Hamilton antwortet auf Kritik

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Die Kritik hat weh getan. Lewis Hamilton musste nach dem verpatzten Rennen in Bahrain lernen, dass die Formel 1-Welt nicht immer rosa strahlt. „Okay, es war kein gutes Rennen, um genau zu sein, es war mein schlechtester Grand Prix überhaupt“, gab der McLaren-Pilot zu. 

Enttäuschungen meinte Hamilton lapidar gehören zum Sport. „Ich hatte bislang definitiv mehr gute als schlechte Rennen.“ Auch ein Michael Schumacher sei nicht jedes Rennen fehlerfrei gefahren.

Und weil er sich über Fehler selbst am meisten ärgert, sei er nach dem Rennen in Bahrain abgetaucht. „Ich wollte mit keinem sprechen nach so einem langen Rennen voller Frust. Ich wusste, was schiefgelaufen war. Da hätten auch Erklärungen nichts geändert. Für mich war es wichtig, den Kopf wieder frei zu bekommen.“ Einen Tag später hatte der 23-jährige Engländer die Enttäuschung abgestreift. Trotzdem ging ihm manche Kritik auf die Nerven.

Entwicklungsarbeit leidet nicht

Zum Beispiel der Vorwurf, dass er im letzten Jahr von Fernando Alonsos Erfahrung profitiert hätte. „Blödsinn“, schießt es aus ihm heraus. „Fernando und ich haben zwar einen ähnlichen Fahrstil, aber mit dem Setup sind wir meistens unterschiedliche Wege gegangen.“ Teamkollege Heikki Kovalainen und er selbst hätten zusammen zwar erst 40 GP-Starts auf dem Buckel, aber da könne man nicht hinein interpretieren, dass darunter die Entwicklungsarbeit am Auto leide: „Heikki und ich sind zwar noch relativ neu in der Formel 1, aber wir fahren seit mehr als zehn Jahren Rennen.“

Auch das Fahren ohne Traktionskontrolle ist kein Problem für den fünffachen GP-Sieger. „Ich fahre lieber so. Da spürt man das Auto besser.“ Mehr Druck durch die höhere Erwartungshaltung ist auch kein Thema. „Druck habe ich immer. Den mache ich mir selbst.“ Man merkt, dass Hamilton das Rennen in Bahrain gerne vergessen und ab jetzt nur noch nach vorne blicken möchte. Deshalb lobt er auch sein modifiziertes Dienstfahrzeug: „Ich spüre, dass ich mehr Speed in die Kurven mit hineinnehmen kann.“

Barcelona immer ein bisschen anders

Ganz sicher über das Kräfteverhältnis könne man sich aber erst nach der Qualifikation am Samstag sein. „Ich fahre jetzt um den Kurs zwei Sekunden schneller als im Winter. Nicht einmal mit dem Test letzte Woche lassen sich die Rundenzeiten vergleichen. Barcelona ist eine komische Strecke. Du kannst noch soviel testen, und doch ist sie jeden Tag ein bisschen anders.“

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