Kevin Magnussen - HaasF1 - Formel 1 - Test - Barcelona - 7. März 2017 Stefan Baldauf
Pascal Wehrlein - Sauber - Formel 1 - Test - Barcelona - 7. März 2017
Pascal Wehrlein - Sauber - Formel 1 - Test - Barcelona - 7. März 2017
Pascal Wehrlein - Sauber - Formel 1 - Test - Barcelona - 7. März 2017
Sebastian Vettel - Ferrari - Formel 1 - Test - Barcelona - 7. März 2017 189 Bilder

HaasF1 mit kleineren Problemen

Geplante Rennsimulation abgeblasen

Kevin Magnussen erreichte am fünften Testtag nicht das angepeilte Kilometer-Ziel. Kleinere Technik-Gremlins sorgten für ungeplante Reparatur-Phasen in der Box. Trotzdem ist man bei HaasF1 mit den bisherigen Testfahrten zufrieden.

In der ersten Testwoche von Barcelona schrubbten Romain Grosjean und Kevin Magnussen zusammen 343 Runden ab. Mehr schafften nur Mercedes, Ferrari und Sauber. Zu Beginn der zweiten Testwoche kamen 81 weitere Umläufe oder 377 Kilometer auf das Konto von HaasF1. Laut Plan hätten es mehr sein sollen. Deshalb resümierte Teamchef Guenther Steiner nach acht Teststunden: „Der Morgen war sehr gut. Der Nachmittag nicht mehr so.“

Elektronikbox läuft zu heiß im HaasF1 VF-17

Im Zeitentableau reihte sich Magnussen in 1:21.676 Minuten auf dem achten Rang ein. Vielmehr als die Position störten HaasF1 kleine Technik-Probleme, die eine Rennsimulation am Nachmittag verhinderten. „Wir hatten ein paar mechanische Probleme. Ein paar Sensoren haben gesponnen. Wir mussten eine der Elektronikboxen austauschen. Sie war zu warm geworden. Dafür mussten wir den Unterboden abmontieren“, erklärte der Südtiroler, der aber bereits auf die nächsten drei Tage blickt: „Die Rennsimulation können wir nachholen.“

Auch am fünften Testtag steckte im HaasF1 VF-17 noch der erste Ferrari-V6. Andere Teams haben einen wesentlich höheren Verschleiß. Beispiel Honda. Beispiel Renault. Die US-Mannschat ist daher voll des Lobes für das neue Ferrari-Triebwerk, das sich nicht nur standfest, sondern auch leistungsstark zeigt. „Sie haben tolle Arbeit über den Winter abgeliefert.“ HaasF1 will den V6-Turbo so lange fahren, bis ein Defekt einen Tausch notwendig macht. „Wenn man keine Probleme hat, versucht man so viele Kilometer wie möglich auf den Motor zu bringen. Auf der Strecke lernt man mehr als auf dem Prüfstand“, erklärt Steiner. In den nächsten drei Tagen will die jüngste Truppe im F1-Zirkus nicht nur weitere Rennsimulationen abspulen. Auch die Reifenarbeit und Starts stehen oben in der Prioritätenliste.

Kevin Magnussen - HaasF1 - Formel 1 - Test - Barcelona - 7. März 2017
Stefan Baldauf

Starts hängen 2017 vom Fahrer ab

Im Vorjahr fehlte dem WM-Achten die Konstanz bei Starts. "Manchmal kamen wir super vom Fleck. Manchmal gar nicht“, erinnert sich Steiner. 2017 wird das Wegfahren noch komplizierter. Weil das Reglement statt zwei Hebeln nur noch eine Wippe für die Kupplung am Lenkrad erlaubt. Und weil die Stellung der einen Wippe nicht mehr die Position der Kupplung selbst bestimmt, sondern das zu übertragende Drehmoment. Das Startsystem bezieht HaasF1 von Partner Ferrari. „Wir werden Fahrer sehen, die einen Wahnsinns-Start zelebrieren. Und andere, bei denen es komplett in die andere Richtung läuft“, prophezeit Magnussen für die Saison.

Es kommt wieder darauf an, dass der Fahrer das richtige Gefühl für den Kupplungsdruckpunkt in den Fingerspitzen hat und richtig mit dem Gasfuß justiert. „Vorher lag ein guter Start zu 100 Prozent bei den Ingenieuren. Jetzt zu 100 Prozent beim Fahrer. Die Herausforderung liegt darin, die Kupplung an den Punkt zu bringen, dass die Reifen gerade nicht durchdrehen, wenn man die Kupplung loslässt.“ Das maximale Drehmoment soll in Vortrieb umgesetzt werden und nicht in qualmenden Gummis versickern.

Lobende Worte für Magnussen

Steiner lobt seinen Neuzugang. „Kevin hat sich gut eingefunden. Wir machen zusammen Fortschritte.“ Auch der Däne ist zufrieden. „Ich habe ein gutes Gefühl im Auto. Ich kann ans Limit gehen.“ Die neuen Autos schmecken Magnussen. „Im Vergleich dazu waren die alten Autos teilweise beschämend. Es ist so eine Erleichterung, wieder dauerhaft pushen zu können. Selbst wenn die Reifen verschleißen, bauen sie immer noch so viel Grip auf.“ Der schnelle Rechtsknick von Kurve drei geht im VF-17 mit weniger Sprit voll. Und Kurve neun? „Mit unserem Auto noch nicht“, sagt Magnussen.

Das Feld hinter den Top 3 um Mercedes, Ferrari und Red Bull scheint eng beisammen zu liegen. Wo ordnet sich HaasF1 ein? Steiner wagt noch keine Prognose. „Bis zum Qualifying in Melbourne werden wir die Hackordnung nicht kennen. Es gibt um uns drei bis vier Teams auf einem ähnlichen Niveau.“

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