GP Ungarn 2. Freies Training

Räikkönen vor Schumi

Foto: dpa

Beim zweiten Freien Training zum GP von Ungarn am Freitag (13.8.) setzte sensationell Kimi Räikkönen im McLaren-Mercedes die Bestzeit. Selbst eine wütende Schlussattacke von Weltmeister Michael Schumacher änderte nichts mehr an diesem höchst überraschenden Ergebnis. Mit 0,125 Sekunden Rückstand landete der Titelverteidiger auf Platz zwei.

Auch Williams-BMW, erstmals in diesem Jahr mit konventionellem Frontflügel statt der Säbeltiger-Front unterwegs, hat den Anschluss an die Spitze offenbar wieder gefunden: Mit 0,301 Sekunden Rückstand auf Räikkönen folgte Juan Pablo Montoya auf Rang drei. Antonio Pizzonia, der Ersatzmann für den verletzten Ralf Schumacher bei Williams-BMW, rechtfertigte seine Berufung als Siebter. Dem Brasilianer fehlte knapp sieben Zehntelsekunden auf die Bestzeit.

BAR und Toyota mit guter Performance

Die Zeitentabelle zeigt erfreuliche Ausgeglichenheit im vorderen Fahrerfeld: Denn auch BAR-Honda - Tukuma Sato wurde Sechster, Jenson Button Achter - konnte das Marschtempo von McLaren und Ferrari beinahe mitgehen. Und auch Toyota zeigte Potential: Der um einen neuen Vertrag kämpfende Olivier Panis reihte sich als Fünfter ein, wohingegen Ricardo Zonta, der Ersatzmann für den gefeuerten Cristiano da Matta, über Platz 18 nicht hinauskam.

Der aus dem Vorjahr stammende Streckenrekord ist nur noch Legende: Räikkönen unterbot die Trainingsbestzeit von Fernando Alonso aus dem Vorjahr um acht Zehntelsekunden. Aber auch dieser Rekord wird wohl kaum lange halten: Denn die Strecke in Budapest wird im Verlauf des Rennwochenendes immer schneller. Folge des Gummiabriebs, der auf der Piste für ein höheres Grip-Niveau sorgt.

Eine enttäuschende Vorstellung zeigte bisher Renault. Dabei waren die Gelbblauen nach der prachtvollen Vorstellung in Hockenheim voller Optimismus nach Ungarn gereist. Schließlich hatte Fernando Alonso auf dem Hungaroring im letzten Jahr haushoch überlegen gesiegt. Beim Freien Training reichte es nur für die Plätze zehn (Fernando Alonso) und 17 (Jarno Trulli). Renault präsentierte nach Hockenheim vor drei Wochen schon wieder eine neue Motor-Evolutionsstufe. Der RS24D verfügt über einen weiterentwickelten Zylinderkopf.

Für Nick Heidfeld gibt es wieder ein Fünkchen Hoffnung: Dem Jordan-Fahrer fehlten lediglich 1,7 Sekunden auf die Bestzeit, so wenig wie schon lange nicht mehr. Mehr als Platz 14 war trotzdem nicht drin für den braven Rheydter.

GP Ungarn, Ergebnis 2. Training:

1. Kimi Räikkönen, McLaren-Mercedes: 1:20,884 Minuten
2. Michael Schumacher, Ferrari: 1:21,009 Minuten
3. Juan Pablo Montoya, Williams-BMW: 1;21,185 Minuten
4. David Coulthard, McLaren-Mercedes: 1;21,203 Minuten
5. Olivier Panis, Toyota: 1:21,352 Minuten
6. Takuma Sato, BAR-Honda: 1:21,364 Minuten
7. Antonio Pizzonia, Williams-BMW: 1:21,574 Minuten
8. Jenson Button, BAR-Honda: 1:21,685 Minuten
9. Rubens Barrichello, Ferrari: 1:21,712 Minuten
10. Fernando Alonso, Renault: 1:21,948 Minuten
11. Mark Webber, Jaguar: 1:21,999 Minuten
12. Anthony Davidson, BAR-Honda: 1:22,356 Minuten
13. Björn Wirdheim, Jaguar: 1:22,559 Minuten
14. Nick Heidfeld, Jordan-Ford: 1:22,651 Minuten
15. Timo Glock, Jordan-Ford: 1:22,697 Minuten
16. Giancarlo Fisichella, Sauber-Petronas: 1:22,743 Minuten
17. Jarno Trulli, Renault: 1:22,788 Minuten
18. Ricardo Zonta, Toyota: 1:22,808 Minuten
19. Giorgio Pantano, Jordan-Ford: 1:22,937 Minuten
20. Christian Klien, Jaguar: 1:23,003 Minuten
21. Ryan Briscoe, Toyota: 1:23,170 Minuten
22. Felipe Massa, Sauber-Petronas: 1:23,188 Minuten
23. Bas Leinders, Minardi-Ford: 1:25,339 Minuten
24. Zsolt Baumgartner, Minardi-Ford: 1:25,450 Minuten
25. Gianmaria Bruni, Minardi-Ford: 1:26"365 Minuten

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