GP Ungarn 2014 (Analyse)

Hätte Nico Rosberg gewinnen können?

Lewis Hamilton - Nico Rosberg - Mercedes - Formel 1 - GP Ungarn - 27. Juli 2014 Foto: Mercedes 44 Bilder

Hätte Nico Rosberg gewinnen können? Welche Strategie war die Beste? Wieso kam das Safety Car ungünstig für einige Piloten? In unserer Analyse klären wir die offenen Fragen des Rennens.

Wieso kam das Safety Car für einige ungünstig?

Nach dem Unfall von Marcus Ericsson im Caterham musste Bernd Mayländer mit dem Safety Car ausrücken. Die Strecke präsentierte sich als Trümmerfeld. Allerdings hatten die einen dabei mehr Glück, die anderen weniger. Das Safety Car rückt immer sofort aus, wenn das Kommando von Rennleiter Charlie Whiting kommt.

Dabei hatten die Top 4 zu diesem Zeitpunkt Pech. Nico Rosberg, Valtteri Bottas, Sebastian Vettel und Fernando Alonso waren gerade an der Boxeneinfahrt vorbei, als bekannt wurde, dass das Safety Car auf die Strecke geht. Das Quartett lief in der ersten Kurve auf den Mercedes SLS auf. Jenson Button war der Erste, der die Chance nutzen konnte und an die Box abbog. Er lag 5,1 Sekunden hinter diesem Pulk. Alle Piloten bis auf das Führungs-Quartett konnten so stoppen und danach wieder aufschließen ohne eine größeren Zeitverlust in Kauf nehmen zu müssen. Die Top 4 mussten erst eine Runde lang hinter dem Safety Car herzuckeln.

Hätte Nico Rosberg gewinnen können, wenn Lewis Hamilton Platz gemacht hätte?

Es war die Frage, die das ganze Fahrerlager beschäftigte. War es richtig von Lewis Hamilton an sein eigenes Rennen zu denken und nicht für Teamkollege Nico Rosberg zu lupfen oder hat Mercedes so den Sieg verloren? In Summe hat Nico Rosberg rund 4 Sekunden hinter Lewis Hamilton verloren. Ab Runde 46, in der er auf Hamilton auflief, fielen seine Rundenzeiten ab. Davor war er mit 1.27er Zeiten schneller als sein Teamkollege unterwegs. Zieht man diese 4 Sekunden vom Rückstand beim Zieleinlauf ab, hätte es für Platz 2 gereicht. Allerdings weiß man auch nicht, wie sich seine Pace entwickelt hätte, wenn er an Hamilton vorbei gewesen wäre. Das ist allerdings der Knackpunkt. Ohne Stallorder hätte er auch erst einmal an ihm vorbeikommen müssen.

Wieso verzockte sich McLaren mit der Strategie?

Als das Safety Car zum ersten Mal draußen war, kamen alle Fahrer bis auf Kevin Magnussen an die Box. Die Strategen entschieden, den Dänen länger auf den Intermediates draußen zu lassen, weil man auf mehr Regen hoffte. Jenson Button holte man zwar an die Box, schickte ihn aber wieder mit Intermediates raus – als Einzigen. Zunächst profitierte Button noch von dem Reifen, doch innerhalb von 7 Runden merkte man bei McLaren, dass die Wetterfrösche falsch lagen. Button kam erneut zum Stopp und holte sich Slicks ab.

"Als die Strecke abgetrocknet hat, dachten wir es fängt wieder an zu regnen", sagte Button. "Leider waren wir die einzigen, die das dachten." Magnussen sieht in der falschen Strategie-Entscheidung keinen so großen Nachteil. "Wir mussten dieses Risiko eingehen", meint er. "Ich glaube nicht, dass eine andere Strategie so viel geändert hätte. Aber wir müssen das diskutieren."

Welche Strategie war die Beste?

Das Rennen zum GP Ungarn brachte zwei verschiedene Taktiken hervor. Die einen kamen zwei Mal zum Service an die Box, die anderen drei Mal. Aber welche war die bessere? Für den Sieger Daniel Ricciardo zahlten sich drei Stopps aus. Er gehörte nicht zu den vier Pechvögeln, die hinter dem Safety Car aufgehalten wurden und hatte danach immer wieder freie Fahrt, um den Vorteil seiner Soft-Reifen zu nutzen. Der Australier ließ die Medium-Pneus außen vor.

Vor allem in der finalen Phase ging Ricciardos Geniestreich auf. Während Fernando Alonso und Lewis Hamilton mit Reifen aus Runde 38 bzw. 39 herumgurkten, konnte der Australier die frischen Gummis aus Runde 54 nutzen und mit tollen Überholmanövern einen nach dem anderen schnappen. Alonso schaffte es sogar mit den weichen Reifen 32 Runden durchzuhalten, während Hamilton 31 Runden auf den Medium-Reifen hatte.

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