GP Ungarn

Button gewinnt das Regenrennen

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Beim chaotischen Großen Preis von Ungarn sind die WM-Spitzenreiter Fernando Alonso und Michael Schumacher am Sonntag (6.8.) nicht ins Ziel gekommen. Jenson Button feierte seinen ersten Sieg.

Dramatik pur um die beiden Titelrivalen Michael Schumacher und Fernando Alonso beim Großen Preis von Ungarn: Erst kostete eine lockere Radmutter den klar führenden spanischen WM-Spitzenreiter den scheinbar sicheren Sieg. Dann rollte der immer langsamer werdende Schumacher in der drittletzten Runde wegen einer gebrochenen Spurstange aus. Statt des greifbar nahen zweiten Platzes blieb der als Neunter gewertete Rekord-Weltmeister ohne Punkte.

Damit bleibt nach diesem ebenso spannenden wie verrückten Regen-Grand-Prix von Budapest im WM-Rennen alles beim Alten: Schumacher liegt weiterhin elf Zähler hinter Titelverteidiger Alonso.

Erster Grand-Prix-Sieg für Button

Der erste Grand-Prix-Sieg des britischen Honda-Pilot Jenson Button in seinem 113. Formel-1-Rennen ging angesichts der Dramatik eben so unter wie Nick Heidfelds Podiumsplatz. Der BMW-Pilot aus Mönchengladbach belegte hinter dem Spanier Pedro de la Rosa im McLaren-Mercedes den dritten Rang.

Schumacher sah mit seinen im Nassen konkurrenzlosen Bridgestone-Reifen auf dem 4,381 Kilometer langen Hungaroring lange wie der klare Verlierer aus. Nach zuletzt drei Siegen in Serie war der Ferrari-Star aus Kerpen gegen Alonso ohne Chance - bis dieser in der 52. von 70 Runden völlig frustriert seinen Renault in der Auslaufzone abstellen musste. Beim verpatzten letzten Boxenstopp hatte ein Mechaniker offensichtlich die Radmutter hinten rechts nicht richtig angezogen. Dann wurde auch der Deutsche ein Opfer eines technischen Defektes.

Die beiden Verkehrssünder Schumacher und Alonso waren die bestimmenden Figuren beim 13. Saisonlauf. Obwohl sie wegen ihrer jeweiligen Zwei-Sekunden-Strafen nach Regelverstößen im Training nur von den Plätzen elf bzw. 15 in dieses erste Regenrennen des Jahres gehen konnten, beherrschten sie das Geschehen nach Belieben.

Doch drei Runden vor Schluss des Rennens endeten Schumis Hoffnungen, doch noch einige Punkte auf Alonso gut zu machen, nach einer Kollision mit Nick Heidfeld und dem Ausfall durch eine gebrochene Spurstange an der Vorderachse. Im anschließenden Interview klang er sichtlich enttäuscht: "Wäre eine gute Möglichkeit gewesen hier etwas von dem Vorsprung (Alonsos) abzuknabbern. Podium war drin gewesen, aber es hat nicht sollen sein.“ Genau so frustriert wie sein Leidensgenosse Schumacher reagierte Pechvogel Alonso: "Das ist sehr ärgerlich. Es sah lange sehr gut aus. Ich brauche jetzt dringend eine Pause."

Button gewann nach 306,663 Kilometern in 1:52:20,941 Stunden mit 30,8 Sekunden Vorsprung vor de la Rosa. Ralf Schumacher reichte es im Toyota zum sechsten Rang.

Zahlreiche Dreher und Ausfälle auf dem nassen Hungaroring

Für Nico Rosberg war das Rennen bereits nach 21 Runden vorbei: Der Williams-Pilot aus Wiesbaden musste seinen Wagen wegen eines technischen Defektes abstellen und blieb damit zum achten Mal in Folge ohne WM-Punkte.

Jubilar Raikkönen musste seinen Traum vom zehnten Sieg im 100. Grand Prix in der 27. von 70 Runden begraben: Der von der Pole-Position aus gestartete Finne torpedierte mit seinem McLaren-Mercedes im strömenden Regen beim Überholversuch den Italiener Tonio Liuzzi. Beide schieden aus.

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