Formel 1 - GP Test in Musterstadt

GP Test Beispielkurs in Musterstadt

Im Jahr 2015 kehrte Mexiko auf die Formel 1-Landkarte zurück. Das Rennen wird auf dem Autódromo Hermanos Rodríguez in Mexiko City ausgetragen. Wir stellen Ihnen die Strecke genauer vor.

Die ehemaligen mexikanischen Rennfahrer-Brüder Ricardo und Pedro Rodriguez gaben der Formel 1-Strecke in Mexiko City ihren Namen. Schon zwischen 1962 und 1970 wurden auf dem Kurs in der Hauptstadt die ersten Formel 1-Rennen ausgetragen. Bis 1979 war die Anlage unter der Bezeichnung Magdalena Mixhuca bekannt, bevor sie umgetauft wurde.

Nach 15 Jahren Pause ging es in den 1980er Jahren weiter mit der Formel 1-Historie. Zwischen 1986 und 1992 gab es sieben weitere Rennen. Danach gab es auf dem Autódromo Hermanos Rodríguez erst einmal keine Königsklasse mehr zu sehen. Die Strecke war zu alt, zu wellig und zu gefährlich.

Erst im Jahr 2012 wurden wieder Bemühungen gestartet, einen Grand Prix nach Mexiko zu holen. Nach längeren Verhandlungen einigten sich die Organisatoren mit Bernie Ecclestone auf ein Comeback im Jahr 2015. Zuvor mussten allerdings noch Auslaufzonen vergrößert und Boxen-Einrichtungen modernisiert werden.

Berühmte Peraltada-Kurve nicht gefahren

Bei der aktuellen Variante fehlt die legendäre Peraltada-Kurve – eine überhöhte 180°-Kehre am Ende der Runde. Dafür hat die Strecke mit dem von Hermann Tilke durchgeführten Umbau ein neues Markenzeichen bekommen. Kurz vor dem Abbiegen auf die Zielgerade müssen die Autos durch ein ehemaliges Baseballstadion. Von den Tribünen schauen mehr als 20.000 Zuschauer auf das Geschehen. Auch die 1,314 Kilometer lange Gerade gehört zu den einmaligen Streckenabschnitten. Vor Kurve 1 haben die Autos mehr als 360 km/h drauf.

Das Layout ist ansonsten abwechslungsreich. Es gibt viele langsame Ecken, aber auch einige schnelle Kurven. Vor allem das schnelle Geschlängel zwischen den beiden stadion-ähnlichen Sektionen bereitet den Piloten Freude. Etwas ganz Besonderes sind die Podiumszeremonien nach dem Rennen. Sie werden nicht wie sonst an der Zielgerade durchgeführt, sondern vor allen Fans im großen Baseball-Stadion.

Auch die Lage der Strecke ist speziell. Mit einer Höhe von 2.285 Metern ist das Autódromo Hermanos Rodríguez die höchstgelegenste Formel 1-Strecke im Kalender. Die dünnere Luft hat Auswirkungen auf die sensible Aerodynamik und die Motoren.