GP Ungarn 2017 (Ergebnis Qualifying)

Doppel-Pole für Ferrari

Sebastian Vettel - Kimi Räikkönen - Ferrari - GP Ungarn 2017 - Budapest - Qualifying Foto: sutton-images.com 42 Bilder

Sebastian Vettel nimmt den GP Ungarn 2017 vom ersten Startplatz auf. Ferrari-Teamkollege Kimi Räikkönen komplettiert die erste Startreihe. Mercedes und Red Bull kommen dahinter.

Es war der Tag von Ferrari. Schon am Vormittag hatte sich angedeutet, dass die Italiener in Ungarn das schnellste Auto stellen. Im Qualifying gab es die Bestätigung. Sebastian Vettel schnappte sich die Pole-Position. Der WM-Führende steuerte sein rotes Auto in 1:16.276 Minuten um den Kurs. Für Vettel ist es die dritte Pole-Position in Budapest und die 48. in seiner Karriere.

„Die Balance im Auto war besser als gestern. Ich habe mich vom ersten Moment an wohlgefühlt. Die erste Runde in Q3 war schon richtig gut. Ich dachte aber, es steckt noch ein bisschen was drin. Im letzten Versuch habe ich alles riskiert. In den ersten zwei Sektoren war ich richtig schnell. Aber ich glaube, dass ich die Reifen zu sehr rangenommen habe. Deshalb habe ich im Schlussabschnitt bezahlt und konnte mich nicht mehr steigern. Zum Glück hat es trotzdem für die Pole gereicht. Das Auto war phänomenal“, freute sich der Heppenheimer.

Hamilton nur auf dem vierten Rang

Die Freude über den ersten Startplatz wird durch das bescheidene Abschneiden seines größten WM-Rivalen zusätzlich erhöht. Lewis Hamilton musste seinen ersten Versuch im dritten Qualifying-Durchgang nach einem Ausrutscher in Kurve vier abbrechen. Auch im zweiten Anlauf wollte ihm keine perfekte Runde glücken. Es reichte für Hamilton nur zum vierten Rang.

Vor Hamilton starten zwei Finnen. Kimi Räikkönen sicherte die erste Reihe für Ferrari ab. Der Weltmeister von 2007 büßte 0,168 Sekunden auf seinen Teamkollegen ein. Valtteri Bottas lag bis zur Zielkurve auf Kurs für den zweiten Rang. Doch in der letzten Kehre rutschte er etwas zu weit hinaus und wühlte mit der linken Fahrzeugseite im Gras. „Ich glaube, dass wir das Rennen immer noch gewinnen können. Es wird aber sehr schwer. Weil man hier kaum überholen kann. Der Start und die erste Kurve werden sehr wichtig“, weiß Bottas.

Red Bull muss sich mit den Positionen hinter Ferrari und Mercedes abfinden. Max Verstappen schlug Daniel Ricciardo um wenige Tausendstel. Dahinter folgt Nico Hülkenberg, den eine Getriebestrafe jedoch um fünf Plätze zurückwirft.„Wir wären mit dem Getriebe nicht mehr durch das Wochenende gekommen. Leider kann man hier nicht besonders gut überholen. Aber das Wichtigste ist, dass das Auto gut funktioniert. Mal sehen, was noch geht. Mit den Temperaturen wird das sicher ein hartes Rennen. Aber ich fühle mich wohl im Auto. Alles harmoniert. Das macht es etwas einfacher.“ Von Hülkenbergs Pech profitiert in erster Linie McLaren-Honda. Der Hungaroring liegt dem Auto aus Woking. Fernando Alonso und Stoffel Vandoorne könnten am Sonntag viele Punkte sammeln. Und dafür sorgen, dass McLaren den letzten Platz in der Team-WM verlässt. Carlos Sainz war der langsamste Pilot in Q3.

Force India schon in Q2 raus

Im Gegensatz zu Hülkenberg verpasste Jolyon Palmer den dritten Quali-Teil. Für den Engländer ist es die elfte Niederlage im elften Abschlusstraining in diesem Jahr. Auf den Garagennachbarn fehlten Palmer über sieben Zehntelsekunden. Für einen Platz innerhalb der Top 10 etwas mehr als eine Zehntel.

