Romain Grosjean - HaasF1 - Formel 1 - Test - Barcelona - 10. März 2017 Stefan Baldauf
HaasF1 VF-17 - Formel 1 2017 - Rennwagen
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HaasF1 - Kevin Magnussen - Testfahrten Barcelona - 27.2.2017
HaasF1 - Romain Grosjean - Testfahrten Barcelona - 27.2.2017 37 Bilder

Haas-Fortschritt im zweiten Jahr

„Auf keinen Fall schlechter als 2016“

Für HaasF1 beginnt das verflixte zweite Jahr mit der Erkenntnis, dass es eine gute Saison werden könnte. Der US-Rennstall steht nach den Wintertests besser da als vor einem Jahr.

Wir erinnern uns. Vor einem Jahr startete HaasF1 mit vielen Pannen in sein Formel 1-Abenteuer. Mit 474 Runden an acht Tagen stand das US-Team am Ende der Zuverlässigkeitstabelle. Von den Rundenzeiten rangierte der US-Rennstall im letzten Drittel der Rangliste.

Ein Jahr danach steht HaasF1 ungleich besser da. Mit 718 Runden auf dem sechsten Platz. Von größeren Katastrophen blieb man verschont. Keine Motorplatzer, keine Getriebeschäden, keine davonfliegenden Frontflügel wie 2016. „Wir hatten nur Kleinkram. Sensor-Alarm und Software-Ärger. Ein Mal wurde das Getriebeöl zu heiß. Im Vergleich zum Vorjahr war das praktisch nichts“, freute sich Teamchef Guenther Steiner.

Das verflixte zweite Jahr

Hat damit das verflixte zweite Jahr seinen Schrecken verloren? Irgendwie schon: „Im Vergleich zu 2016 ist alles viel ruhiger. Jeder kennt sich aus, jeder weiß, was er zu tun hat. Vor einem Jahr mussten wir erst einmal die Steckdosen für unsere Computer suchen. Man hat uns gewarnt, dass die zweite Saison härter wird als die erste, aber ich glaube, wir stehen auf keinen Fall schlechter da als 2016.“

Den geräuschlosen Start in die neue Saison macht Steiner nicht nur an der größeren Erfahrung des Teams fest. „Ferrari hat einen super Job gemacht. Wir sind die ganzen 8 Tage mit einem Motor gefahren. Das Ding rennt und rennt und rennt und hat ordentlich mehr Power.“

Wo HaasF1 genau steht, traut sich Steiner noch nicht zu sagen. „Das Mittelfeld liegt so eng zusammen, da ist das Bild noch unscharf. Wir werden erst in Melbourne erfahren, wo wir wirklich stehen.“ Sein Gefühl sagt ihm auf gleicher Ebene mit Toro Rosso, Force India und Renault mit leichtem Rückstand auf Williams. Steiner ist überzeugt: „Eine 1.19er Zeit fahren wir auch, wenn wir Benzin rausnehmen.“

Magnussen hat sich gut eingearbeitet

Der Südtiroler in Dienst des US-Teams ist auch mit seiner Fahrerwahl zufrieden: „Magnussen hat sich gut bei uns eingearbeitet. Man merkt, dass er froh ist, hier zu sein. Ich glaube, dass wir uns mit unserer Fahrerpaarung vor den anderen Teams nicht verstecken müssen.“

Der Test zeigte jedoch auch, dass Kevin Magnussen und Romain Grosjean zwei unterschiedliche Fahrertypen sind. Während sich der Neuzugang aus Dänemark schnell mit dem neuen VF-17 anfreundete, fluchte Grosjean immer wieder über die Balance. „Er braucht das, sonst ist er nicht glücklich“, lächelt Steiner nachsichtig.

Romain Grosjean - HaasF1 - Formel 1 - Test - Barcelona - 10. März 2017
xpb
Grosjean beklagte sich zwischendurch über Bremsen und Balance.

Die Balanceprobleme, die vor allem am letzten Tag den Testbetrieb störten, sollen bis Melbourne aus der Welt geschafft sein. Dort kommt das erste Aero-Upgrade. „Wir wissen, woran wir arbeiten müssen“, resümierte Grosjean. HaasF1 ist bei der Aerodynamik einen sichtbar anderen Weg gegangen als Ferrari. „Das kommt mit der Erfahrung. Und mit der größeren Mannschaft. Wir haben das Aero-Team im Vergleich zum Vorjahr um 15 Mann aufgestockt“, verrät Steiner.

Der Teamchef des US-Rennstalls warnt, den Einfluss der Reifen zu unterschätzen, auch wenn die Pirelli-Sohlen in diesem Jahr etwas einfacher zu verstehen sind. „Die Autos sind nur 20 Zentimeter breiter. Wenn du dein Basis-Setup hast, dann hängt doch wieder alles davon ab, wie du die Reifen in den Griff bekommst.“

Die neuen Reifen haben wegen der härteren Mischungen ihre Tücken. „Du musst sie immer noch in das richtige Temperaturfenster bringen. In Barcelona war es unheimlich schwierig, den rechten Vorderreifen im Fenster zu halten. Und die weichen Mischungen sind manchmal schon im dritten Sektor eingebrochen, wenn du die ersten zwei Abschnitte zu wild angegangen bist.“

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