Häkkinen doch im Formel 1?

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Während die deutsche "Bild" Mika Häkkinen bereits in ein DTM-Cockpit bei Mercedes geschrieben hat, scheint sich plötzlich doch wieder eine Formel 1-Türe für den Finnen zu öffnen. Williams ist am zweimaligen Weltmeister interessiert.

Angeblich ist der DTM-Einstieg von Mika Häkkinen nur noch eine Frage der Zeit. Es soll noch um nebensächliche Vertragseinzelheiten wie Geld gehen. Im Mercedes-Lager wird geblockt. Alles sei Spekulation.

Um die Spekulationen noch ein bisschen anzuheizen, meldet sich nun Williams-Mitbesitzer Patrick Head in der britischen "Autosport" zu Wort. Williams ist nach dem Verlust von Jenson Button plötzlich wieder an dem Mann interessiert, der seit zwei Jahren kein Rennen gefahren ist: "Es wäre ein Risiko, aber man muss ernsthaft über einen Mann nachdenken, der zwei Mal Michael Schumacher im Titelkampf geschlagen hat", sagt Head.

Wenig Vertrauen in Webber

Grund für das neuerliche Interesse an dem 36-Jährigen ist das mangelnde Vertrauen der Teamleitung an Neuzugang Mark Webber. Laut Head war die beeindruckendste sportliche Vorstellung des Australiers sein fünfter Rang in einem Minardi vor drei Jahren. "Als Top-Team müssen wir uns fragen, ob wir einen weiteren Fahrer ohne Top-Resultate daneben setzen", sagt Head.

Die anderen Kandidaten ohne diese Top-Resultate wären Antonio Pizzonia, Nick Heidfeld und Anthony Davidson. Ins Spiel hat sich ein weiteres Mal David Coulthard gebracht, obwohl Head intern bereits von der Verpflichtung des Schotten abriet. Aber Coulthard hat immerhin 13 Grand Prix-Siege und einen Vize-Weltmeistertitel aufzuweisen. "DC" wäre sogar bereit, auf ein Gehalt zu verzichten und nur Punkteprämien einzustreichen.

Druck und Angst

Bei aller Diskussion um Mika Häkkinen wird zur Zeit außer acht gelassen, ob der Champion von 1998 und 1999 überhaupt wieder Formel 1 fahren will. Wegen des großen Drucks und aus Angst vor weiteren schweren Unfällen quittierte der McLaren-Mercedes-Fahrer Ende 2001 den Dienst. Sein früherer Arbeitgeber Ron Dennis zweifelt an der F1-Rückkehr seines früheren Liebling: "Die Gründe, die damals galten, gelten heute auch noch."

Aber auch die mögliche DTM-Zukunft ist nicht sorgenfrei. Bei einem Test in der Lausitz war die Vorstellung Häkkinens laut Aussage einiger Team-Mitglieder nicht allzu überragend. Um den Ex-Weltmeister nicht zu demontieren, wurden keine Zeiten veröffentlicht. Nicht einmal die anderen zum gleichen Test zugelassenen Fahrer durften wissen, wie sie sich im Vergleich zum früheren Superstar geschlagen hatten.

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