Guenther Steiner - Romain Grosjean - Haas - GP Sakhir 2020 - Bahrain xpb
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Romain Grosjean - Haas - GP Bahrain 2020 - Sakhir - Rennen
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Grosjean fliegt in Schweiz: Kein Start in Abu Dhabi

Grosjean fliegt in die Schweiz Kein Start in Abu Dhabi

Die Formel 1-Karriere von Romain Grosjean ging mit seinem Unfall von Bahrain zu Ende. Der 34-jährige Franzose fliegt zurück in die Schweiz, um seine verbrannten Hände behandeln zu lassen. Damit wird Pietro Fittipaldi den Haas auch im Saisonfinale in Abu Dhabi fahren.

Eigentlich wollte sich Romain Grosjean bis Montag nach dem zweiten Bahrain-Rennen Zeit lassen. Dann wollte der 34-jährige Franzose entscheiden, ob er das Saisonfinale in Abu Dhabi noch fahren kann oder nicht. Jetzt hat ihm der zögerliche Heilungsprozess seiner verbrannten Hände die Entscheidung abgenommen. Während die rechte Hand gute Fortschritte machte, gingen die Schwellungen an der linken langsamer zurück, was die Bewegungsfreiheit von Daumen und Zeigefinger beeinträchtigte. Grosjean sah ein: 55 Runden in Abu Dhabi hätten die Heilung der Hand gefährdet.

Deshalb teilte er seinem Team am Freitag mit, dass er noch am Wochenende zurück in die Schweiz fliegen wird, um dort die Verbrennungen optimal behandeln zu lassen. "Mit großer Traurigkeit musste ich feststellen, dass ich nicht das letzte Rennen in Abu Dhabi fahren kann. Wir haben alles versucht, die Verletzungen an der Hand rechtzeitig auszuheilen, aber das Risiko eines Renneinsatzes ist einfach zu groß. Die Absage war eine der schwierigsten, aber auch klügsten Entscheidungen meines Lebens. Ich werde das Team vermissen und in Gedanken für immer bei ihm sein."

Pietro Fittipaldi - Haas - Formel 1 - GP Sakhir - Bahrain - Samstag - 5.12.2020
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Pietro Fittipaldi wird den Haas in Sakhir und in Abu Dhabi fahren.

Fittipaldi fährt in Abu Dhabi

Teamchef Guenther Steiner dankte seinem treuesten Angestellten, der 2016 den Mut hatte, für den neuen US-Rennstall zu unterschreiben. "Wir fühlen mit Romain mit. Er kann das Rennen nicht fahren, das sein letztes werden sollte. Aber wir sind uns alle einig, dass es für seine Gesundheit das Beste ist, wenn er sich auf die Heilung seiner Verletzungen konzentriert, die er bei seinem Unfall letzte Woche in Bahrain erlitten hat. Romain hat eine unglaubliche Tapferkeit und Kampfgeist bewiesen. Wir alle wissen, wie gerne er in Abu Dhabi gefahren wäre, und wir hätten ihn gerne bei uns gehabt."

Grosjean wollte seine Formel 1-Karriere, die 179 Rennen dauerte, bei der er seit 2009 insgesamt 391 Punkte und zehn Podiumsplätze sammelte, nicht mit einem Unfall beenden. So bleibt ihm nur noch die Hoffnung, dass ihm ein Team Anfang nächsten Jahres ein Formel 1-Auto für ein paar Testrunden anbietet, um in Frieden mit sich selbst dieses Kapitel seines Lebens abzuschließen. Mercedes-Teamchef Toto Wolff versprach: "Wenn er anderswo kein Auto findet, wir geben ihm eines."

Grosjean wird auch beim Saisonfinale von Pietro Fittipaldi vertreten. Damit wird der 24-jährige Brasilianer für eine ordentliche Leistung zum Einstand belohnt. Fittipaldi stellte sich in der ersten Qualifikation seiner Formel 1-Karriere voll in den Dienst des Teams und spendete Teamkollege Kevin Magnussen Windschatten. Unter diesen Vorzeichen waren sieben Zehntel Rückstand auf den Dänen verschmerzbar. Steiner erinnert noch einmal an seinen scheidenden Piloten: "Wir werden Romain nie vergessen, was er für unser Team getan hat. Er hat unserem jungen Rennstall mit seinem Einsatz und seiner Entschlossenheit auf die Beine geholfen. Diese Eigenschaften werden ihm auch helfen, sich voll von den Verletzungen zu erholen."

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