Esteban Ocon - Force India - GP USA 2017 - Austin xpb
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Force India repariert am Startplatz

Platz 6 für Ocon mit beschädigtem Auto

Force India war auch in Austin das viertbeste Team. Diesmal mit einem beschädigten Auto von Ocon und einem zu frühen Boxenstopp mit Perez. Ein neuer Punkterekord ist greifbar nah. Doch er würde Force India nur Geld kosten.

Der vierte Platz ist zementiert. 91 Punkte trennen Force India von Williams. Sportdirektor Otmar Szafnauer versuchte ernst zu bleiben: „Wenn Williams noch drei Doppelsiege landet, sind sie vorbei. Aber beim nächsten Rennen können wir den Sack endgültig zumachen.“ Im Raum steht noch ein neuer Punkterekord für das Team aus Silverstone. Bis jetzt steht er bei 173 Punkten aus dem Jahr 2016. Drei Rennen hat Force India noch Zeit, die 14 Zähler Differenz zu schließen.

Teamchef Bob Fernley weiß nicht, ob das erstrebenswert ist: „Vierter werden wir sowieso. Doch jeder Punkt, den wir jetzt noch holen, kostet uns bei der Einschreibung extra Geld. Wir stehen vor der paradoxen Situation, dass wir dafür bestraft werden, wenn wir besser sein wollen. Wir haben sogar kurz mal diskutiert, ob wir die letzten zwei Rennen nicht auslassen sollten. Das würde uns nur Geld sparen.“ Die Einschreibegebühr richtet sich nach dem Punktestand aus dem Vorjahr.

Force India war auch in Austin klar das viertbeste Team. Esteban Ocon und Sergio Perez stockten das Konto um weitere 12 Punkte auf. Und das, obwohl bei diesem Rennen nicht alles nach Maß lief. Ocon zeigte sich am Sonntag von seinen Krankheitssymptomen einigermaßen erholt, auch wenn er noch etwas blass um die Nase war. Dafür fuhr der Franzose ein exzellentes Rennen. 20 Runden lang hatte er Sainz im Rückspiegel. Ocon ließ dem Spanier keine Chance. Obwohl der neue Renault-Pilot im schnelleren Auto saß.

Nur einmal Erinnerung an Nichtangriffspakt

Und das kam so. Auf der Fahrt zum Startplatz stellte Force India fest, dass im Ocon-Auto nur drei der sechs Einspritzdüsen den Befehl zum Einspritzen bekamen. Die dafür zuständige Steuereinheit sitzt aber so versteckt im Seitenkasten, dass dafür der Boden abgeschraubt hätte werden müssen. Dafür war in der Startaufstellung keine Zeit mehr. Force India löste das Problem trotzdem. Auf die brachiale Art. Die Mechaniker schnitten auf halber Höhe der Seitenkästen den Unterboden auf, um an die Elektronikbox zu gelangen. Das Loch wurde notdürftig mit Klebeband geflickt.

Sergio Perez - Force India - GP USA 2017 - Rennen
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Kurz war es zwischen den Force India-Piloten wieder zum Zweikampf auf der Strecke gekommen. Der Kommandostand unterband jegliche Feindseligkeit mit einem einfachen Befehl

Bei Halbzeit des Rennens hatte sich das Band gelöst. Im Unterboden entstand eine Lücke, die im Heck zu signifikantem Abtriebsverlust führte. Der gute Top-Speed des Autos rettete Ocon vor den Angriffen von Sainz. Perez konnte sich nicht gegen den neuen Renault-Piloten wehren. Der Mexikaner wurde schon in der 12. Runde an die Box geholt, um auf den Boxenstopp von Brendon Hartley zu reagieren. Im letzten Drittel des Rennens verloren die Reifen ihren Grip. „Ich hatte alle Hände voll zu tun, um vor Massa und Kvyat zu bleiben“, berichtete Perez.

Kurz war es zwischen den Force India-Piloten wieder zum Zweikampf auf der Strecke gekommen. Der Kommandostand unterband jegliche Feindseligkeit mit einem einfachen Befehl: „Hold station. Ocon muss seine Reifen managen.“ Szafnauer atmete auf: „Wir mussten es diesmal nur ein Mal sagen. Danach bekam Checo Probleme mit seinen Reifen und fiel zurück.“

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Nach dem Start sah in Austin noch alles nach einem Ferrari-Sieg aus.

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