HaasF1 - GP USA - Austin - Formel 1 - Mittwoch - 18.10.2017 ams
Impressionen - GP USA - Austin - Formel 1 - Mittwoch - 18.10.2017
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HaasF1 - GP USA - Austin - Formel 1 - Mittwoch - 18.10.2017 75 Bilder

HaasF1 mit großem Upgrade für den GP USA 2017

Attacke auf Platz sechs

HaasF1 will es wissen. Pünktlich zum Heimspiel rüstet der US-Rennstall sein Auto massiv auf. In der Weltmeisterschaft gibt es für die Amerikaner noch viel zu gewinnen oder zu verlieren. Es geht um Platz 6 bis 9 in der Konstrukteurs-WM. Das ist ein Unterschied von rund 12 Millionen Dollar.

Vier Rennen vor Schluss arbeiten die Entwicklungsabteilungen der Formel 1-Teams schon mit Volldampf für die Saison 2018. Man könnte meinen, dass nur noch die drei Topteams Mercedes, Ferrari und Red Bull die Kapazitäten haben, die 2017er Autos bis zum letzten Rennen aufzurüsten. Doch in diesem Jahr gibt es auch im Mittelfeld keinen Stillstand. Force India legte mit zwei Aero-Upgrades in Singapur und Malaysia vor. Toro Rosso zog in Malaysia nach. Technikchef James Key verspricht: „Das war noch nicht das Ende der Fahnenstange.“ Williams präsentierte in Suzuka einen neuen Heckflügel. Renault kündigt für Austin neue Leitbleche, Diffusor und Bremstrommeln an.

Neues Aero-Paket im August abgesegnet

Um HaasF1 war es zuletzt ziemlich still geworden. Doch das war nur die Ruhe vor dem Sturm. Pünktlich zum Heimspiel in den USA packt das Team aus North Carolina den Joker aus. Der HaasF1 VF-17 erhält ein großes Aero-Paket. Es wurde bereits im August als letzter Eingriff am 2017er Auto abgesegnet. Für HaasF1 geht es um viel. In der Konstrukteurs-WM ist alles möglich zwischen Platz 6 und 9. Der Fünftplatzierte Williams dürfte mit 23 Punkten zu weit weg sein. Doch Teamchef Guenther Steiner warnt vor McLaren, die momentan auf Rang 9 liegen. Trotz 20 Punkten Rückstand: „Die haben ein starkes Auto und zwei starke Fahrer. Ein gutes Wochenende von denen und ein schlechtes von uns, und schon wird es eng.“

Die direkten Gegner von HaasF1 aber sind Toro Rosso und Renault. Toro Rosso hat 9 Zähler Vorsprung, Renault liegt einen Punkt hinter HaasF1. „Auf dem Papier ist Renault der gefährlichere Gegner, weil es ein Werksteam ist, das ganz andere Möglichkeiten hat als wir. Und sie sind jetzt mit Hülkenberg und Sainz auch fahrerisch top besetzt.“ Toro Rosso dagegen ist geschwächt. Die regelmäßigen Fahrerwechsel zehren an der Substanz.

HaasF1 an fünf Stellen verändert

Da kommt HaasF1 das Aero-Upgrade gerade recht. Es ist erstaunlich umfangreich und betrifft gleich fünf Stellen am Auto. Und die neuen Teile beinhalten einige neue Lösungsansätze, die wir so bei anderen Teams noch nicht gesehen haben.

HaasF1 - GP USA - Austin - Formel 1 - Mittwoch - 18.10.2017
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HaasF1 hat sein Auto an fünf Stellen umfangreich modifiziert.

Ins Auge springen zunächst einmal die Leitbleche vor den Kühleinlässen und die Seitenkasten-Flügel. Während Force India seine Leitbleche in der Vertikalen schlitzt, fächert HaasF1 die horizontale Fußplatte der Leitbleche in fünf kleine Flügelchen auf mit einem vorgelagerten Element. Sie sind dazu da, die Luft beschleunigt unter das Auto zu leiten.

Der Seitenkasten-Flügel leiht sich eine Idee von Ferrari aus, interpretiert sie aber filigraner. Der vertikale Teil des Flügels weist bei Ferrari zwei Slots auf. Bei HaasF1 sind es vier. Das Teil ist auch nicht so mächtig wie beim Ferrari oder seiner Kopie von Red Bull. Vor dem Cockpit sind waagrecht zwei große Schwerter angebracht. Der Diffusor bekam an der Abrisskante eine zusätzliche Leiste. Der vordere Teil des Unterbodens wurde komplett renoviert. Auf der Bodenplatte vor den Kühleinlässen sind mehrere Finnen montiert. Die Anbindung an die Leitbleche ist ebenfalls neu gestaltet. Insgesamt soll das rund 400.000 Euro Upgrade einen Vorteil von rund zwei Zehntel bringen. Das ist im eng umkämpften Mittelfeld eine Menge Holz.

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