Romain Grosjean - GP Australien 2017 xpb
HaasF1 VF-17 - Formel 1 2017 - Rennwagen
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HaasF1 - Kevin Magnussen - Testfahrten Barcelona - 27.2.2017
HaasF1 - Romain Grosjean - Testfahrten Barcelona - 27.2.2017 37 Bilder

Haas startet mit Doppel-Ausfall

Keine Punkte trotz gutem Auto

Romain Grosjean hatte in Melbourne Punkte vor Augen. Doch am Ende streikte die Technik. Auch das Schwesterauto von Kevin Magnussen kam nicht ins Ziel. Teamchef Guenther Steiner konnte dem Doppelausfall trotzdem etwas Positives abgewinnen.

In Sachen Speed scheint HaasF1 einer der Gewinner der Winterpause zu sein. Romain Grosjean stellte seinen VF-17 in Melbourne auf den sechsten Startplatz. Das sah nach einer Wiederholung des Vorjahreserfolgs aus, als der Franzose sensationell beim Haas-Debüt auf Rang 6 landete. Doch dieses Mal fiel die Feier nach dem Rennen aus.

Nachdem Grosjean am Start schon eine Position an Felipe Massa abgeben musste, streikte in Runde 13 die Technik. „Wir haben in den Daten erkannt, dass der Wasserdruck abgefallen ist. Und dann hat man auch schon den Dampf gesehen“, berichtet Teamchef Guenther Steiner über den bitteren Moment. Der genaue Ausfallgrund war nach dem Rennen aber noch unklar. „Wir hatten bei den Testfahrten schon ein paar Lecks im Kühler. Aber das war hier offenbar nicht der Fall.“

Plattfuß stoppt Magnussen

Auch das Schwesterauto von Kevin Magnussen schaffte es nicht über die Distanz. Der Däne rollte in Runde 46 aus. Das Rennen des Neuzugangs war aber eigentlich schon vorher gelaufen. „Der Crash in Kurve 3 mit Ericsson hat seinem Rennen sicher nicht geholfen. Er hat Zeit und einen Flügel bei der Kollision verloren. Nach dem Boxenstopp hatte er auchnoch mit überhitzenden Bremsen zu kämpfen“, erklärt Steiner.

Nach 46 Runden war dann auch für den zweiten Haas-Renner Schluss. „Der Grund für den Ausfall war ein Reifenschaden. Es sieht wohl nach einer Verletzung des Gummis von außen aus. Es ging alles so schnell, dass Kevin zunächst dachte, es handelt sich um ein Aufhängungsschaden. Wir konnten es in den Daten nicht erkennen. Deshalb haben wir ihm gesagt, er soll das Auto abstellen. Am Ende war es nicht so tragisch. Er fuhr ja sowieso auf dem letzten Platz herum.“

Wie viele Chancen bekommt Haas noch?

Obwohl Haas als einziges Team mit einem Doppelausfall in die Saison gestartet ist, hob der Teamchef auch die positiven Seiten des Melbourne-Wochenendes hervor: „Wir wissen, dass wir ein gutes Auto haben. Jeder konnte sehen, dass wir die Toro Rosso locker hinter uns halten konnten. Der Speed stimmt also.“ Im Vergleich zum letzten Jahr, als man noch mit etwas Glück in die fuhr, habe sich die Situation deutlich verbessert.

Trotzdem war der Nuller natürlich nur schwer zu verdauen: „Man weiß ja nie, wie viele solcher Möglichkeiten man in einer Saison bekommt“, grübelte Steiner. „Im Mittelfeld geht es ganz eng zur Sache. Wir haben hier also eine echte Chance vertan. Es war fast schon zu einfach, hier Punkte mitzunehmen. Aus dieser Perspektive ist es natürlich enttäuschend. Auf der anderen Seite muss man sagen, dass es hätte schlechter laufen können. Es ist viel einfacher, sich bei der Zuverlässigkeit zu verbessern als beim Speed.“

Steiner ist zuversichtlich, dass man die gute Form auch auf anderen Strecken wiederholen kann. Sowohl in Barcelona als auch in Melbourne habe die Leistung bei unterschiedlichen Bedingungen gestimmt. Im letzten Jahr hatte das neue Formel 1-Team noch mit großen Schwankungen zu kämpfen. „Wir müssen konstanter werden als im letzten Jahr und das Auto immer ins richtige Arbeitsfenster bringen. In Sachen Setup kann man immer mal daneben liegen. Vor allem jetzt mit den neuen Autos.“

Shanghai-Tiefpunkt nicht wiederholen

Schon kleine Fehler können große Auswirkungen haben, gibt der Südtiroler zu bedenken. „Im Mittelfeld wird so hart gekämpft. Wenn diese Teams an der Spitze liegen würden, dann wäre das eine tolle Meisterschaft. So gibt es aktuell nur 2 Teams, die um Siege fahren. Dann kommt nach einer kleinen Lücke Red Bull. Und dann mit etwas größerem Abstand die große Gruppe in der wir uns auch befinden. Wir können im Qualifying auf Platz 8 oder Platz 17 landen.“

Die erste Chance, die Melbourne-Leistung zu bestätigen, kommt in Shanghai. Mit den Plätzen 14 und 18 erlebte Haas 2016 in China eine große Pleite. Dieses Mal soll das verbesserte Auto Punkte sammeln. „Wir sind einigermaßen zuversichtlich, dass es dieses Jahr anders läuft. Das war 2016 einer der Tiefpunkte. Ich hoffe natürlich nicht, dass wir das wiederholen. Ich kann Shanghai kaum erwarten. Alleine um das erste Rennen zu vergessen.“

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