Kanada zu kalt für HaasF1

Schon wieder Kollision bei HaasF1

Romain Grosjean - GP Kanada 2016 Foto: sutton-images.com 65 Bilder

Seit dem GP Russland wartet HaasF1 auf WM-Punkte. Den US-Rennern war es in Kanada zu kalt. Nach der VSC-Phase wollten die Reifen nicht mehr auf Temperatur kommen. Und dann kamen sich Esteban Gutierrez und Romain Grosjean wieder mal in die Quere.

Für HaasF1 war es ein Déjà-vu. Die US-Truppe fühlte sich beim GP Kanada gleich an mehrere Rennen davor erinnert. An den GP Spanien, weil Esteban Gutierrez und Romain Grosjean eine Berührung hatten, die Grosjean wieder mal einen Frontflügel kostete. Und an die Rennen von China und Monaco, weil es für die Fahrzeug-Charakteristik des HaasF1 VF-16 zu kalt war.

Das Auto fühlt sich erst bei höheren Temperaturen wohl. Weil es dann seine Qualitäten beim Reifenschonen ausspielen kann. Der GP Kanada ging bei Asphalttemperaturen unter 20 Grad noch einigermaßen gut los. Als das Rennen dann rund 90 Sekunden lang wegen des Getriebeschadens von Jenson Button neutralisiert war, ging gar nichts mehr. „Wir haben die Reifen nach der VSC-Phase nie mehr zurück in ihr Fenster gebracht“, klagte Teamchef Guenther Steiner.

Letztes Haas-Upgrade in Silverstone

Mehr als die Plätze 11 und 12 wären aber auch bei einem perfekten Rennen nicht möglich gewesen. So blieben nur die Positionen 13 und 14. „Wir haben Renault, Sauber und Manor klar im Griff. Aber im Mittelfeld ist es brutal eng. Wenn da das Geringste nicht passt, stehst du gleich hinten an. Vor der VSC-Phase sind wir die Zeiten von McLaren und Force India gefahren. Als die Reifen mal aus dem Arbeitsfenster raus waren, konnten wir nicht mehr mithalten“, fasst Steiner zusammen.

Rückblickend wäre sogar ein Einstopp-Rennen möglich gewesen: „Aber dazu müssen wir die Reifen noch besser verstehen.“ Es war auch nicht hilfreich, dass sich die beiden HaasF1-Piloten beim Start in die Quere kamen. Bei Grosjean knickte die rechte Frontflügel-Endplatte nach hinten. „Wir haben gehofft, dass sie hält, aber beim Stopp dann gesehen, dass wir eine neue Nase brauchen. Das hat Romain hinter Gutierrez geworfen“, erzählt Steiner.

Bei HaasF1 laufen die Uhren schon mit Volldampf für 2017. Das US-Team plant nur noch mit einem Upgrade dieses Jahr. Es soll beim GP England in Silverstone kommen. Dann gibt es von Ferrari auch die jüngste Motoren-Ausbaustufe. Und dazu bringen die Aerodynamiker ihre letzte Windkanal-Entwicklung für das 2016er Auto.

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