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Gutierrez schneller als Hülkenberg

Zwei Mal DRS-Knopf gedrückt

Bei Sauber geht es weiter aufwärts. Auch auf der Angststrecke Singapur. Wieder landete ein Sauber im Training in den Top Ten. Zum ersten Mal war Esteban Gutierrez schneller als Nico Hülkenberg. Der zweite Sauber hätte auch den Sprung ins Q3 geschafft, hätte der Fahrer nicht DRS deaktiviert.

Esteban Gutierrez strahlte. Zum ersten Mal schaffte es der Mexikaner in die Top Ten der Qualifikation. Und zum ersten Mal gewann er das Trainingsduell gegen Nico Hülkenberg. Gutierrez sparte sich im Q3 einen Satz Reifen, brach seine Runde ab und hat nun freie Wahl, ob er das Rennen mit harten oder weichen Reifen beginnt.

Die Freude bei dem 22-jährigen Mexikaner war entsprechend groß: "Mich als Zehnter zu qualifizieren, ist für mich ein besonderes Gefühl - eines, das mir gefehlt hat. Ich habe jeden Moment genossen. Das Resultat war wichtig, weil ich heute beweisen konnte, dass ich liefern kann. Wir haben entschieden, aggressiver an die Sache heranzugehen."

Hülkenberg fehlten 0,058 Sekunden

Nico Hülkenberg verpasste den Sprung in die Finalrunde der Qualifikation um 0,058 Sekunden gegen Jenson Button. Ein Wimpernschlag. Und Hülkenberg wusste genau, wo er die Zeit verloren hatte. Sein Heckflügel öffnete sich auf der Geraden zwischen den Kurven 5 und 7 erst auf halber Strecke. Das kostete eineinhalb Zehntel.

Hülkenberg musste sich an die eigene Nase fassen. "Ich habe den DRS-Knopf zwei Mal gedrückt und das System mit dem zweiten Drücken deaktiviert. Blöderweise habe ich am Lenkrad gerade etwas verstellt, auf das Display geschaut, ob ich meinen KERS-Vorrat auf 50 Prozent runterfahre und zu spät gemerkt, dass die DRS-Lampe aus war."

Fortschritt auf der Angststrecke

Für Sauber war Singapur immer die Angststrecke. Chefingenieur Tom McCullough bestätigt: "In der Vergangenheit haben wir uns auf dieser Strecke mit ihren vielen langsamen Kurven immer sehr schwer getan - auch im vergangenen Jahr. Doch wir haben an den Schwächen gearbeitet und diese ausgemerzt. Das schlägt sich nun in den Startplätzen zehn und elf nieder."

Der Engländer geht ins Detail: "Bislang haben uns haben die 90 Grad-Kurven nicht so geschmeckt. Je stärker der Lenkeinschlag, umso mehr Abtrieb ging verloren. Das haben wir jetzt im Griff."
 
Auch Hülkenberg sieht einen generellen Aufwärtstrend. "Ich spüre deutlich mehr Grip. Der Fortschritt liegt am modifizierten Heck, den neuen Reifen, der Abstimmung, die wir seit dem Nürburgring fahren und dem besseren Verständnis." Der Rheinländer resümiert: "Wir fahren jetzt mit McLaren und Toro Rosso auf Augenhöhe. Force India und Williams liegen hinter uns."

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Nico Hülkenberg war der Mann des GP-Wochenendes von Monza.

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