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Virgin MVR02 Test 2011
Virgin MVR-02
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Runderneuertes Auto für Glock

Virgin schöpft neue Hoffnung

Virgin hat seine B-Version nach Istanbul gebracht. Auf dem Papier soll sie einen Zeitensprung von 1,5 Sekunden garantieren. Timo Glock bleibt skeptisch. Gerade mit Auspuffmodifikationen haben auch andere Teams schon ihre Schwierigkeiten gehabt.

Die ersten drei Grand Prix des Jahres waren für Timo Glock zum Abgewöhnen. Der Hesse fuhr ein einsames Rennen weit hinter den Lotus und knapper vor den Hispania als ihm das lieb war. "Spaß hatte ich nur in den ersten paar Runden, wenn das Feld noch zusammen war und man den einen oder anderen überholen konnte", gibt Glock zu.

Nase wie Mercedes

Damit soll jetzt Schluss sein. Virgin packt seine B-Version aus. Der VR-02 ist kaum wiederzuerkennen. Die Nase reckt sich hoch in den Wind. "Ein bisschen wie Mercedes", vergleicht Glock. Warum Technikchef Nick Wirth die Saison doch mit einer tiefen Nase begann, hat ihn auch sein deutscher Fahrer gefragt. Die Antwort war wenig zufriedenstellend. Die Hochnase habe nach dem Simulationsmodell zunächst keinen Vorteil gezeigt. "Der Nick will halt manchmal Dinge aus Prinzip anders machen als die Konkurrenz."

Der Frontflügel sieht nur scheinbar wie sein Vorgänger aus. "Vor allem im Bereich der Endplatten wurde viel getan", sagt Glock. Auch im Heck ist alles neu. Auffälligstes Detail ist der im Boden versenkte Auspuff. Nick Wirth nahm Anleihen bei Red Bull. Ein neuer Auspuff bedeutet auch einen neuen Unterboden.

Im Simulator sind die Fahrer das runderneuerte Modell bereits gefahren. Die Zahlen sprechen von einem Fortschritt von 1,5 Sekunden. Da käme man bereits in die Nähe von Lotus. Timo Glock bleibt skeptisch: "Wir dürfen nicht erwarten, dass der neue Auspuff auf Anhieb funktioniert. Williams hat es in Shanghai probiert und das Ding wieder eingepackt."

Symonds arbeitet im Hintergrund

Ob ein erfolgreicher Einstand des umgebauten Virgin Nick Wirth den Kopf retten kann, ist fraglich. Der frühere Renault-Ingenieur Pat Symonds stellt seit geraumer Zeit eine Technikertruppe zusammen, die dann in einer separaten Fabrik Technikinput liefern wird. Die Symonds-Gruppe wird im Gegensatz zu Wirth auch auf einen Windkanal zurückgreifen.
Symonds selbst muss noch bis 2013 im Hintergrund bleiben. Er wurde nach dem Singapur-Skandal für fünf Jahre gesperrt.

So kam es bei den Testfahrten in Barcelona zu der kuriosen Konstellation, dass es nach dem offiziellen Briefing an der Rennstrecke noch ein zweites Brainstorming im Hotel gab. Dort ging Symonds mit den Ingenieuren und Fahrern noch einmal die Daten vom Testtag durch. Das Arbeitsverbot betrifft nur die Strecke. Aufgeflogen ist die Geschichte, weil der Konstrukteur eines Konkurrenzteams seinen früheren Kollegen mit der Virgin-Truppe im Hotel gesehen hat.

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