Kevin Magnussen - Haas - Formel 1 - GP Österreich - Spielberg - 29. Juni 2019 Motorsport Images

Haas schneller als McLaren

„Pirelli-Lotterie geht weiter“

In Spielberg kämpften McLaren und Haas um die Vormachtstellung im Mittelfeld. Das Qualifying ging dank einer sensationellen Runde von Kevin Magnussen an die US-Amerikaner.

In Le Castellet sprach Haas-Teamchef Guenter Steiner noch vom schlechtesten Rennwochenende seitdem das Team in der Formel 1 ist. Nur sechs Tage später fuhr Kevin Magnussen in Spielberg die fünftschnellste Runde im Qualifying. Da sage noch jemand die Formel 1 sei langweilig und vorhersehbar.

Selbst bei Haas hatte man keine Ahnung, wie das zustande kam. „Wenn es mal läuft, dann läuft es“, grinste Magnussen. „Ich weiß nicht, wie diese Runde zustande kam. Sie war einfach da, und ich habe es angenommen.“ Steiner ergänzte: „Sein Gefühl im Auto hat plötzlich gepasst. Der Reifen hat plötzlich Grip produziert. In Kurve 7 merkte Kevin plötzlich, dass etwas geht. Dann ist er den letzten Sektor volles Risiko gegangen. Und es hat geklappt.“

McLaren am konstantesten im Mittelfeld

Nach guten Trainingsleistungen konnte man schon früh erkennen, dass Haas im Vergleich zu Le Castellet besser aufgestellt ist. Beim Team wollte man dem Braten aber nicht trauen. „Wir haben vorher gar nichts erwartet“, bekräftigt Steiner. Zwischen den beiden Haas-Piloten lagen im Q2 nur wenige Tausendstel. Dann fand Magnussen im Q3 plötzlich noch einmal vier Zehntel.

Bei McLaren hatte man mit dieser Steigerung auch nicht gerechnet. „Ich hätte Magnussen gerne geschlagen. Es haben ja nur 27 Tausendstel gefehlt“, ärgerte sich Norris. Dabei gab es eigentlich gar keinen Grund für Ärger. Wegen einer Getriebestrafe muss Magnussen zurück auf Rang 10. „Im dritten Training hatten wir einen Abfall des Öldrucks. Da wurde das Getriebe beschädigt“, erklärte Steiner das Technik-Pech.

Kevin Magnussen - GP Österreich 2019
xpb
Magnussen gelang im entscheidenden Moment eine super Runde.

Bei McLaren hofft man, dass die Haas-Form nur ein Ausrutscher ist. „Man hat hier gesehen, dass alle Autos mit Ferrari-Motor bärenstark waren“, analysierte Teamchef Andreas Seidl. „Wir waren jetzt zwar auf den letzten drei Strecken immer konstant vorne dabei. Aber so ganz traue ich dem Braten noch nicht.“

Im Rennen wird neu gewürfelt

Auch Steiner will keine Prognosen wagen, dass sich das Kräfteverhältnis irgendwann mal festigen könnte. „Letzte Woche war McLaren eine Sekunde vor uns. Jetzt stehen wir vor ihnen. Sie sind am stabilsten von allen Mittelfeld-Teams, aber auch nicht so, dass sie immer vorne bleiben.“ Der Südtiroler hat auch schon den Grund dafür parat: „Wenn das nicht etwas mit den Reifen zu tun hat, dann würde ich mich wundern.“

Laut Steiner ist es auch nicht unbedingt nur der Streckentyp, der entscheidet. Es müssen einfach alle Bedingungen passen: „Die Strecke ist in dem Sinne gut zu uns, dass wir den Reifen in das Arbeitsfenster bekommen. Wenn wir den Reifen ins Fenster bekommen, können wir auf jeder Strecke so schnell sein.“ Beim Rennen am Sonntag geht das Glücksspiel laut Steiner von vorne los: „Morgen wird wieder neu gewürfelt. Die Pirelli-Lotterie geht weiter.“

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