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GP Ungarn

Hamilton mit Tagesbestzeit

Foto: dpa 55 Bilder

McLaren-Pilot Lewis Hamilton hat seine Favoritenrolle in Buadpest mit einer Trainingsbestzeit am Freitag (1.8.) untermauert. In seiner schnellsten Runde lag der Silberpfeil-Pilot zwei Zehntel vor Nelson Piquet Jr.

01.08.2008 Tobias Grüner

Das Training in Budapest begann wie das Rennen in Hockenheim zuletzt endete: Hamilton ganz vorne, direkt vor Piquet. Allerdings muss man in Ungarn davon ausgehen, dass Renault den Brasilianer mit leichtem Auto auf die Strecke schickte. So konnte er das McLaren-Duo splitten und Hamiltons Teamkollegen Heikki Kovalainen auf Rang drei verdrängen.

Während die Silberpfeile in der zweiten Session die Pace machten, bestimmte am Vormittag noch Ferrari mit Felipe Massa und Kimi Räikkönen an der Spitze das Geschehen. An die Zeit des Tagesschnellsten kamen die Scuderia-Piloten allerdings nicht ran. Rund vier Zehntel blieben die Roten hinter McLaren zurück, wobei Massa einen etwas stärkeren Eindruck machte als sein finnischer Teamkollege.

Technikteufel ärgert Vettel

Mehr Licht als Schatten gab es von den deutschen Piloten zu berichten. Schnellster des Quintetts war Nick Heidfeld mit einem Rückstand von einer guten halben Sekunde auf die Spitze. Eine weitere halbe Sekunde dahinter reihten sich Timo Glock und Nico Rosberg ein, die am Samstag direkte Konkurrenten um einen Platz in der letzten Quali-Runde sein werden.

Adrian Sutil ließ sich in beiden Sessions am Freitag die 18. Zeit notieren. Force India testete dabei zum letzten Mal sein neues Schnellschaltgetriebe. Da das Freitagstraining wie ein Test angesehen wird, darf das Team zum Qualifying wieder die alte Schaltbox einbauen, ohne dafür bestraft zu werden. In Ungarn absolviert das Getriebe wie vorgeschrieben sein viertes Rennen, so dass in Valencia erstmals die neue Technik zum Einsatz kommen kann.

Schlecht lief es am Freitag für Sebastian Vettel: Der Heppenheimer musste jeweils kurz nach Beginn der beiden Trainingseinheiten seinen Toro Rosso mit technischem Defekt abstellen. Vor allem die Hydraulik seines Sportgeräts spielte dem Youngster ein ums andere Mal einen Streich. Auch ein Tausch des gesamten Systems am Mittag brachte nicht die erhoffte Linderung. So standen am Ende nur neun Trainingsrunden auf Vettels Konto.

Zwei Haie und ein Hase

Interessantes gab es von der Aerodynamik-Front zu berichten: Bei Ferrari wechselten die Mechaniker von der Motorabdeckung mit und ohne Heckflosse hin und her. Räikkönen und Massa testeten schon am Vormittag beide Varianten. Ob die verlängerte Airbox im Qualifying und im Rennen eingesetzt wird, wollen die Ingenieure erst am Abend nach Auswertung der Daten entscheiden.

Auch Toyota setzte als eines der letzten Teams auf die auffällige Konstruktion, die den Windfluss vor dem Heckflügel beruhigen soll. Bei McLaren verzichtet man dagegen noch auf die Haifischflosse. Dafür wurden die von Honda bekannten Hasen-Ohren getestet. Beide Silberpfeil-Piloten testeten die neue Front am Nachmittag, als die schnellsten Zeiten des Tages gefahren wurden. Wie McLaren-Geschäftsführer Martin Whitmarsh andeutete werden die Nasen-Flügel auch im Rennen eingesetzt werden.

Heißes Rennen erwartet

Am Wochenende soll es in Budapest noch einmal eine Stufe heißer werden als im freien Training am Freitag. Die Temperaturen sollen deutlich über die 30°C-Marke klettern. Mit den beiden sehr weichen Gummimischungen sind dann die Teams im Vorteil, die mit den Reifen am schonendsten umgehen. Vor allem Ferrari und Toyota dürfte von dieser Entwicklung profitieren.

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