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Design-Entwürfe zum Cockpitschutz

Schutzscheibe statt Halo

Mercedes - Designstudie - Concept - Shield - 2018 Foto: Olcay Tuncay Karabulut 14 Bilder

Die Einführung des Halo zur Saison 2018 hat für einen Aufschrei unter den Formel-1-Fans gesorgt. Viele hoffen, dass es sich nur um eine kurzzeitige Erscheinung handelt. Wir zeigen Ihnen etwas ansehnlichere Alternativen zum Titanbügel.

09.01.2018 Tobias Grüner

Die Fans müssen kommende Saison leidensfähig sein. Der Halo kommt. Das lässt sich nicht mehr verhindern. Auch der massive Protest über die sozialen Medien und in Internetforen hatte am Ende keine Auswirkungen auf die Entscheidung der FIA. Das Titangestell bietet ein Quäntchen mehr Sicherheit und wird deshalb eingeführt.

Die Schlacht ist erst einmal verloren. Doch ganz die Hoffnung müssen die Halo-Gegner nicht aufgeben. Wenn in Australien 20 mit Flip-Flop-förmigen Bügeln ausgerüstete Autos in die Startaufsetllung rollen, wird sicher auch den Verantwortlichen bewusst, was sie da angerichtet haben.

Wie lange überlebt der Halo?

Bisher kam der Halo nur in Freien Trainings und bei Testfahrten zum Einsatz. Niemand weiß, ob sich die Technik auch im Renneinsatz bewährt. Wie stark ist die Sicht im direkten Zweikampf behindert? Wie gut lassen sich die Startampel, Flaggen und Warntafeln erkennen? Und natürlich: Wie schnell kommt man mit dem ringförmigen Hindernis im Falle eines Unfalls wieder aus dem Auto heraus?

„Ich denke nicht, dass Halo lange in der Formel 1 überleben wird“, macht Nico Hülkenberg den Halo-Gegnern Hoffnung: „Die Leute werden bemerken, dass es nicht wirklich nötig ist.“ Das Problem liegt in der Haftung. Ein Fahrer, der ohne Cockpitschutz verletzt wird, könnte die FIA verklagen, nicht genug für die Sicherheit getan zu haben.

Verbesserte Version der Shield-Lösung

Ferrari - Designstudie - Concept - Shield - 2018 Foto: Olcay Tuncay Karabulut
Ist die Scheibe besser als der Halo? So oder so ähnlich könnten die F1-Renner der Zukunft aussehen.

Ganz ohne Cockpitschutz wird es also wohl auch in Zukunft nicht gehen. Die Frage lautet nur, wann die Formel 1-Verantwortlichen wieder bereit sind, ästhetisch ansprechendere Lösungen auszuprobieren. Viele Fans favorisieren mehrheitlich eine Schutzscheibe als Alternative zum unförmigen Dreibein. Doch schon nach nur einer Proberunde von Sebastian Vettel in Silverstone wurde das „Shield“-Projekt gestoppt.

Der Heppenheimer hatte damals kritisiert, dass sich die Perspektive durch die gebogene Kunststoff-Scheibe verzogen hat, was zu einem leichten Schwindel-Gefühl führte. Doch Experten sind sich sicher, dass man dieses Problem in den Griff bekommt. Bei Cockpitkanzeln, zum Beispiel in Düsenjägern, funktioniert es ja auch.

Design-Entwürfe mit Schutzscheibe

Der türkische Grafikdesigner Olcay Tuncay Karabulut zeigt mit seinen neuen Entwürfen, wie gut Autos mit der Cockpitscheibe aussehen könnten, wenn man sie intelligent in das Gesamtkonzept einbindet. In der Galerie zeigen wir Ihnen die Kreationen und weitere Ideen, wie man den Halo etwas ansehnlicher machen könnte.

Der Photoshop-Künstler hat den Ring deutlich weiter nach hinten versetzt und verkleinert. Er liegt nun nur noch wenige Zentimeter vor dem Helm des Piloten. Dazu wurde der Schutzbügel auf der Oberseite abgeflacht und mit kleinen Finnen versehen, mit denen die Luft in die gewünschten Bahnen gelenkt wird. Ob sich der Pilot bei diesem Entwurf noch aus eigener Kraft aus dem Cockpit befreien kann, vermögen wir nicht zu beurteilen.

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Neuester Kommentar

"Das Problem liegt in der Haftung. Ein Fahrer, der ohne Cockpitschutz verletzt wird, könnte die FIA verklagen, nicht genug für die Sicherheit getan zu haben."

Wie wärs mit nem Haftungsausschluss und gut ist die Sache. Die steigen alle freiwillig in ein Auto ein, niemand wird gezwungen, also kann man ja alle einen Wisch unterschreiben lassen, damit die FIA nicht verklagt werden kann. Problem gelöst. Restrisiko bleibt immer. Jeder Zweiradsport ist gefährlicher als die Formel 1 und 100% Sicherheit wird es nie geben.

MaikT 10. Januar 2018, 09:50 Uhr
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