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Verstecktes Haas-Problem: Motor heizt Hydraulikspeicher auf

Das versteckte Haas-Problem Ferrari-Motor heizt Hydraulikspeicher auf

Haas hat schon in der Corona-Pause entscheiden, auf Weiterentwicklungen am aktuellen Auto zu verzichten. Dafür fährt der US-Rennstall gut mit. Es wäre noch besser, würde ihn nicht von Zeit zu Zeit ein verstecktes Problem bremsen. Der Motor heizt den Hydraulikspeicher im Heck auf.

Für Haas ging es zu Beginn der Corona-Krise ums nackte Überleben. Deshalb entschied Guenther Steiner, in dieser Saison auf Upgrades zu verzichten, das Auto über 17 Rennen verstehen zu lernen, im Winter eine große Ausbaustufe für 2021 zu bringen und sich dann so früh wie möglich voll auf 2022 zu konzentrieren. Auch mit dem Opfer, dass man in der kommenden Saison weiter am Ende des Feldes herumfährt. Weil die Saison 2022 das große Ziel ist, kann man auch gleich die Fahrer austauschen. Zwei Rookies werden Romain Grosjean und Kevin Magnussen ersetzen. Wir tippen auf Nikita Mazepin und einen Ferrari-Junior.

Zwei junge Fahrer sparen Haas rund zehn Millionen Dollar, die voll in die Entwicklung des 2022er Auto gesteckt werden sollen. 2021 ist so oder so ein Übergangsjahr, in dem man auch mit einem Schmalspurprogramm überleben kann, hofft Steiner. Diese Saison gibt ihm Recht. Obwohl der Haas VF-20 noch immer so aussieht wie beim ersten Rennen, steckt der US-Rennstall weiter voll im Kampf um Platz 8. Zu Alfa Romeo fehlen zwei Punkte. Ein verrücktes Rennen, und schon gibt es im nächsten Jahr 69 statt 61 Millionen Dollar aus dem Preisgeldtopf.

Kevin Magnussen - Haas - GP Eifel 2020 - Nürburgring
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Das Hitzeproblem im Heck des Haas VF-20 hat Einfluss auf die Fahrzeughöhe.

Ferrari kann nicht helfen

Es ist erstaunlich, dass der US-Rennstall trotz des selbst auferlegten Entwicklungsstopps mit Alfa Romeo noch mithält. Die Eidgenossen ließen während der Saison diverse Upgrades in ihr Auto einfließen. Steiner führt es auf das bessere Verständnis des Autos zurück. Rennen wie in Portugal, wo man einigermaßen ratlos nach Hause fährt, sind selten geworden. Die Haas-Piloten brachten ihre Reifen nicht auf Temperatur. Die Strategen verschrieben ihren Fahrern antizyklische Reifenfolgen, in der Hoffnung ein Safety Car zur richtigen Zeit könnte für den lucky punch sorgen. Doch das Chaos blieb aus.

Bei Haas hätte es bei einigen Rennen besser laufen können, gäbe es da nicht ein verstecktes Problem im Auto, an deren Lösung man nun schon seit geraumer Zeit arbeitet. Der Ferrari-Motor strahlt so viel Wärme ab, dass sich der Hydraulikspeicher im Heck zu stark aufheizt. Das hat Einfluss auf die Fahrzeughöhe, weil der US-Ferrari an der Hinterachse mit einem hydraulischen Fahrwerk operiert. "Wenn das Auto hinten rauf oder runter geht, arbeitet der Diffusor nicht mehr, wie er soll. Dann stimmt die ganze Aerodynamik nicht mehr", flucht Steiner.

Ferrari hatte dieses Problem zu Saisonbeginn auch. Kein Wunder, denn die Heckpartie der beiden Autos ist nahezu identisch. Der Werksrennstall hat das Problem relativ schnell aus der Welt geschafft. Haas tut sich da schwerer. Hilfe vom großen Bruder ist nicht zu erwarten, weil die Kühler laut Reglement das Hoheitsgebiet der einzelnen Teams sind. "Wir haben schon mehrere Lösungen probiert", erklärt Steiner. "In Portugal haben wir die Luftzufuhr zu dem entsprechenden Kühler geändert. Das war ein guter Ansatz." In den letzten fünf Rennen darf man nicht mehr über diese Schwachstelle stolpern. Ein Chaosrennen wird es noch geben, und dann muss man zur Stelle sein.

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