Grand Prix Spanien 2010 - Ergebnis Training 3

Vettel demonstriert Stärke - Schumi Fünfter

Sebastian Vettel Foto: Red Bull 23 Bilder

Im letzten Freien Training vor dem Qualifying von Barcelona hat Red Bull erneut die Muskeln spielen lassen. Sebastian Vettel sicherte sich vor Teamkollege Mark Webber die deutliche Bestzeit. Auch Michael Schumacher bestätigte seinen guten Eindruck vom Vortag.

Die Befürchtungen der Experten, dass Red Bull Kreise um die Konkurrenz fahren wird, scheinen sich zu bewahrheiten. Mit sieben Zehntel Vorsprung deklassierte Sebastian Vettel die komplette Konkurrenz im dritte Freien Training auf dem Circuit de Catalunya in Barcelona. Erster Verfolger des Deutschen war wie am Tag zuvor Teamkollege Mark Webber.

Bereits acht Zehntel hinter der Bestzeit bemüht sich McLaren-Mercedes um Anschluss. Lewis Hamilton und Jenson Button zeigten sich am Samstagvormittag deutlich besser sortiert als noch im zweiten Training am Freitag. Auf den Plätzen drei und vier scheinen die Chrom-Pfeile momentan Best of the Rest.

Schumacher wieder schneller als Rosberg

Aufpassen müssen die beiden englischen Weltmeister allerdings auf einen Piloten, mit dem einige schon nicht mehr gerechnet haben. Michael Schumacher fuhr mit dem komplett umgebauten Mercedes-Silberpeil auf Rang fünf. Zwar beträgt Schumis Rückstand auf Landsmann Vettel bereits mehr als eine Sekunde, auf den Rest der Konkurrenz scheint Mercedes allerdings aufgeholt zu haben.

Beim Blick auf das Zeitenklassement wird Schumacher auch wohlwollend zur Kenntnis genommen haben, dass er seinen Teamkollegen Nico Rosberg wie schon in den ersten beiden Trainingseinheiten gut im Griff hatte. Rosberg landete vier Zehntel hinter Schumacher nur auf Platz sieben.

Sutil mit Defekt, Kobayashi und Petrov mit Drehern

Zwischen die beiden Silberpfeile schob sich noch Felipe Massa im Ferrari. Der Brasilianer war erstmals an diesem Wochenende schneller als Lokalmatador Fernando Alonso, der sich auf Position acht einreihte. Die üblichen Verdächtigen auf den Positionen neun und zehn hießen Robert Kubica (Renault) und Adrian Sutil (Force India). Allerdings musste der Deutsche seinen Boliden fünf Minuten vor Trainingsende mit einem technischen Defekt abstellen.

Vitaly Petrov (Renault) und Kamui Kobayashi (Sauber) verpassten sogar noch deutlich mehr Trainingszeit. Nach 20 Minuten rutschten beide Piloten fast zeitgleich auf den Kerbs am Eingang von Kurve vier aus und ins Kiesbett. Der nächtliche Regen war noch nicht ganz getrocknet, was zum plötzlichen Ausbrechen der Hecks führte. Das Training wurde anschließend für fünf Minuten unterbrochen, um das Wasser aus den Randsteinen zu fegen.

Glock fährt weiter hinterher

Der Regen sorgte auch dafür, dass die Strecke noch sehr wenig Grip bot. Nico Hülkenberg kam mit den Bedingungen etwas besser zurecht als am Vortag. Der Williams-Pilot blieb auf Rang 14 allerdings immer noch weit von den Punkteplätzen entfernt. Auch der sechste Deutsche im Feld, Timo Glock, konnte nicht recht überzeugen. Trotz umgebautem Auto fehlten dem Virgin-Piloten (Platz 21) immer noch eine Sekunde auf Konkurrent Lotus.

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