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Haas-Teamchef Guenther Steiner im Interview:

„Ein Punkt für die Moral“

Esteban Gutierrez - GP USA 2016 Foto: sutton-images.com 57 Bilder

Vor dem Heimspiel in Austin ist HaasF1 acht Mal in Folge ohne Punkte geblieben. Nun konnte Romain Grosjean wenigstens einen Zähler sammeln. Im Interview erklärt Teamchef Guenther Steiner, warum der Punkt wichtig war und wieso man mit einigen Fragezeichen nach Mexiko reist.

26.10.2016 Tobias Grüner
Darf man zu dem einen Punkt beglückwünschen?

Steiner: Darf man. Vor allem nach so einem Wochenende kam das am Ende nicht erwartet.

Der Gutierrez-Ausfall wird die mexikanischen Fans nicht gefreut haben. Was ist passiert?

Steiner: Es war wieder die Bremsscheibe. Vorne links.

Warum ist das jetzt schon so häufig passiert?

Steiner: Da müssen Sie bei Brembo nachfragen.

Wie zufrieden waren Sie mit der Pace beim Heimspiel?

Steiner: Das Auto war im Rennen immerhin deutlich schneller als im Qualifying.

Warum?

Steiner: Wenn wir das wüssten, hätten wir das Auto im Qualifying genauso aufgestellt. Vielleicht hat es etwas mit dem Aufwärmen der Reifen zu tun. Oder mit den Konditionen auf der Strecke. Am Auto selbst durften wir ja vor dem Rennen nichts ändern.

Ferrari war genau wie Haas in Suzuka besser als in Austin und hat auch keine Erklärung dafür. Gibt es da einen Zusammenhang?

Steiner: Das kann schon sein. Wir haben ja gerade an der Aufhängung die selben Teile. Aber wir kennen ihre Daten nicht, und sie kennen unsere nicht.

Es war wieder Grosjean, der einen Punkt sammeln konnte. Wie zufrieden sind sie mit ihm?

Steiner: Er hat eine sehr gute Leistung gezeigt. Das Auto war wie gesagt besser und die Strategie hat gestimmt. Wir haben heute nichts falsch gemacht und haben den Umschwung geschafft. Nach dem Qualifying waren wir noch nicht glücklich.

Wie wichtig ist der eine Punkt?

Steiner: In der WM bringt er uns nicht weiter. Aber für die Moral im Team hilft es natürlich. Damit unsere Jungs merken, dass es sich lohnt, wenn man sich weiter anstrengt. Und nur weil man mal einen schlechten Samstag hat, heißt das noch lange nicht, dass man schon aufgeben darf. Und auch unsere Fans an der Strecke haben sich sicher gefreut, dass wir einen Punkt hier gelassen haben.

Gibt es noch irgendwelche Ziele für die letzten Saisonrennen?

Steiner: Wir wollen natürlich noch ein paar Punkte sammeln. Und wir wollen zumindest Platz 8 in der Teamwertung halten. Das sollte möglich sein. Natürlich ist es auch wichtig, herauszufinden, warum das Auto mal gut und mal schlecht läuft. Je mehr man darüber lernt, desto besser.

Wann gibt es die Entscheidung zur Fahrerpaarung für 2017?

Steiner: Das wissen wir noch nicht. Es ist ehrlich gesagt noch ein völlig offenes Rennen. Wir setzen auch keine Deadlines mehr und geben keinen Zeitpunk bekannt. Wenn man den nicht einhält, wird man nämlich nicht ernst genommen.

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