GP Türkei

Furioser Vettel

Foto: dpa

Formel 1-Neuling Sebastian Vettel fuhr im BMW im zweiten freien Training in Istanbul am Freitag (25.8.) die schnellste Runde. Ferrari präsentiert sich bestens aufgestellt, Renault hinkt bisher hinterher.

Der erste Grand Prix-Tag des Sebastian Vettel war alles andere als ereignislos. Der achtschnellsten Zeit im ersten Durchgang und 1.000 Dollar Strafe wegen Tempoüberschreitung in der Boxengasse folgten in der zweiten Session zwei Dreher. Doch das alles konnte den 19-Jährigen nicht verunsichern.

Vettel fuhr in 1:128,091 die absolut schnellste Runde des Tages, und wurde prompt erst einmal zur Dopingprobe abkommandiert. Der Heppenheimer war zwar mit geringer Spritladung und leichtem Auto unterwegs, "aber so eine Zeit muss man erst einmal fahren", sagte BMW-Technikchef Willi Rampf beeindruckt.

Massa bester Stammpilot

Bester Stammpilot war Ferrari-Mann Felipe Massa mit nur 73 Hundertstelsekunden Rückstand. Platz drei ging an Jenson Button im Honda in 1:28,506 Minuten. Eine starke Vorstellung bot Ralf Schumacher im Toyota, der auf Platz fünf kam. Bruder Michael Schumacher mit rund sieben Zehntelsekunden Rückstand als Sechster abgewunken.

Die Renault dagegen konnten sich nicht in Szene setzen. Fernando Alonso blieb bei seinen schnellen Runden kurz vor Trainingsende im Verkehr hängen. Der Spanier brach daraufhin seinen letzten Versuch ab. Er landete schließlich mit 1,6 Sekunden Rückstand auf Platz zwölf, Teamkollege Giancarlo Fisichella kam gar nur auf Rang 18.

15 Dreher in 30 Minuten

Noch weiter hinten fanden sich die restlichen Deutschen. Nico Rosberg musste sich im Williams mit Platz 23 bescheiden, Nick Heidfeld im BMW fuhr nur zehn Runden und kam auf Platz 27.

Der 5,3 Kilometer lange Kurs östlich von Istanbul erwies sich auch in der zweiten Trainingssitzung als extrem rutschig. Die meisten Fahrer klagten über körnende Reifen. Allein in der ersten halben Stunde waren 15 Dreher und Ausflüge neben die Piste zu verzeichnen. Unter den Gekreiselten fanden sich auch prominente Namen wie Michael Schumacher, Jenson Button und Nick Heidfeld.

Am Ende waren 23 unplanmäßige Pirouetten zu verzeichnen. Als einer der Geschicktesten und Glücklichsten stellte sich dabei Nueling Vettel an. "Schlimm ist so ein Dreher immer dann, wenn er einen Reifensatz ruiniert", sagt Willi Rampf. Bei Vettel blieben in beiden Fällen die Gummis heil.

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