Romain Grosjean - GP Mexiko 2017 xpb
Lewis Hamilton - Mercedes - GP Mexiko 2017 - Rennen
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Start - GP Mexiko 2017 - Rennen
Vettel - Verstappen - Hamilton - GP Mexiko 2017 - Rennen
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Das HaasF1-Wunder

Vom letzten Platz in die Punkte

HaasF1 hatte im Mexiko-Qualifying das langsamste Auto im Feld. Im Rennen waren die US-Autos wie ausgewechselt. Kevin Magnussen bescherte HaasF1 vier wichtige Punkte im Kampf um WM-Platz 6. Wir verraten, wie das möglich war.

Der HaasF1 VF-17 ist eine Wundertüte. Die Spanne ist groß. Vom letzten Platz bis zum vorderen Mittelfeld. Manchmal ändert das Auto von einem Tag zum anderen sein Gesicht. Wie in Mexiko. Dort wären Romain Grosjean und Kevin Magnussen in der hinteren Startreihe gestanden, hätte es nicht so viele Motorstrafen gegeben.

Sogar Sauber war im Autodromo Hermanos Rodriguez schneller. Immerhin um drei Zehntel. Die fast identischen Qualifikationszeiten von Magnussen und Grosjean zeigten, dass nicht mehr aus den Autos herauszuholen war. Das von Magnussen war mit der neuen Aerodynamik bestückt, das von Grosjean mit der alten.

Und das kam so. Testfahrer Antonio Giovinazzi wurde am Freitag zu einem Vergleichstest eingeteilt. Er sollte die alte Aero-Spezifikation fahren, um sie mit dem Paket abzugleichen, das in Austin debütierte, dort aber noch nicht überzeugen konnte.

Magnussen saß im Auto mit der neuen Konfiguration. Weil Grosjean das Auto im zweiten Training in die Wand feuerte, blieb er auf dem Auto mit alter Aerodynamik sitzen. Er sollte am Samstag nicht auch noch durch einen Spezifikationswechsel verwirrt werden.

Sechs Punkte fehlen auf Toro Rosso

Die Qualifikation war eine einzige Enttäuschung. Letzter und vorletzter Platz auf der Strecke, was aber wegen der vielen Strafen in den Positionen 14 und 15 in der Startaufstellung resultierte. „Das alte Lied. Wir haben für diesen Typ Strecke einfach nicht genug Abtrieb. Und dann bleiben die Reifentemperaturen im Keller“, schüttelte Teamchef Guenther Steiner den Kopf.

Einen Tag später war die Welt bei HaasF1 wieder in Ordnung. Kevin Magnussen holte als Achter 4 WM-Punkte. Wichtig im Kampf um Platz 6 in der Konstrukteurs-Wertung. Auf Toro Rosso fehlen noch 6 Punkte, auf Renault ein Zähler.

„Toro Rosso können wir mit Glück noch einholen. Renault nur, wenn sie uns den Gefallen tun, weiter auszufallen“, glaubt Steiner. Sein Fazit am Sonntagabend von Mexiko: „Wir haben die Gelegenheit ausgenutzt, als andere Fehler gemacht haben. Aber da war nicht nur Glück dabei. Im Rennen war auch der Speed akzeptabel“

Schon nach dem Start konnte das US-Team den Traum von Punkten träumen. Magnussen kehrte auf Platz 10 aus der ersten Runde zurück, Grosjean auf Rang 13.Von da an fuhr Magnussen ständig in den Punkterängen, stieß bis auf Platz 6 vor, war aber am Ende froh Achter zu werden. Er rettete sich mit 0,613 Sekunden vor Lewis Hamilton über die Ziellinie.

Der Däne konnte sich bei Fernando Alonso bedanken, der sich so mit Hamilton in ein Duell verstrickte, dass die beiden kurz den Anschluss verloren. „Alonso hatte ich unter Kontrolle. Er war schneller, aber nicht schnell genug. Mit Hamilton wäre es sicher schwieriger geworden.“

Ärger um Grosjean-Strafe

Doch warum stimmten am Sonntag plötzlich die Rundenzeiten? Weil das Benzingewicht die Reifen zum Arbeiten brachten. Steiner: „Unser Auto ist nicht schlecht. Wenn wir ins Reifenfenster kommen, sind wir ordentlich dabei.“ Auch bei den Boxenstopps. Magnussens Boxenzeit lag mit 22,570 Sekunden im vorderen Feld.

Mit der VSC-Phase hatte HaasF1 Glück. Magnussen bog gerade in die Boxengasse ein, da leuchteten die VSC-Ampeln auf. So kam auch er in den Genuss des 6-Sekunden-Geschenks. Eine Runde früher, und er hätte sich WM-Punkte abschminken können.

Romain Grosjean stand wieder einmal im Visier der Sportkommissare. Für die Kollision mit Alonso gab es eine 5-Sekunden-Strafe wegen Abkürzen der Strecke. Dabei gingen am HaasF1 des Franzosen des die rechtsseitigen Leitbleche und Teile des Unterbodens zu Bruch.

Steiner regte sich auf: „Romain kriegt eine Strafe dafür, dass er Alonso nach dem Abkürzen nicht wieder vorbeigelassen hat. Dabei war er mit den Schäden am Auto schon genug gestraft. Alonso bekommt nichts dafür, dass er unser Auto kaputtfährt. Aber Alonso kriegt ja nie eine Strafe“.

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