GP Türkei

Ferrari dominiert das Training

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Ferrari hat in den ersten beiden Trainingseinheiten zum Großen Preis der Türkei den stärksten Eindruck hinterlassen. Nach der Bestzeit im ersten Durchgang durch Felipe Massa am Freitagvormittag (9.5.) fuhr Formel-1-Weltmeister Kimi Räikkönen im zweiten Abschnitt am Nachmittag die schnellste Runde.

Rivale McLaren-Mercedes nährte am Freitag die Hoffnung, der Scuderia wieder näher zu kommen. Dagegen hatte BMW-Sauber als Dritter im WM-Titelrennen zwei Tage vor dem fünften Saisonrennen am Sonntag in Istanbul Schwierigkeiten. „Mein Problem ist, dass ich meine Reifen nicht schnell genug auf Temperatur bekomme. Daran müssen wir arbeiten“, meinte BMW-Sauber-Pilot Nick Heidfeld.

Bei kühlen 14 Grad war der Gladbacher einen Tag vor seinem 31. Geburtstag dennoch bester Deutscher: er kam auf die Plätze sieben und zehn. Timo Glock belegte im Toyota die Ränge zehn und zwölf, Nico Rosberg wurde im Williams-Toyota zwei Mal 13., Sebastian Vettel im Toro Rosso 19. und 17. Adrian Sutil musste sich im Force India mit dem 14. und den 20. Rang zufriedengeben. Er darf aber hoffen, erstmals in dieser Saison in der Startaufstellung vor seinem Teamkollegen Giancarlo Fisichella zu stehen. Der Italiener wird auf dem sogenannten Grid drei Plätze strafversetzt, nachdem er im ersten Training trotz roter Ampel aus der Box gefahren war.

Kovalainen wieder ganz der alte

Die Bestzeit im ersten Abschnitt fuhr der Brasilianer Massa auf dem 5,338 Kilometer langen Kurs im Istanbul Speed Park in 1:27,323 Minuten. Zweiter wurde Silberpfeil-Pilot Heikki Kovalainen knapp zwei Wochen nach seinem schweren Unfall. „Das Wichtigste ist, dass Heikki sich ins Auto gesetzt hat und direkt voll dabei war. Er ist ganz der alte. Das ist das Allerschönste heute“, meinte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug. Sein finnischer Pilot hatte einen Tag zuvor Grünes Licht von den Rennärzten erhalten.

Am Nachmittag setzte Weltmeister Räikkönen, der nach Getriebeproblemen am Vormittag nur Letzter geworden war, im zweiten Durchgang in 1:27,543 Minuten die Bestzeit. Er lag aber nur 0,036 Sekunden vor Vizeweltmeister Lewis Hamilton im zweiten McLaren-Mercedes. „Ich würde die Freitagszeiten, was die absolute Bestzeit betrifft, nicht so ernst nehmen. Alles in allem ist die Basis ganz vernünftig, ohne sagen zu können, wir hätten Ferrari im Griff“, gab sich Haug vorsichtig optimistisch.

Ferrari droht zu enteilen

Vor dem Türkei-Rennen droht Ferrari aber der Konkurrenz zu enteilen. In der Fahrerwertung führt Räikkönen mit 29 Punkten vor Vizeweltmeister Hamilton (20) und dem Polen Robert Kubica (19) im BMW-Sauber. Hinter Massa (18), der in den vergangenen beiden Jahren die Rennen in der Türkei gewonnen hatte, rangiert Heidfeld (16) an fünfter Stelle. Auch im Konstrukteurs-Klassement liegt Ferrari (47) klar vor BMW-Sauber (35) und McLaren-Mercedes (34).

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