GP Türkei

Teilerfolg für Vettel

Foto: Red Bull 44 Bilder

Nach dem vielversprechenden Saisonauftakt in Melbourne lief bei Toro Rosso nicht mehr viel. Als das Team in die Türkei reiste hatten Sebastian Vettel und Sebastien Bourdais gerade mal 157 der 474 möglichen Rennrunden zurückgelegt. Das entsprach einer Ausbeute von 33,1 Prozent.

Beim GP Türkei brachte das Schwesterteam von Red Bull immerhin ein Auto ins Ziel. Sebastian Vettel landete auf dem 17. und letzten Platz. Schuld waren vier Boxenstopps. Der erste wurde durch eine erneute Kollision mit Adrian Sutil in der Startrunde erzwungen. Der Force India-Pilot berührte den linken Hinterreifen des Toro Rosso mit dem Frontflügel. Vettel musste sich an den Boxen einen neuen Reifen abholen. Die Boxenstopps zwei und drei gingen auf das Konto von Problemen mit der Tankanlage.

Nur Luft getankt

Beim ersten Mal floss kein Benzin, weil das Sicherheitsventil am Tankschlauch sperrte. Vettel wurde weitergeschickt und kam eine Runde später wieder zur Tankstelle. "Das Problem allein hat uns 20 Sekunden gekostet", erklärte Teamchef Franz Tost. Ärgerlicher war der Ausfall von Bourdais. Der Franzose drehte sich ins Kiesbett, weil rechts hinten ein Aufhängungsteil brach.

Die Toro Rosso-Fahrer rufen nun händeringend nach dem neuen Auto, dessen geplantes Debüt auf Monte Carlo verschoben werden musste, weil für das Rennen in der Türkei nicht genügend Querlenker vorhanden waren. Fünf Satz hätte man gebraucht, drei gab es nur. Daran trug nicht nur der Testcrash von Sebastien Bourdais mit dem neuen Auto Schuld. Das A-Team Red Bull hat mehr Aufhängungsteile zu Schrott gefahren als erwartet. Zuletzt Mark Webber bei einem Crash im Freitagstraining von Istanbul.

Abschied vom STR2

Mitbesitzer Gerhard Berger schätzt den Nachteil des alten Autos auf eine halbe Sekunde pro Runde. In den schnellen Kurven verloren die alten Toro Rossos auf den neuen Red Bull bis zu zehn km/h. Das neue Auto generiert deutlich mehr Abtrieb und schont damit auch die Reifen besser. Franz Tost atmete nach dem Rennen in Istanbul auf: "Ich bin froh, dass die Ära das STR2 nun zu Ende ist."

Für Sebastian Vettel war der Ausflug an den Bosporus dennoch von einem kleinen Erfolg gekrönt. Er schaffte es in die zweite Runde der Qualifikation und ließ Bourdais hinter sich. Nachdem Vettel zwei Mal in Folge nicht das richtige Setup getroffen hatte, war er mit seinem Renningenieur Riccardo Adami in Klausur gegangen. Der Deutsche fuhr in der Woche nach dem GP Spanien ins Werk nach Faenza, um dort anhand von Datenstudium den Fehlern der vorangegangenen Rennen auf die Spur zu kommen.

Fazit: "Wir waren bei der Suche nach der optimalen Abstimmung zu radikal, haben zu große Schritte gemacht statt abzuwarten, bis die Strecke mehr Grip bietet, und dann haben wir nicht mehr aus dem Wald herausgefunden." Franz Tost sieht darin keinen Beinbruch: "Das sind die Erfahrungen, die ein junger Fahrer machen muss. Der Lernprozess dauert drei Jahre."

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