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Hamilton hat Corona: Kein Start in Bahrain 2

Hamilton mit Corona infiziert Kein Start in Bahrain 2

Lewis Hamilton hat sich mit dem Corona-Virus infiziert. Das teilten die Formel 1 und Mercedes mit. Der Weltmeister habe leichte Krankheitssymptome und befinde sich in Isolation. Sein Start am zweiten Bahrain-Wochenende ist ausgeschlossen. Auch seine Teilnahme am Saisonfinale wackelt. Wer könnte ihn ersetzen?

Er ist der dritte Fahrer in der Formel 1, der sich mit Covid-19 angesteckt hat. Nach Sergio Perez und Lance Stroll hat es nun Lewis Hamilton erwischt. Ausgerechnet den Weltmeister. Wie sein Mercedes-Team und die Formel 1 am Dienstagmorgen mitteilten, wurde Hamilton positiv auf das Corona-Virus getestet.

Hamilton sei am Montagmorgen nach dem GP Bahrain mit leichten Krankheitssymptomen aufgewacht und sei gleichzeitig darüber informiert worden, dass eine seiner Kontaktpersonen, mit der der 35-Jährige vor seiner Ankunft im Königreich zu tun gehabt habe, nachträglich positiv getestet wurde. Hamilton unterzog sich daraufhin einem Corona-Test, der das Virus in seinem Körper nachwies. Ein weiterer Test bestätigte das Ergebnis.

Drei Tests in der Vorwoche, darunter einer am Sonntagnachmittag vor dem Grand Prix, hätten jeweils ein negatives Testresultat ergeben, schreibt Mercedes in seiner Pressemitteilung. "In Übereinstimmung mit den Covid-19-Bestimmungen und den Vorgaben der öffentlichen Gesundheitsbehörden in Bahrain befindet sich Lewis nun in Isolierung. Von leichten Symptomen abgesehen geht es ihm gut und er fühlt sich fit. Das gesamte Team sendet ihm die besten Wünsche für eine schnelle Genesung."

Der Superstar der Formel 1 meldete sich selbst über die sozialen Netzwerke zu Wort. "Ich bin niedergeschlagen, nicht fahren zu können. Seit dem Saisonstart im Juni haben mein Team und ich alle Vorsichtsmaßnahmen getroffen, die möglich sind, und folgen den Regeln überball, um sicher zu sein. Leider bin ich nach drei negativen Tests gestern mit leichten Symptomen aufgewacht und bat um einen weiteren Test. Nach dem positiven Ergebnis habe ich mich sofort für zehn Tage in Selbst-Isolation begeben. Ich werde alles dafür tun, fit zu bleiben und schnell wieder gesund zu werden. Zum Glück spüre ich nur milde Anzeichen der Krankheit."

Lewis Hamilton - Mercedes - GP Bahrain 2020 - Sakhir
Motorsport Images
In Bahrain gewann Hamilton sein elftes Saisonrennen.

Hülkenberg ein Kandidat?

Zum ersten Mal in seiner Laufbahn wird Hamilton einen Grand Prix verpassen. Er kann sich glücklich schätzen, die siebte Weltmeisterschaft bereits vor zwei Rennen in der Türkei eingetütet zu haben. So ist ein Ausfall noch am ehesten zu verschmerzen. Eines ist damit auch klar: Hamilton wird den Rekord von Michael Schumacher (2004) und Sebastian Vettel (2013), die in einer Formel-1-Saison 13 Siege einfuhren, nicht mehr egalisieren können. Nach seinem Erfolg im ersten Bahrain-Rennen steht der Engländer bei elf Saisonsiegen. Der Start in Abu Dhabi zum Saisonfinale wackelt. Die Behörden in den Vereinigten Arabischen Emiraten haben strenge Einreisebestimmungen. Der gesamte Formel-1-Tross darf nur mit Sondergenehmigung und in einem Charterflug einreisen.

Ob sich Hamilton tatsächlich bei der Kontaktperson angesteckt hat, ist ungewiss. Es läuft die Rückverfolgung der Infektionskette. Seine engsten Betreuer werden sich sicher auch in Isolation begeben müssen. Zum Beispiel seine Physiotherapeutin Angela Cullen. Red Bull wird zittern. Max Verstappen und Alexander Albon feierten am Sonntag noch gemeinsam mit Hamilton auf dem Podest.

Noch hat Mercedes keinen Ersatz benannt. George Russell aus dem eigenen Nachwuchs-Kader wäre ein Kandidat. Doch dann müsste sich Williams einen Ersatz suchen. Ansonsten werden noch die Namen der Mercedes-Formel-E-Fahrer Stoffel Vandoorne, Stammfahrer bei McLaren 2017 und 2018, sowie Nyck de Vries genannt. De Vries jedoch hat keine GP-Erfahrung. Deshalb dürfte er nicht auf der Liste von Mercedes-Teamchef Toto Wolff stehen.

Vandoorne befindet sich aktuell in Valencia bei Testfahrten. Der Belgier soll danach zum Team stoßen. Das hätte Vandoorne aber so oder so tun sollen. Auch der Name Nico Hülkenberg ist in der Verlosung. Der Edelreservist hatte in dieser Saison bereits Sergio Perez und Lance Stroll bei drei Rennen ersetzt und dabei zehn Punkte für Racing Point eingefahren. Hülkenberg kennt immerhin den Mercedes-Antriebsstrang. Mit den sonstigen Systemen müsste er sich in einem Crashkurs vertraut machen. In dieser Beziehung hätten Russell und Vandoorne einen Vorteil. Doch Hülkenberg hat bei seinen Blitzcomebacks gezeigt, sich schnell auf eine neue Herausforderung einstellen zu können.

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