Force India gelang in keinem der Trainings der Sprung auf die erste Seite des Klassements. So blieb es auch am Samstagnachmittag. Es hapert vor allem im Mittelsektor, in dem acht der insgesamt 14 Kurven auf dem Hungaroring stecken. Kleiner Trost für Esteban Ocon: Der Franzose setzte sich gegen seinen mexikanischen Teamkollegen Sergio Perez durch. Zum zweiten Mal in dieser Saison. Am Sonntag erwartet den Vierten der Konstrukteurs-WM ein schweres Rennen. Überholen ist in Budapest nicht einfach. Die längste Gerade misst keine 800 Meter.

Im entscheidenden Durchgang durften zudem Daniil Kvyat (13.), der Lance Stroll in Q1 behinderte und deshalb um drei Plätze zurück muss, sowie Romain Grosjean (15.) nicht mehr mitmischen. HaasF1 fehlt es auf dem langsamen Kurs an Geschwindigkeit.

Di Resta mit Achtungserfolg

Schon im ersten Qualifying scheiterten beide Williams und beide Sauber. Dazu konnte sich Kevin Magnussen nach 18 Minuten Fahrzeit den Helm abnehmen und den Rennoverall abstreifen. Schon am Freitag war der Däne kaum zum Fahren gekommen. Im ersten Training musste er sein Cockpit an Antonio Giovinazzi abtreten. Zu allem Überfluss beschädigte der Italiener Magnussens Auto bei einem Unfall nachhaltig. Was die Trainingszeit am Nachmittag auf 20 Minuten komprimierte. Im Qualifying hatte der HaasF1-Pilot auch noch Pech. Er fuhr dieselbe Rundenzeit wie Perez. Allerdings zu einem späteren Zeitpunkt, weshalb ihm der Aufstieg in Q2 verwehrt blieb.

Nach dem krankheitsbedingten Ausfall von Felipe Massa ersetzt Paul di Resta den Brasilianer für den Rest des Wochenendes. In der Qualifikation feierte der Schotte im Williams einen Achtungserfolg. Er ließ immerhin Marcus Ericsson im Sauber hinter sich. Obwohl di Resta vor der Quali noch keinen Meter in einem 2017er Auto abgestrampelt hatte. Der Abstand zu Teamkollege Lance Stroll hielt sich mit sieben Zehntelsekunden ebenfalls in Grenzen.

„Ich war etwas nervös, bevor ich eingestiegen bin. Man weiß ja nie, was passiert, wenn man so lange nicht mehr gefahren ist. Und ich hatte ja auch keine Eingewöhnungszeit. Das war alles etwas surreal. Aber dann habe ich mich doch einigermaßen wohl gefühlt. Ich hätte nicht gedacht, dass ich so nah an die anderen rankommen kann. Das Rennen morgen wird aber sicher ziemlich hart“, äußerte sich der 31-Jährige. Pascal Wehrlein gewann als 18. zum siebten Mal in diesem Jahr das Sauber-interne Duell.

GP Ungarn 2017: Ergebnis Qualifying

Fahrer Team Q1 Q2 Q3
1. Sebastian Vettel Ferrari 1:17.244 1:16.802 1:16.276
2. Kimi Räikkönen Ferrari 1:17.364 1:17.207 1:16.444
3. Valtteri Bottas Mercedes 1:18.058 1:17.362 1:16.530
4. Lewis Hamilton Mercedes 1:17.492 1:16.693 1:16.693
5. Max Verstappen Red Bull 1:17.266 1:17.028 1:16.797
6. Daniel Ricciardo Red Bull 1:17.702 1:17.698 1:16.818
7. Nico Hülkenberg* Renault 1:18.137 1:17.655 1:17.468
8. Fernando Alonso McLaren 1:18.395 1:17.919 1:17.549
9. Stoffel Vandoorne McLaren 1:18.479 1:18.000 1:17.894
10. Carlos Sainz Jr. Toro Rosso 1:18.948 1:18.311 1:18.311
11. Jolyon Palmer Renault 1:18.699 1:18.415
12. Esteban Ocon Force India 1:18.843 1:18.495
13. Daniil Kvyat** Toro Rosso 1:18.702 1:18.538
14. Sergio Perez Force India 1:19.095 1:18.639
15. Romain Grosjean HaasF1 1:19.085 1:18.771
16. Kevin Magnussen Haas 1:19.095
17. Lance Stroll Williams 1:19.102
18. Pascal Wehrlein Sauber 1:19.839
19. Paul di Resta Williams 1:19.868
20. Marcus Ericsson Sauber 1:19.972
*+5 Plätze
**+3 Plätze
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