Mick Schumacher - GP Niederlande 2021 xpb

Haas-Streit: Mazepin zerstört Schumi-Flügel

Nächste Eskalationsstufe im Haas-Streit Mazepin zerstört Schumi-Flügel

Nach dem Zoff im Qualifying gerieten die beiden Haas-Piloten auch im Rennen aneinander. Bei einer Kollision der beiden Teamkollegen ging der Frontflügel am Auto von Mick Schumacher zu Bruch. Anschließend ging es wieder ins Verbalduell.

Bei Haas war das ganze Zandvoort-Wochenende Feuer unterm Dach. Schon in der Qualifikation kochten die Emotionen bei Nikita Mazepin hoch, weil der Russe auf einer Outlap aus seiner Sicht unfair von Mick Schumacher überholt wurde. Den Platzwechsel hatte der Kommandostand dem Deutschen allerdings genehmigt, wie sich hinterher zeigte. Mazepin bezeichnete die Aktion dennoch als dreist.

Im Rennen folgte dann die Retourkutsche. Der Haas-Renner mit der Startnummer 9 presste sich in den Kurven fünf bis sieben ohne Rücksicht auf Verluste am Schwesterauto vorbei. Doch Schumacher gab sich nicht so schnell geschlagen. Auf der Zielgerade versuchte er direkt den Konter zu setzen.

Der Deutsche kam dank Windschatten mit Überschuss aus der letzten Kurve und startete auf der Innenseite eine Attacke. Doch Mazepin fuhr dem Angreifer in letzter Sekunde vor die Nase, wodurch es zum Kontakt kam. Nur durch eine schnelle Reaktion bei mehr als 300 km/h konnte Schumacher einen schweren Crash verhindern.

Mick Schumacher - GP Niederlande 2021
Wilhelm
Mick Schumacher ist nicht begeistert, von der überharten Fahrweise seines Teamkollegen.

Haas-Duell hart oder unfair?

Ganz ohne Kosequenzen blieb die Kollision aber nicht. Schumacher musste einen Reparaturstopp einlegen, um sich einen neuen Frontflügel abzuholen. "Das hat mir das Rennen zerstört. Aus meiner Sicht war die Aktion nicht korrekt. Aber es ist eher sein Ding in den Medien rumzuschimpfen als meins", erklärte der Rookie sichtlich angesäuert.

Während Schumacher die Aktion als gefährlich einstufte, winkte Mazepin nur ab: "Wir kämpfen hart, aber so soll es doch auch sein, oder?" Auf das Ergebnis hatte der Zwischenfall keine Auswirkungen. Mazepin fiel mit einem Hydraulik-Leck vorzeitig aus. Schumacher landete als Letzter im Ziel auf Rang 18. Das wäre wohl auch ohne den Extra-Stopp nicht anders gewesen.

Guenther Steiner - GP Niederlande 20211
Wilhelm
Teamchef Guenther Steiner hat die richtige Lösung noch nicht parat, damit der Streit nicht weiter eskaliert.

Teamführung sucht nach Lösungen

Bei Teamchef Guenther Steiner klingelten trotzdem die Alarmglocken. "Mir ist lieber es passiert jetzt, als in der nächsten Saison, wo wir hoffentlich vom Auto besser aufgestellt sind. Aber wir müssen solche Situationen in Zukunft besser vermeiden. Noch wissen wir nicht, wie die Lösung aussieht. Aber wir werden darüber diskutieren, wie man so etwas verhindern kann. Es bleiben uns jetzt noch neun Rennen, etwas auszuarbeiten."

Schon in Monza will sich die Teamleitung mit den Ingenieuren zusammensetzen. Die alleinige Schuld für den Beinahe-Crash wollte Steiner Mazepin übrigens nicht in die Schuhe schieben. "Da gehören immer zwei dazu." Schumachers Einschätzung, dass es eine gefährliche Aktion war teilte der Südtiroler. "Aber ich würde nicht sagen, dass es ein schmutziger Move war."

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