GP Türkei, Qualifikation

Kimi hui, Schumi pfui

Foto: dpa

Kimi Räikkönen nimmt den Großen Preis der Türkei in Istanbul vom ersten Startplatz aus in Angriff, Konkurrent Fernando Alonso wurde Dritter. Michael Schumacher fabrizierte abermals einen Dreher und muss das Rennen aus der vorletzten Reihe angehen.

Kimi Räikkönen gab sich in der Aufholjagd um den Titel in der Türkei bisher keine Blöße. Ohne Mühe sicherte sich der Finne Startplatz eins. "Die Runde war nicht perfekt, aber ich wusste, dass ich noch ein bisschen Vorsrpung hatte", sagte Räikkönen. Die starke Form der McLaren-Mercedes bestätigte trotz schlechter Startzeit Juan Pablo Montoya, der als einer der ersten auf die Bahn musste und dennoch Vierter wurde.

Kaum Schwächen zeigten auch die Tabellenführer von Renault. Fernando Alonso bremste wegen Rückenwind auf der langen Geraden kurz vor dem Ziel einen Tick zu spät, es reichte dennoch für Platz drei. Teamkollege Giancarlo Fisichella war gewarnt, er steuerte seinen Renault souverän auf Platz zwei, elf Tausendstelsekunden vor Alonso.

So viele Fahrfehler gab es seit Einführung des Einzelzeitfahrens noch nie: Takuma Sato rutschte in Kurve acht in den Notausgang und verschenkte eine gute Platzierung im BAR-Honda. Damit nicht genug. der Japaner bummelte noch auf der Ideallinie herum, als Mark Webber im Williams-BMW heranflog. Der Australier musste die Ideallinie verlassen und verlor wertvolle Zehntel. "Was macht der Sato da, dieser Bastard?", fragte der erboste Webber, dem nur Platz sieben blieb.

Vom Missgeschick des Teamkollegen profitierte Nick Heidfeld. Der Deutsche, im Verlauf des Wochenendes immer langsamer als der Australier, setzte sich in der Qualifikation mit 15 Tausendstel-Sekunden vor ihn. Er startet von Rang sechs. "Das war meine bisher beste Runde", sagte Heidfeld. Sato dagegen kassierte anschließend eine Strafe der Rennleitung. Ihm wurde die Zeit gestrichen.

Schumi wenig weltmeisterlich

Zu den Favoriten gehörte nach den freien Trainings Jenson Button, doch auch der Engländer kam in Kurve acht ins Schlingern und rodelte durch die Wiese. Es blieb Rang 13. Seine gute Ausgangsposition als Drittletzter in der Startreihenfolge nutzte Ralf Schumacher nicht. Nach einem Fahrfehler blieb nur der neunte Platz. "Ich war einfach zu schnell", sagte Ralf.

Wenig weltmeisterlich präsentierte sich Michael Schumacher. Anstatt die zahlreichen Patzer der Konkkurenz zu nutzen, drehte sich der Ferrari-Mann und brach die Runde ohne Zeit ab. Er muss damit im Rennen von weit hinten starten. "Wir wussten, dass Kurve neun ein bisschen schwierig sein würde, und ich dachte, ich hätte das berücksichtigt. Es wird von hinten losgehen, und dann schauen wir mal", sagte Schumacher.

Für noch mehr Unterhaltung sorgten die Hinterbänkler. Robert Doornbos brach seine schnelle Runde im Minardi ab, in der Boxengasseneinfahrt fingen die blockierten Hinterradbremsen Feuer. Der Qualm in der Boxengasse hatte sich noch nicht verzogen, da rauchte es wieder in der berüchtigten Kurve acht, in der Jacques Villeneuve einen Dreher fabrizierte und sich seine Hinterreifen schon vor dem Rennen ruinierte. Ebenfalls ohne Zeit blieb Narain Karthikeyan, der durch zwei Motorwechsel im freien Training ohnehin von ganz hinten ins Rennen gehen muss.

GP Türkei, Ergebnis Qualifikation:

Fahrer Auto Zeit
1. Kimi Räikkönen McLaren-Mercedes: 1:26,797 min.
2. Giancarlo Fisichella Renault: 1:27,039 min.
3. Fernando Alonso Renault: 1:27,050 min.
4. Juan Pablo Montoya McLaren-Mercedes: 1:27,352 min.
5. Jarno Trulli Toyota: 1:27,501 min.
6. Nick Heidfeld Williams-BMW: 1:27,929 min.
7. Mark Webber Williams-BMW: 1:27,944 min
8. Felipe Massa Sauber-Petronas: 1:28,419 min.
9. Ralf Schumacher Toyota: 1:28.594 min.
10. Christian Klien Red Bull-Cosworth: 1:28,963 min.
11. Rubens Barrichello Ferrari: 1:29,369 min.
12. David Coulthard Red Bull-Cosworth: 1:29,764 min.
13. Jenson Button BAR-Honda: 1:30,063 min.
14. Takuma Sato BAR-Honda: 1:30,175 min.
15. Tiago Monteiro Jordan-Toyota: 1:30,710 min.
16. Christijan Albers Minardi-Cosworth: 1:32,186 min.
17. Robert Doornbos Minardi-Cosworth: -
18. Jacques Villeneuve Sauber-Petronas: -
19. Narain Karthikeyan Jordan-Toyota: -
20. Michael Schumacher Ferrari: -

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