Eine große Chance für Red Bull

Ricciardo mit altem Motor in Ungarn

Red Bull - GP Ungarn - Budapest - Formel 1 - Donnerstag - 26.7.2018 Foto: ams 101 Bilder

Der Hungaroring sollte Red Bull liegen. Max Verstappen und Daniel Ricciardo wittern ihre Chance. „Wir sollten aus eigener Kraft um den Sieg fahren können“, glaubt Verstappen. Ricciardo hat seinen Vertrag noch immer nicht verlängert.

Drei Rennen hat Red Bull in diesem Jahr gewonnen. In China und Österreich brauchte es ein bisschen Rennglück und Ausfälle der Gegner. In Monte Carlo hatte Red Bull das schnellste Auto. Daniel Ricciardo gewann, obwohl in seinem RB14 mitten im Rennen die Elektromaschine MGU-K ausstieg und 163 PS fehlten.

Zuletzt meinten es die Rennstrecken nicht gut mit Red Bull. In England und Deutschland zählte der Motor weit mehr als ein gutes Chassis. Auf diesen Strecken wirkte der PS-Nachteil zu groß. Mit dem Hungaroring wartet am Wochenende eine Strecke, die dem Abonnementweltmeister von 2010 bis 2013 wieder besonders schmecken dürfte. Mercedes-Teammanager Ron Meadows meint: „Wenn einer Favorit ist, dann Red Bull.“

Ungarn als zweitbeste Chance im Restprogramm

Stimmt das, Herr Ricciardo? Sieht sich Red Bull als der Favorit in Ungarn. Der Australier lacht dreimal laut, bevor er sagt: „Ich bin mir nicht sicher. Ferrari, Mercedes und wir sollten hier sehr eng zusammen liegen.“ Dann lässt sich der siebenmalige GP-Sieger wieder zu einem typischen Ricciardo-Scherz hinreißen. „Ich fahre voraus und die anderen fünf werden innerhalb von einem Zehntel liegen.“

Red Bull - GP Ungarn - Budapest - Formel 1 - Donnerstag - 26.7.2018 Foto: ams
Neues Benzin könnte ein paar Extra-PS freimachen.

Ungarn sollte von den verbleibenden zehn Rennen die zweitbeste Chance für Red Bull auf einen weiteren Sieg sein. Nur in Singapur rechnet sich der Rennstall aus Milton Keynes noch bessere Möglichkeiten aus. „Egal, ob es heiß ist oder regnet: Wir sollten in Ungarn aus eigener Kraft um den Sieg fahren“, glaubt Max Verstappen. 4,381 Kilometer, 14 Kurven, nur eine lange Gerade mit etwa 900 Metern: Auf dem Hungaroring kann Red Bull die Chassis-Qualitäten des RB14 ausspielen und die Leistungsschwäche des Renault-V6 kaschieren.

Viel wird von der Qualifikation abhängen. In Ungarn gehört das Überholen bekanntlich zu den schwereren Übungen. Deshalb wird beim Setup mehr Richtung Qualifying gearbeitet als in den letzten Rennen. „Ein gutes Quali, ein guter Start: Das macht in Ungarn dein Rennen“, vereinfacht es Verstappen.

Neues Benzin für Red Bull?

Teamkollege Ricciardo wird nach dem Motorschaden von Hockenheim zurückrüsten und mit der ersten Motorenspezifikation fahren. Verstappens Auto hingegen wird mit dem B-Spec angefeuert, der in Kanada debütierte. Da fehlen Ricciardo etwa 12 PS. Die C-Spezifikation wird es voraussichtlich erst nach Spa-Francorchamps schaffen. „Der Motor sollte okay sein. Die Laufleistung hält sich im Rahmen“, sagt Ricciardo. Es heißt, Partner Exxon/Mobil plane, für das Wochenende neues Benzin bereitzustellen. Davon könnte aber wohl nur Verstappen mit der aktuellsten Motorausbaustufe profitieren. Mit neuem Benzin würde der Renault-V6 ein paar Extra-PS mobilisieren.

An das Vorjahr hat Red Bull keine guten Erinnerungen. Damals torpedierte Verstappen den Teamkollegen in der zweiten Kurve. Das soll sich 2018 in keinem Fall wiederholen. Red Bull will mit einem Sieg in die Sommerpause.

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