GP Türkei 2011 - Qualifying

Vettel zum fünften Mal in Folge auf Pole

Formula 1 Grand Prix, Turkey, Saturday Qualifying Foto: xpb 49 Bilder

Sebastian Vettel ist im Qualifying in dieser Saison nicht zu schlagen. Der Deutsche holte auch in der Türkei die Pole-Position. Damit geht er zum fünften Mal in Folge als Erster ins Rennen. Mark Webber landete auf Rang zwei, Nico Rosberg wurde im Mercedes Dritter.

Für seine Gegner muss es frustrierend sein. Für Sebastian Vettel ist es schon fast Gewohnheit in dieser Saison. Trotz seines Unfalls am Freitag lieferte er mit 1.25,049 Minuten die schnellste Rundenzeit ab und ließ der Konkurrenz erneut keine Chance. Für Vettel ist es die 19. Pole seiner Karriere. Mit 0,405 Sekunden Vorsprung verwies er wieder einmal seinen Teamkollegen Mark Webber auf den zweiten Rang.

Red Bull sparte eine Satz Reifen

"Ich bin sehr zufrieden nach dem vermasseltem Tag gestern", sagte Vettel. "Wir haben ohnehin schon genug Arbeit, dann hilft es nicht gerade, wenn ich das Auto noch wegschmeiße. Aber heute morgen waren alle gut drauf und haben mir das Gefühl gegeben, dass es klappt. Aber es war nicht ganz einfach ohne Training."

Red Bull war sich seiner Sache trotzdem recht sicher. Sebastian Vettel und Mark Webber gingen nur für einen einzigen Run im Q3 auf die Strecke und sparten sich somit einen frischen Satz weicher Reifen für das Rennen. Vor dem Qualifying herrschte bei Red Bull wieder mal Aufregung um KERS. Sebastian Vettel hatte im Training am Morgen Probleme mit dem Energie-Rückgewinnungssystem.

Mercedes GP stark

Nico Rosberg schwimmt ebenfalls weiter auf der Erfolgswelle und qualifizierte sich als Dritter. Es ist die beste Startposition von Mercedes GP in dieser Saison. Der Rückstand von nur 0,120 Sekunden auf Webber ist beachtlich. "Es ist schön zu sehen, wie wir uns von Rennen zu Rennen steigern. Für morgen haben wir uns auch noch einen Satz Reifen gespart", sagte Rosberg zufrieden.

McLaren und Ferrari spielten hinter Red Bull und Mercedes die dritte Geige. Rang vier ging an Lewis Hamilton, die fünfte Position nahm Fernando Alonso im Ferrari ein. Auch bei Ferrari war vor dem Qualifying Hektik angesagt. Die Roten tauschten bei Felipe Massa den Motor und unterzogen das Auto von Fernando Alonso einem intensiven Check. Massa schloss das Quali nur auf Platz zehn ab.

Schumacher mit bestem Quali-Ergebnis

Jenson Button wurde Sechster vor Vitaly Petrov im Renault. Michael Schumacher konnte die Zeiten von Rosberg nicht mitgehen, erzielte aber mit Rang acht sein bestes Qualifying-Ergebnis in dieser Saison. Der siebenmalige Weltmeister geht zum ersten Mal aus den Top Ten ins Rennen. Nick Heidfeld schaffte den Sprung unter die ersten Zehn ebenfalls und startet von Rang neun.

Rubens Barrichello verpasste die Top-Ten um nur vier Tausendstelsekunden. Der Brasilianer erreichte mit Platz elf aber immerhin seine beste Startposition der Saison. Adrian Sutil erzielte ebenfalls eine Verbesserung. Der Force India-Pilot gewann zum ersten Mal das Quali-Duell gegen Paul di Resta. Der Schotte wurde hinter Sutil 13.

Kobayashi ohne gezeitete Runde

Heikki Kovalainen beendete das Qualifying als 18. vor seinem Teamkollegen Jarno Trulli. Während Kovalainen auf weiche Reifen setzte, ging der Italiener zunächst mit harten und dann mit weichen Pneus raus. Bei Trulli versagte allerdings das DRS seinen Dienst.

Timo Glock musste mit Platz 22 Vorlieb nehmen. Nachdem am Freitag der Unterboden ankokelte, rüstete Virgin das Auto teilweise wieder zurück. "Ich habe einen kleinen Fehler im Mittelsektor gemacht", sagte Glock. "Mein Teamkollege war einfach schneller und hat keinen Fehler gemacht. Die Updates haben einfach nicht so funktioniert, wie geplant. Da muss sich das Team nun Gedanken machen. Ich kann mich nur ins Auto setzen und fahren."

Für Kamui Kobayashi war das Training bereits nach wenigen Sekunden beendet. Der Japaner musste seinen Sauber wegen Probleme mit der Benzinzufuhr vorzeitig in der Box abstellen und bildete das Schlusslicht. "Der Motor ist einfach ausgegangen", sagte Kobayashi. "Wir wissen noch nicht genau was es ist." Weil Jerome D'Ambrosio am Freitag eine Strafe kassierte und um fünf Plätze zurückversetzt wird, geht Kobayashi nur als Vorletzter ins Rennen.

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