Grand Prix von Deutschland 2015

F1 in Hockenheim statt am Nürburgring

Nico Rosberg - GP Deutschland 2014 Foto: xpb 35 Bilder

Nach den Querelen am Nürburgring wird der Grand Prix von Deutschland 2015 wohl auf dem Hockenheimring ausgetragen. Bernie Ecclestone erklärte, dass es in der Eifel niemanden zum Verhandeln gebe.

Update ++ Reaktion Hockenheim ++ Der Grand Prix von Deutschland wird seit 2008 jährlich abwechselnd auf dem Hockenheimring und auf dem Nürburgring ausgetragen. Dieses Jahr wird sich an diesem Rhythmus aber wohl etwas ändern. Nach den finanziellen Querelen um den Verkauf des Nürburgrings wird die Formel 1 2015 wohl im zweiten Jahr in Folge im Motodrom gastieren.

Ecclestone will Hockenheimring statt Nürburgring

Wie Hockenheimring-Geschäftsführer Georg Seiler gegenüber auto motor und sport zugab, haben erste Gespräche über eine mögliche Austragung des Rennens in der Saison 2015 schon kurz nach dem Grand Prix 2014 begonnen. "Etwas mitteilen können wir aber erst, wenn der Vertrag unterschrieben ist. Soweit sind wir aber noch nicht."

Bernie Ecclestone scheint sich dagegen schon sehr sicher zu sein, dass es zu einer Einigung kommt: "Wir werden in Hockenheim fahren. Wir sind gerade dabei etwas mit ihnen auszumachen", wird der F1-Boss von Bild zitiert.

Das Rennen am Nürburgring ist wegen der unklaren Finanzlage in weite Ferne gerückt. "Das Rennen kann nicht am Nürburgring sein, weil niemand dort ist", so Ecclestone. Eine konkrete Strecke wurde im Rennkalender für 2015 bewusst ausgespart. Klar ist nur der Termin. Am 19. Juli findet der 10 Grand Prix der Saison auf deutschem Boden statt.

Ecclestone will offenbar den bestehenden Vertrag mit Hockenheim anpassen. Der aktuelle Vetrag gilt nur für die Jahre 2016 und 2018. "Jetzt müssen wir nur die Jahre anpassen", so der F1-Boss. "Bisher wechselte sich der Vertrag mit dem Nürburgring ab, das werden wir jetzt ändern."

Ecclestone muss Hockenheim finanziell entgegenkommen

Einfach nur die Jahreszahlen austauschen - so einfach ist es nach Ansicht der Organisatoren aus Hockenheim nicht. Auch die finanziellen Modalitäten müssen angepasst werden, so Geschäftsführer Seiler. 2014 kamen nur 52.000 Zuschauer an die badische Traditionsstrecke. Der Hockenheimring musste dabei ein Minus in der Bilanz verbuchen. Jedes Jahr kann man sich das nur aus Prestigegründen nicht leisten.

"Wir wollen natürlich positive Zahlen schreiben", erklärte Seiler "Im Ausnahmefall kann man vielleicht auch mal eine schwarze Null akzeptieren." Nach dem Zuschauerrückgang von 2014 muss Ecclestone dem Hockenheimring somit entgegenkommen. Auf finanzielle Unterstützung der rot-grünen Landesregierung oder von privaten Sponsoren, wie zum Beispiel Mercedes-Benz, können die Veranstalter weiterhin nicht hoffen.

Trotzdem wird nun fieberhaft versucht, eine Lösung zu finden. Generell sei man bereit, wie früher auch, das Rennen jährlich auszutragen. Organisatorisch würde das der erfahrenen Mannschaft am Hockenheimring keine Probleme bereiten. "Allerdings ist jetzt eine zeitnahe Entscheidung wünschenswert und notwendig", so Seiler. Partner und Sponsoren müssen mit genügend Vorlauf informiert werden. Das wichtige Weihnachtsgeschäft mit dem Kartenvorverkauf hat man allerdings schon verpasst.

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