapel. Dem Australier war der gelb-schwarze Rennwagen kurz vor dem Scheitelpunkt entwischt. Hier haben die Piloten über 250 km/h drauf.

Daniel Ricciardo - Renault - Formel 1 - GP Steiermark - Österreich - Spielberg - 10. Juli 2020
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Daniel Ricciardo verlor seinen Renault in der schnellen Kurve neun.

Unfall von Ricciardo

Nach dem Einschlag humpelte Ricciardo ins Medical Car. Der siebenmalige GP-Sieger wurde zum Streckenarzt gebracht, weil die Warnleuchten im Cockpit angegangen waren. Das bedeutet, dass die Verzögerung beim Einschlag mehr als 15g betrug. Die Ärzte gaben nach der Untersuchung Entwarnung und erklärten Ricciardo für fit.

Einen glimpflicheren Ausgang hatte Alexander Albon, der sich zwischen Kurve sieben und acht von der Strecke drehte und durchs Kiesbett rodelte. Nach der unfreiwilligen Einlage während der Longruns brachte Red Bulls Nummer zwei sein Auto zurück zu den Mechanikern, die putzen mussten. Albon schloss das Training auf der siebten Position ab.

Alpha Tauri schwimmt weiter zwischen dem vorderen Mittelfeld und den Schlusslichtern. Alfa Romeo zeigte sich leicht verbessert. Kimi Räikkönen und Antonio Giovinazzi beendeten das Training auf den Positionen 13 und 14.

GP Steiermark - Ergebnis Training 2

Fahrer Auto Zeit Abstand Runden
1. Max Verstappen Red Bull 1:03.660   27
2. Valtteri Bottas Mercedes 1:03.703 +0.043s 35
3. Sergio Perez Racing Point 1:03.877 +0.217s 43
4. Lance Stroll Racing Point 1:04.241 +0.581s 43
5. Carlos Sainz McLaren 1:04.333 +0.673s 44
6. Lewis Hamilton Mercedes 1:04.348 +0.688s 26
7. Alexander Albon Red Bull 1:04.437 +0.777s 28
8. Lando Norris McLaren 1:04.541 +0.881s 30
9. Charles Leclerc Ferrari 1:04.706 +1.046s 34
10. Esteban Ocon Renault 1:04.746 +1.086s 32
11. Pierre Gasly Alpha Tauri 1:04.757 +1.097s 36
12. Daniil Kvyat Alpha Tauri 1:05.050 +1.390s 33
13. Kimi Räikkönen Alfa Romeo 1:05.152 +1.492s 23
14. Antonio Giovinazzi Alfa Romeo 1:05.365 +1.705s 35
15. George Russell Williams 1:05.588 +1.928s 33
16. Sebastian Vettel Ferrari 1:05.613 +1.953s 39
17. Nicholas Latifi Williams 1:05.655 +1.995s 48
18. Kevin Magnussen Haas 1:05.790 +2.130s 36
19. Romain Grosjean Haas 1:06.096 +2.436s 37
20. Daniel Ricciardo Renault keine Zeit --- 2
Fahrer Auto Zeit Abstand Runden
1. Max Verstappen Red Bull 1:03.660   27
2. Valtteri Bottas Mercedes 1:03.703 +0.043s 35
3. Sergio Perez Racing Point 1:03.877 +0.217s 43
4. Lance Stroll Racing Point 1:04.241 +0.581s 43
5. Carlos Sainz McLaren 1:04.333 +0.673s 44
6. Lewis Hamilton Mercedes 1:04.348 +0.688s 26
7. Alexander Albon Red Bull 1:04.437 +0.777s 28
8. Lando Norris McLaren 1:04.541 +0.881s 30
9. Charles Leclerc Ferrari 1:04.706 +1.046s 34
10. Esteban Ocon Renault 1:04.746 +1.086s 32
11. Pierre Gasly Alpha Tauri 1:04.757 +1.097s 36
12. Daniil Kvyat Alpha Tauri 1:05.050 +1.390s 33
13. Kimi Räikkönen Alfa Romeo 1:05.152 +1.492s 23
14. Antonio Giovinazzi Alfa Romeo 1:05.365 +1.705s 35
15. George Russell Williams 1:05.588 +1.928s 33
16. Sebastian Vettel Ferrari 1:05.613 +1.953s 39
17. Nicholas Latifi Williams 1:05.655 +1.995s 48
18. Kevin Magnussen Haas 1:05.790 +2.130s 36
19. Romain Grosjean Haas 1:06.096 +2.436s 37
20. Daniel Ricciardo Renault keine Zeit --- 2
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