Großer Umbau bei Toyota

Kaum ist der TF104 sein erstes Rennen gelaufen, schon beginnt sein Abgesang. Nach dem ernüchternden Wochenende in Melbourne werden in Köln-Marsdorf die Ärmel hoch und der neue Renner komplett umgekrempelt.

Gleich zwei Mal mussten sich Olivier Panis und Cristiano da Matta in Melbourne in ihren rotweißen Rennern von Sieger Michael Schumacher überrunden lassen. Am Ende bleiben die Plätze 12 und 13 sowie die Erkenntnis, dass man über den Winter gründlich verwachst hat.

Nun werden in Köln die Ärmel hochgekrempelt. Bis zum Großen Preis von San Marino im April soll laut Technik-Chef Mike Gascoyne ein nahezu neues Auto auf die Konkurrenz losgelassen werden. "Wir haben uns nicht genug um die Absenkung des Schwerpunktes gekümmert", klagt der im Winter von Renault zugereiste Gascoyne.

Mike Gascoyne: "Arbeiten mit Vollgas"

Neben der Gewichtsverteilung krankt der TF104 auch an aerodynamischen Mängeln. Schon in Malaysia soll ein neuer Frontflügel und neue Leitbleche zum Einsatz kommen. Eine weitere Schwierigkeit: Die Michelin-Reifen kommen nicht auf Temperatur. "Hauptprobleme sind das Chassis und Teile der Aerodynamik. Aber wir haben die Möglichkeiten, die Schwierigkeiten zu beheben und arbeiten mit Vollgas daran."

In der Diskussion stehen bei Toyota auch die Fahrer, und laut des britischen Magazins "Autosport" soll Chefdesigner Gustav Brunner ein Projekt-Manager an die Seite gestellt werden, um den Österreicher zu entlasten. Brunner soll sich ganz auf das Modell für 2005 kümmern können.

Der einzige Lichtblick ist zur Zeit der Motor. Der Toyota-Zehnzylinder dreht auch im Training bis knapp 19000/min und muss sich nicht hinter Ferrari und BMW verstecken. Veide Motoren hielten das GP-Wochenende in Australien ohne Kilometer-Beschränkung im Training klaglos durch.

Motorrad-Ass Vaelntino Rossi auf vier Rädern

In den kommenden Wochen soll Toyota einen neuen Testfahrer bekommen. Der fünfmalige Motorrad-Weltmeister Valentino Rossi soll eine Chance bekommen, sich im Formel 1 zu versuchen. Rossi ist seit Jahresanfang bei Yamaha angestellt. Der japanische Motorrad-Hersteller gehört zur Toyota-Gruppe.

Der 24-jährige Rossi ist zwar Italiener und war beim Australien-GP Gast bei Ferrari, aber der Überfahrer in der Motorrad-Szene gestand bereits, dass er eigentlich kein Freund der Roten ist: "In Italien fahren nur Wichtigtuer einen Ferrari."

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