Romain Grosjean - HaasF1 - GP Österreich 2017 - Qualifying sutton-images.com
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Lewis Hamilton - Mercedes - GP Österreich 2017 - Spielberg - Qualifying 40 Bilder

HaasF1 plötzlich vierte Kraft

Hochs und Tiefs im Mittelfeld

Die Top 6 sind besetzt. Dahinter geht es in Spielberg munter zur Sache. Auf einmal ist HaasF1 die vierte Kraft und Williams im Nirgendwo. Force India, Toro Rosso, Renault und McLaren liegen dicht zusammen.

HaasF1 erlebt in Spielberg bislang ein starkes Wochenende. Bei Williams ist das Gegenteil der Fall. Die weiß-blauen Rennwagen versinken im Nirgendwo. Im Qualifying zum GP Österreich scheiterten Felipe Massa und Lance Stroll bereits im ersten Durchgang. „Wir haben mal eine schlechte, mal eine gute Balance im Auto. Daran liegt es aber nicht. Wir sind einfach nicht schnell genug“, bilanziert Williams-Technikchef Paddy Lowe. Anders gesagt: Das Team ist ein wenig ratlos, der FW40 liefert trotz des umfangreichsten Upgrade-Pakets im Mittelfeld nicht ab.

Aufhängungsschaden bremst Magnussen

Im vordersten Teil des Mittelfeldes weiß HaasF1 nicht ganz so genau, warum man auf dem Red Bull Ring auf einmal das viertschnellste Auto im Feld stellt. „Es passt einfach und wir sind schon das ganze Wochenende schnell“, freut sich Teamchef Guenther Steiner. Im Vergleich zum Rennen in Baku hilft den US-Rennwagen das Streckenlayout. In Aserbaidschan war ein Paket für wenig Luftwiderstand gefragt, dass in den engen Kurven trotzdem gut geht. „Wir sind mit diesem Abtriebslevel nicht so effizient wie unsere Gegner“, erklärt Steiner. In Österreich trimmen die Teams ihre Autos auf ein mittleres Abtriebsniveau. Die Geraden sind kürzer.

Für HaasF1 wäre sogar mehr drin gewesen als der sechste Startplatz für Romain Grosjean. Eigentlich war Teamkollege Kevin Magnussen der schnellere der beiden HaasF1-Piloten. Doch eine kaputte linke Hinterradaufhängung ruinierte dem Dänen das Qualifying. Magnussen musste aus seinem Auto klettern, obwohl er Q1 locker überstanden hatte. Ein Querlenker war ausgeschlagen, was dazu führte, dass das rechte Vorderrad den Kontakt zum Asphalt verlor. „Es ist auf einem Randstein passiert. Wir wissen aber nicht warum. Es waren ziemlich neue Aufhängungsteile. Hoffentlich hat das Getriebe nichts abbekommen. Das müssen wir überprüfen. Ohne einen Getriebewechsel ist für Kevin noch ein gutes Resultat drin“, glaubt Steiner.

Force India löst Reifenproblem

Der Südtiroler ist überzeugt, dass Grosjean sich auch im Rennen vor beiden Force India halten kann. „Es wird nicht leicht, aber die Geschwindigkeit dazu ist vorhanden.“ Den Vorteil des neuen Ferrari-V6 spielt Steiner herunter. „Es macht sicher einen Unterschied, hat aber nicht allein dafür gesorgt, dass wir so gut dastehen.“ Es heißt, der überarbeitete V6-Turbo bringe rund zehn PS. Das Werksteam sattelt erst in Silverstone darauf um.

Force India platzierte sich mit Sergio Perez und Esteban Ocon auf den Plätzen acht und neun. Der schnellere Mexikaner rückt durch die Getriebestrafe von Lewis Hamilton um eine Position vor. Die Probleme aus den Trainingssitzungen, als Vorder- und Hinterreifen nicht gleichzeitig ins Arbeitsfenster kommen wollten, hat der indisch-englische Rennstall gelöst. „Es ist so eine dünne Linie, auf der richtigen oder falschen Seite mit den Reifen zu liegen. Wir haben einfach jedem Detail die Aufmerksamkeit geschenkt, die es brauchte“, berichtet Teamchef Bob Fernley. „Mit den richtigen Leuten kriegt man es hin. Und wir haben die richtigen“, war sich Sportdirektor Otmar Szafnauer schon vor dem Qualifying sicher.

Perez gewann zum achten Mal das Trainingsduell gegen seinen aufmüpfigen Stallrivalen. Obwohl er das erste Training auslassen musste, und im zweiten Elektrik-Probleme auftraten. „Im Prinzip begann Sergios Wochenende erst Samstagvormittag. Er hat die nötige Erfahrung, um so etwas auszugleichen“, lobt Fernley. Gelbe Flaggen hinderten beide Force India daran, eine letzte Attacke auf Grosjean zu reiten, der auf der Strecke ausgerollt war. „Ein Elektrikproblem, das dazu führte, dass der Motor schließlich ausging“, erklärt Steiner.

Sainz nur mit gebrauchtem Reifensatz

Dasselbe galt auch für Carlos Sainz im Toro Rosso, dem nur eine Zehntelsekunde auf die rosa Vordermänner fehlte. „Und ich fuhr meine schnellste Zeit auf gebrauchten Ultrasofts. Die gelben Flaggen haben leider einen Run mit frischen Reifen unterbunden“, ärgert sich der Spanier. Teamkollege Kvyat, der in allen drei Trainingssitzungen der schnellere Fahrer in Red Bulls Juniormannschaft gewesen war, verlor ausgerechnet im Qualifying die Balance für den STR12.

Fernando Alonso - McLaren-Honda - GP Österreich 2017 - Qualifying
Aktuell

Nico Hülkenberg scheiterte als Elfter knapp am letzten Durchgang. „Das war unser Maximum“, erklärt der Le Mans-Sieger von 2015. „Jetzt haben wir immerhin freie Reifenwahl für den Start und einen frischen Ultrasoft-Reifen gespart.“ Renault hat seine Qualifying-Stärke aus dem ersten Saisondrittel ein wenig verloren, dafür aber bei der Renngeschwindigkeit gewonnen. Neue Teile werden erst in einer Woche erwartet. Für England gibt es einen neuen Unterboden. Für den letzten GP vor der Sommerpause in Ungarn dann noch einen neuen Frontflügel.

McLaren mischt mit. Für den englischen Traditionsrennstall und Motorenpartner Honda geht es aufwärts. Fernando Alonso peilt ein Punkteresultat an. Mehr dazu in unserer separaten Story …

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Die Pole Position beim GP Österreich ging an Valtteri Bottas.

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