GP Türkei

Erster Sieg für Massa

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Fernando Alonso hat in Istanbul seinen Punktevorsprung mit einem zweiten Rang vor Michael Schumacher wieder auf zwölf Punkte ausgebaut. Unbeindruckt vom WM-Kampf sicherte sich Schumachers Teamkollege Felipe Massa in seinem 66. Grand Prix seinen ersten Sieg.

Als sich Vitantonio Liuzzi in der 13. Runde drehte und eine Safetycar-Phase auslöste, nahm der GP Türkei seine entscheidende Wendung. Michael Schumacher musste hinter seinem Teamkollegen Felipe Massa auf seinen Boxenstopp warten. Ein Zehnsekunden-Polster auf Fernando Alonso war verloren.

Während Massa ohne Zwischenfälle einem sicheren Sieg entgegenfuhr, mühte sich Schumacher hinter Alonso ab. Ein Fahrfehler kostete knapp fünf Sekunden. Auch ein späterer zweiter Stopp brachte den WM-Verfolger nicht in Führung. Alonso verteidigte Rang zwei auf der Ziellinie um eine Zehntelsekunde und baute seine Führung wieder auf zwölf Punkte aus. Der Titelverteidiger muss in den verbleibenden vier Rennen nur direkt hinter Schumacher ins Ziel kommen, um sich erneut zum Weltmeister zu krönen.

"Wir haben Glück gehabt. Durch die Safetycar-Phase konnten wir überholen. Das Michael einmal rausgerutscht ist, war der entscheidende Moment", sagte Fernando Alonso. "Ich habe die Reifen ein bisschen zu sehr strapaziert und hatte viel Benzin an Bord. Es war einfach heute nicht mehr drin", sagte Schumacher.

"Das ist ein fantastischer Tag. Da ziehen all die Dinge an dir vorbei, die du hinter dir hast, und plötzlich bist du da, wo du immer hinwolltest. Ein Traum wurde Realität", sagte Felipe Massa. "Das Auto war super, jeder Reifensatz war hervorragend. Ich brauchte nicht einmal besonders aggressiv fahren."

Pech für Heidfeld und Rosberg

Bereits in der ersten Kurve knallte es in einem unterhaltsamen Rennen im Istanbul Park. Giancarlo Fisichella drehte sich, und fuhr Nick Heidfeld den Frontflügel ab. Weiter hinten verbremste sich Scott Speed und löste weitere Verwirrung aus. Sechs Fahrer mussten nach der ersten Runde bereits die Box ansteuern. Tiago Monteiro (MF1) und Takuma Sato (Super Aguri) mussten aufgeben. McLaren-Fahrer Kimi Räikkönen, der einen zerstörten Hinterreifen wechseln ließ, knallte mit defekter rechter Vorderradaufhängung eine Runde später in die Reifenstapel.

Heidfelds Rennen war ruiniert. Schon nach erfolgreicher Reparatur in der zweiten Runde hatte der BMW-Mann eine Runde Rückstand. Mehr als Platz 14 war trotz Startplatz fünf nicht drin. "Ich habe dann nur noch geguckt, dass ich nicht zuviel im Weg rumstehe", sagte Heidfeld.

An die fünfte Position im Rennen hatte das Chaos in der ersten Kurve Nico Rosberg vom 14. Plazu nach vorn gespült, doch mit einem Wasserleck im Kühlsystem rollte der Williams-Fahrer in der 25. Runde in die Boxengarage. "Es war echt schade, ich habe mich sehr wohl gefühlt. Wir haben vor dem Rennen ein paar elektronische Änderungen gemacht, und das hat echt geholfen", sagte Rosberg.

Punkte für Ralf Schumacher

Dafür gehörte der durch einen Motorwechsel auf Startplatz 15 verbannte Ralf Schumacher zu den Gewinnern. Er konnte seinen Toyota noch auf Platz sieben schieben und sammelte zwei WM-Punkte.

Einen erfolgreichen Tag verbuchte auch das Honda-Team. Jenson Button fuhr ohne Probleme auf Rang vier, der von Platz 13 gestartete Rubens Barrichello holte als Achter ebenfalls einen WM-Punkt.

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