GP Ungarn

Räikkönen auf Pole

Foto: dpa

In allerletzter Sekunde schlug Kimi Räikkönen zu. Mit einer bravourösen Runde sicherte sich der Finne im McLaren-Mercedes zum zweiten Mal in Folge die Trainingsbestzeit und verdrängte Felipe Massa sowie die beiden Honda-Fahrer Rubens Barrichello und Jenson Button auf die Plätze.

Der Brite wird allerdings morgen nicht aus der zweiten Reihe starten, da er wegen eines vorzeitigen Motorwechsels zehn Plätze in der Startaufstellung verliert.

Die Titelfavoriten finden sich morgen erst mal im Hinterfeld wieder: Michael Schumacher nimmt das Rennen als Elfter auf. Fernando Alonso geht von Startplatz 15 aus ins Rennen. Beide Weltmeister hatten sich in den Freien Trainings jeweils unüberlegte Rüpeleien erlaubt und waren dafür von den Kommissaren mit je zwei Strafsekunden belegt worden. Bernie Ecclestone rügte seine besten Pferde im Stall mit derben Worten: "Sie sind dumm, alle beide. Sie glauben, wohl, dass sie sich alles erlauben können.“

Zunächst war Schumacher durch seine Zeitstrafe auf den zwölften Platz eingestuft worden. Durch die Zurücksetzung des vorläufigen Vierten Jenson Button wegen Motorschadens rückte der Kerpener wieder einen Platz vor. Schumacher reagierte verärgert auf die Qualifikationsereignisse. "Dass man da eine gewisse Wut in sich trägt, ist selbstverständlich", sagte Schumacher. Zu seiner Verteidigung verwies er auf die TV-Bilder.

Räikkönen geht optimistisch ins Rennen

Anders als in Hockenheim, als Räikkönen wegen eines Versehens der Boxencrew mit sehr geringer Spritmenge unterwegs war, ist der McLaren-Mercedes diesmal offenbar mit ähnlicher Spritmenge unterwegs wie seine unmittelbaren Konkurrenten. Der Finne machte entsprechende Andeutungen.

"Wir haben gute Reifen, die nicht nachlassen und ein gutes Auto. Ich freue mich auf das Rennen.“ 2005 gewann Räikkönen in Ungarn vom vierten Startplatz aus. In diesem Jahr läuft das Team der Silberpfeile noch dem ersten Saisonsieg hinterher. Über die Strafe für Schumacher und Alonso meinte Räikkönen grinsend: "Es gibt halt gewisse Regeln und die müssen wir alle befolgen. Ich weiß aber gar nicht genau, was vorgefallen ist.“

Felipe Massa ärgerte sich: "Ich habe einen kleinen Fehler gemacht beim Aufwärmen der Reifen. Sie waren etwas zu kalt. Deswegen habe ich mich bei beiden Versuchen in der Startkurve ein bisschen verschätzt.“ Ohne diesen Fehler hätte der Brasilianer vermutlich die Bestzeit gefahren. "Halb so schlimm“, wiegelte er ab. "Ich hoffe auf ein ähnlich gutes Rennen wie in Hockenheim.“

Ralf Schumacher und Nick Heidfeld unter den besten Zehn

Toyota-Fahrer Ralf Schumacher schaffte zum vierten Mal in diesem Jahr Startplatz sechs. Besser war der Deutsche in diesem Jahr nur in Frankreich, wo er Rang fünf belegte. Im Trainingsduell gegen seinen Teamkollegen Jarno Trulli erhöhte er auf 8:5.

Keinen glücklichen Eindruck hinterließ Nick Heidfeld. Der BMW-Fahrer mußte sich im Teamduell dem Grand Prix-Neuling Robert Kubica geschlagen geben. Der Pole fuhr auf Rang neun. Heidfeld ist Zehnter und klagte über Massa: "Er hat mir meine schnelle Runde kaputt gemacht.“ BMW-Sportchef Mario Theissen war zufrieden: "Im Vergleich zu Hockenheim haben wir wieder Boden gut gemacht.“

Nico Rosberg musste beim 13.Grand Prix seiner Karriere seiner Unerfahrenheit Tribut zollen. Der Deutsche wurde von den sich schnell ändernden Streckenverhältnissen auf dem falschen Fuß erwischt "Auf einmal war soviel Grip da. Davon bin ich überrascht worden.“ Rosberg schied schon im ersten Drittel des Qualifyings aus. Er geht als 18. ins Rennen. Was mit dem Williams-Cosworth möglich ist, zeigte Mark Webber. Der Australier schaffte Startplatz fünf.

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