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Gutierrez muss 10 Plätze zurück

Sauber sauer über harte Strafe

Esteban Gutierrez konnte sich nicht lange über seinen 10. Platz im Qualifying freuen. Die FIA-Kommissare stuften den Mexikaner am Start gleich um 10 Plätze zurück, weil er Pastor Maldonado behindert hatte. Im Sauber-Lager hält man das Urteil für unverhältnismäßig.

Im Kampf um Platz 6 gegen Force India hätte Sauber in Austin einen Big Point landen können. Beide Autos des Schweizer Rennstalls landeten locker in den Top Ten. Nico Hülkenberg fährt sogar von Position 4 los. Und die beiden Hauptkonkurrenten Paul di Resta und Adrian Sutil müssen sich anstrengen, um überhaupt Zählbares mitzunehmen.

Doch knapp 2 Stunden nach Ende des Qualifyings kam aus dem Büro der FIA-Kommissare die Ernüchterung. Esteban Gutierrez muss 10 Plätze weiter hinten starten - von Rang 10 ging es aussichtslos zurück auf Startplatz 20. Die beiden Force India-Piloten rücken damit beide eine Position nach vorne. Damit sind die Chancen im Duell um Rang 6 und damit 6 Millionen Dollar Prämiengelder deutlich geschrumpft.

Missverständnis zwischen Maldonado und Gutierrez

Doch was war passiert? Gutierrez hatte schon in der ersten Runde des Qualifyings den Williams von Pastor Maldonado in den Schlusskurven blockiert. Sauber-Teammanager Beat Zehnder erklärt, was genau passiert war: "Man sieht im Fernsehen, wie Esteban seine Reifen aufwärmt und Maldonado von hinten kommt. Wir hatten ihn vorgewarnt. Als Esteban die Ideallinie freimachen wollte, ging Maldonado auch neben die Spur. Ein klassisches Missverständnis."

Als der Williams behindert wurde, war er allerdings noch nicht auf einer schnellen Runde unterwegs. Die ganze Aktion sei auch nicht gefährlich gewesen, so Zehnder. Das sahen die FIA-Sheriffs jedoch ganz anders. In der Urteilsbegründung heißt es: "Das Auto mit der Startnummer 12 (Gutierrez) hat das Auto mit der Nummer 16 (Maldonado) zwischen den Kurven 19 und 20 unnötig behindert und dabei Manöver durchgeführt, die nach Ansicht der Stewards gefährlich waren."
 
Für eine gewöhnliche Behinderung gibt es normalerweise nur eine Verwarnung oder in einem schweren Fall höchstens mal 3 Plätze Strafe. Dass Gutierrez für das Missverständnis gleich 10 Plätze nach hinten musste, stehe in keinem Verhältnis, so der Vorwurf von den Sauber-Verantwortlichenan die FIA-Kommissare.

Strafe im Vergleich unverhältnismäßig

Schaut man sich die Bestrafungen gegen Sauber-Konkurrenten aus der Vergangenheit an, dann kann man den Ärger des Teams nachvollziehen. Denken wir nur an den absichtlichen Rammstoß von Maldonado gegen Perez in Monaco (2012). Für das wirklich gefährliche Manöver gab es damals auch "nur" 10 Plätze Strafe. Oder als Giedo van der Garde in Montreal Nico Hülkenberg im Rennen anrempelte, gab es sogar nur eine Rückversetzung von 5 Plätzen für das nächste Rennen.

Wenn sich Sauber bei der FIA beschweren will, sollte zumindest die Sprache kein Problem sein. Einer der Kommissare, der Gutierrez in Austin die Suppe versalzen hat, ist Paul Gutjahr – ebenfalls ein Schweizer.

Strafe auch für Chilton

Auch für Max Chilton gab es übrigens eine Strafe wegen Behinderung. Der Brite hatte gleich zwei Konkurrenten behindert – Adrian Sutil und Pastor Maldonado. Da der Marussia-Pilot sowieso schon auf Rang 22 weit hinten losfahren muss, setzte es eine Durchfahrtsstrafe, die Chilton in den ersten 5 Runden des Rennens absolvieren muss.

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