GPWC

Ferrari schert aus

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Ferrari macht Druck, um den anderen Herstellern eine Sonderzahlung in Höhe von 100 Millionen Dollar abzuringen, doch die stellen sich quer. Wieder einmal steht die Herstellervereinigung GPWC vor der Zerreißprobe.

Bei einer Sitzung der in der Formel 1 vertretenen Automobil-Herstellervereinigung GPWC vor dem Grand Prix in Hockenheim kam es zu Unstimmigkeiten. Ferrari hatte sein Mitmachen bei der Konkurrenz-Serie von einer Sonderzahlung über 100 Millionen Dollar abhängig gemacht. Jetzt fordert der Traditionsrennstall die Summe sofort ein. Die anderen GPWC-Mitglieder BMW, Mercedes, Renault und Ford können oder wollen das Geld nicht im Schnellverfahren bereitstellen.

Hintergrund für die Eile ist die angespannte finanzielle Situation der Ferrari/Maserati-Gruppe. Der Etat des Formel 1-Teams rekrutiert sich aus den Spnsoreinnahmen, dem Gewinnn aus dem Verkauf der Straßensportwagen, Merchandising-Erlösen und dem Geld aus Bernie Ecclestones TV-Kasse. 2002 konnten noch 70 Millionen Euro Profit in die Formel 1-Abteilung abgezweigt werden. Doch seit Maserati an Bord ist, macht die Gruppe Verlust. Im ersten Halbjahr 2004 waren es 59 Millionen Euro. Obwohl Marlboro, Vodafone, Shell und Bridgestone insgesamt 200 Millionen Dollar an Ferrari überweisen, wird das Geld knapp, weil eine Einkommensquelle wegbricht.

Hat Ecclestone schon heimlich gezahlt?

Um den Erfolog auch in Zukunft gegen Hersteller wie Mercedes, BMW, Toyota oder Honda abzusichern, muss Ferrari pro Saison mit mindestens 350 Millionen Dollar kalkulieren. Aus Angst, dass sich die potenziellen Gegner mit höheren Budgets den Erfolg kaufen, unterstützt Ferrari-Rennleiter Jean Todt auch die jüngsten Abrüstungspläne fes Motorsport-Weltverbandes FIA. Es wird gemunkelt, dass Todt nur deshalb gegnüber der GPWC einen harten Kurs fährt, weil Eccclestone Ferrari abspalten will und die Summe bereits bezahlt hat.

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