Gene Haas & Guenther Steiner - F1 2019 Motorsport Images
Haas VF20 - Formel-1-Auto - 2020
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Haas bekennt sich zur Formel 1: „Gene glaubt an dieses Team“

Haas bekennt sich zur Formel 1 „Gene glaubt an dieses Team“

Der US-Rennstall Haas galt lange als ein Wackelkandidat. Doch auch das US-Team hat den neuen Concorde-Vertrag unterschrieben und seine F1-Teilnahme für die nächsten fünf Jahre bestätigt. Guenther Steiner erklärt, was die Gründe dafür sind.

Ein bekanntes Sprichwort lautet: "Wer in der Formel 1 ein kleines Vermögen machen will, der muss vorher ein großes gehabt haben." Soll heißen: Die Königsklasse ist teuer. Wer hier mitspielen will, sollte über entsprechende finanzielle Mittel verfügen.

Doch was früher galt, soll in Zukunft anders werden. Die aktuellen Rechteinhaber von Liberty Media haben die Ausschüttung der Prämien im neuen Rahmenvertrag gerechter gestaltet. Die kleinen Teams bekommen nun ein größeres Stück vom Kuchen. Zusammen mit der Ausgabengrenze sollen die Rennställe in Zukunft profitabel arbeiten können.

Ohne diese Veränderungen hätte die Formel 1 wohl einige Teams verloren. Unter den möglichen Wackelkandidaten befand sich auch der US-Rennstall Haas. Das Team aus Kannapolis war erst 2016 in die Königsklasse eingestiegen. Nach anfänglichen Erfolgen stagnierten die sportlichen Leistungen zuletzt. Dazu kam 2019 der öffentliche Ärger mit Hauptsponsor Rich Energy.

Haas bleibt noch fünf Jahre in der Formel 1

Einige hatten schon befürchtet, dass Teambesitzer Gene Haas die Lust an der Formel 1 verlieren könnte. Doch trotz Punktediät und sinkender Einnahmen durch die Corona-Krise bleibt der 67-Jährige im Spiel. Wie die anderen neun Teams hat auch Haas fristgerecht das neue Concorde-Abkommen unterzeichnet, wodurch sich der Rennstall für die nächsten fünf Jahre zur F1-Teilnahme verpflichtet.

Guenther Steiner, Kevin Magnussen & Romain Grosjean - Haas - F1 - 2019
Motorsport Images
Guenther Steiner hofft, dass es mit den neuen Regeln auch sportlich wieder aufwärts geht.

"Gene hat sich das genau angeschaut und erkannt, dass die Formel 1 immer noch ein gutes Werkzeug ist, um den Namen seiner Firma "Haas Automation" in der Welt bekannt zu machen. Es funktioniert. Sonst würde er es nicht machen", erklärte Teamchef Guenther Steiner den mutigen Schritt.

"Außerdem mag er den Sport einfach, obwohl das ein großes finanzielles Engagement bedeutet. Mit den neuen Regeln sollten die Erfolgschancen aber etwas fairer verteilt sein und auch die kommerziellen Rahmenbedingungen haben sich für die kleinen Teams verbessert. Als Ergebnis hat er sich deshalb entschieden weiterzumachen", so Steiner.

F1-Reform kommt etwas spät

Jeder im Team sei happy, dass mit der Unterschrift das klare Signal zur Fortführung des F1-Projekts gesetzt wurde. Jetzt muss nur noch der sportliche Erfolg zurückkehren: "Auch wenn wir momentan nicht vorne mitkämpfen können, haben wir ein funktionierendes Team", betont Steiner. "Wir arbeiten alle eng zusammen. Und Gene glaubt an dieses Team."

Bei Haas erwartet man allerdings nicht, dass die neuen Regeln sofort alles auf den Kopf stellen werden: "Es sollte fairer zugehen. Auch wenn sich das im ersten Jahr wahrscheinlich noch nicht auswirkt, werden wir die Auswirkungen mittelfristig sicher sehen. Das Feld sollte enger zusammenrücken. Das muss das Ziel sein. An guten Tagen sollte jeder gewinnen können."

Laut Steiner hätte die Reform aber schon etwas früher eingeleitet werden können: "Wir machen jetzt einen Schritt in die richtige Richtung. Die Zeiten ändern sich und Liberty hat das gut erkannt und die richtigen Maßnahmen getroffen. Wir hätten das eigentlich schon vor ein paar Jahren gebraucht. Aber besser spät als nie."

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