Formel 1: Lewis Hamilton in Melbourne

Ärger von Melbourne verraucht

Lewis Hamilton Foto: xpb 30 Bilder

Gleich nach dem Rennen von Melbourne kochte es in Lewis Hamilton. Erst der Ärger mit der Polizei, dann nur der elfte Startplatz und zum Schluss auch noch die falsche Renntaktik. Vier Tage später hat sich der Weltmeister von 2008 schon wieder beruhigt.

Lewis Hamilton hätte den GP Australien gewinnen können. Wenn er sich nicht so lange an Robert Kubica festgebissen hätte. Das veranlasst Hamiltons Renningenieur dazu, seinen Fahrer zum Reifenwechsel an die Box zu holen. Der Engländer ging frisch bereift, aber mit 20 Sekunden Verspätung wieder ins Rennen.

Unbedachte Aussagen nach dem Rennen

"Wenn er an mir vorbeigekommen wäre, hätte Lewis das Rennen gewinnen können", glaubt Robert Kubica. Das glaubt auch Hamilton. Deshalb die erste Wut über die Fehlentscheidung, als er in Melbourne aus seinem McLaren kletterte. "Ich war noch so drin im Rennen, da habe ich vielleicht ein paar unbedachte Sachen gesagt." Inzwischen hat ihm McLaren die Hintergründe erklärt, die zu diesem Zeitpunkt richtig erschienen.

"Wir müssen eben noch mehr über die Reifen und ihr Verhalten lernen", resümiert Hamilton. So hätte er im Gegensatz zu Jenson Button zum Beispiel nicht daran gedacht, schon in der sechsten Runde von Intermediates auf Slicks zu wechseln. "Das Team ging davon aus, dass der Regen eine halbe Stunde anhält. Die Nummer war mir zu riskant."

Hamilton konnte nicht mehr widersprechen

Und warum hat er sich von seinem Team die Entscheidung zum zweiten Reifenwechsel aufzwingen lassen? "Wir kamen gar nicht dazu, am Funk darüber zu diskutieren. Drei Kurven vor der Boxeneinfahrt kam der Befehl. Da fängst du nicht mehr an mit deiner Box das Für und Wider abzuwägen. Ich habe mich sofort auf die Boxeneinfahrt konzentriert, damit ich die optimal erwische, um möglichst wenig Zeit zu verlieren."

Hamilton zählte neben Fernando Alonso zu dem Mann mit den meisten Überholmanövern. Im Gegensatz zu Bahrain konnten die Autos plötzlich dicht hintereinander herfahren, etwas das 14 Tage zuvor noch unmöglich schien. Auch Hamilton wunderte sich, differenziert dann aber. "Melbourne hat die richtigen Kurven fürs Hinterherfahren. Sie sind zum Großteil langsam und haben kurze Radien. Da überwiegt der mechanische Grip, und man kann dranbleiben. Das Problem liegt in den schnelleren Ecken. In den Kurven 12 bis 14 war es schon schwieriger, im Windschatten eines anderen Autos zu bleiben. Da hast du sofort gespürt, wie der Abtrieb verloren ging."

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