Lewis Hamilton - GP Singapur 2018 xpb
Mercedes - GP Russland - Sotschi - Formel 1 - Donnerstag - 27.9.2018
Mercedes - GP Russland - Sotschi - Formel 1 - Donnerstag - 27.9.2018
Mercedes - GP Russland - Sotschi - Formel 1 - Donnerstag - 27.9.2018
Mercedes - GP Russland - Sotschi - Formel 1 - Donnerstag - 27.9.2018
Ferrari - GP Russland - Sotschi - Formel 1 - Donnerstag - 27.9.2018 97 Bilder

Hamilton in Form seines Lebens

„Eine Hand am Titel gibt es nicht“

Lewis Hamilton führt die Weltmeisterschaft mit 40 Punkten an. Der Titelverteidiger führt es darauf zurück, dass er gesünder, glücklicher und stärker sei als je zuvor. Und auf den Umstand, dass er und sein Team noch enger zusammenarbeiten.

Vor dem GP Singapur jettete Lewis Hamilton um die Welt. Er war in Shanghai und in New York. Nach dem Sieg beim Nachtrennen hielt es den viermaligen Formel 1-Weltmeister in Asien. Hamilton reiste für Sponsorentermine nach Thailand und Malaysia. „Ich habe ein paar schöne Orte gesehen und auch Zeit mit der Familie verbringen können.“

In dieser Woche kehrte Hamilton an den Ort zurück, an dem er im Vorjahr eines seiner schwächeren Rennen ablieferte. Platz vier in der Qualifikation. Platz vier im Rennen mit über 36 Sekunden Rückstand auf Sieger und Teamkollege Valtteri Bottas. 2014 und 2015 allerdings siegte Hamilton im Sochi Autodrom. In die fünfte Ausgabe des GP Russland geht er mit einem Vorsprung von 40 Punkten.

Doch der 33-Jährige warnt, Ferrari und Sebastian Vettel abzuschreiben. „Ich habe nicht eine Hand am Titel. So etwas gibt es für mich nicht. Man muss mit beiden Händen zupacken. Erst dann ist der Gewinn sicher.“ Der Titelverteidiger und siebenmalige Saisonsieger stellt sich auf einen anspruchsvollen Saisonendspurt ein. „Verschiedene Herausforderungen werden uns konfrontieren.“

Motorenstrecke Sotschi

Die erste könnte in Sotschi lauern. Das Sochi Autodrom ist eine Strecke, auf der Motorenpower gefragt ist. Und bei der Leistung ist Ferrari über die Saison hinweg an Mercedes vorbeigezogen. Die Ingenieure aus dem silbernen Lager wollen den W09 mit aerodynamischen Updates schneller machen. Retuschen am Frontflügel, Änderungen am Unterboden und den Leitblechen und ein ganz neuer Heckflügel zieren den Silberpfeil. Zwei Pfeiler stützen den Heckflügel jetzt. Eine Lösung, die wir von Ferrari, HaasF1 und Sauber kennen. Gut möglich, dass Mercedes damit auf eine kontrollierte Verbiegung nach hinten abzielt, um auf den Geraden an Höchstgeschwindigkeit zu gewinnen. Jedoch hat auch Ferrari Updates nach Sotschi eingeflogen.

Mercedes - GP Russland - Sotschi - Formel 1 - Donnerstag - 27.9.2018
ams
Der neue Heckflügel des Mercedes W09.

Mit den Siegen in Monza und Singapur hat Hamilton die Weltmeisterschaft in seine Richtung gelenkt. Der 69-fache GP-Sieger sieht sich in der Form seines Lebens. „Ich lebe gesunder, bin glücklicher und stärker.“ Er und sein Team seien in diesem Jahr noch enger zusammengerückt. Man spreche offen über Schwächen und sage sich offen die Meinung. „Ende 2017 haben mir die Ingenieure gesagt, was ich hätte besser machen können. Negative Aussagen wurmen einen und klingen im ersten Moment nicht schön. Aber auf lange Sicht kann man sich nur dadurch verbessern.“ Er selbst sei schon zu Beginn der Saison in besserer Form gewesen. Die Ergebnisse spiegelten das nicht immer wider. „Mit meinen fahrerischen Leistungen war ich zufrieden. Aber unser Auto ist ziemlich komplex. Ich musste das Paket erst einmal für mich entschlüsseln. Jetzt weiß ich, wie ich das meiste aus dem Auto heraushole“, erklärt Hamilton die Steigerung.

Kaum Überholchancen in Sotschi

Hamilton sieht im Vergleich zum Vorjahr eine Weiterentwicklung in den Details. „Für euch ist das meiste nicht sichtbar. Die Kommunikation mit den Ingenieuren ist besser. Ich habe am Reifenmanagement gearbeitet. Ich lebe gesünder.“ Der WM-Führende treibt seine Mannschaft an. „Ich hinterfrage alles. Ich fordere sie heraus. Ich mag nicht immer richtig liegen, aber nur so kommen wir voran.“

Sotschi zählt zu den überholfeindlichsten Strecken im Kalender. Mercedes zielt auf die Pole-Position ab. Obwohl auf dem 1.029 Meter langen Geradeausstück bis zum ersten Bremspunkt der Windschatten zum großen Trumpf werden kann. Wie Bottas 2017 bewiesen hatte. „Mit einem guten Start kannst du trotzdem vorne bleiben“, sagt der Finne. „Die Strecke wurde im Bereich der ersten Reihe neu asphaltiert. Für gewöhnlich bietet neuer Asphalt besseren Grip. Deshalb sollte es besser sein, vorne zu stehen.“

Warum ist es im Sochi Autodrom so schwer, zu überholen? „Du musst 1,4 bis 1,5 Sekunden schneller sein“, erklärt Hamilton. „In den letzten Jahren waren die Reifen zu hart. Sie bauten nicht ab. Ohne Reifenabbau schaffst du nie das Delta, um überholen zu können.“ Die FIA verlängert deshalb die DRS-Zone auf der Zielgerade. Und Pirelli bringt mit dem Hypersoft einen Reifen, der zwei Stufen weicher ist als die weichste Mischung in Sotschi 2017. Wird es deshalb besser? „Ich fürchte nicht“, sagt Nico Hülkenberg. „Besorgt euch Popcorn und Cola.“

Motorsport Aktuell Mercedes - GP Russland - Sotschi - Formel 1 - Donnerstag - 27.9.2018 Upgrades von Mercedes und Ferrari F1-Fotos GP Russland 2018 (Donnerstag)

Die zehn Formel 1-Teams bereiten sich auf den Großen Preis von Russland...

Mehr zum Thema GP Russland
Hamilton & Bottas - GP Russland 2018
Aktuell
Sebastian Vettel - GP Japan 2018
Aktuell
Pierre Gasly - GP Russland 2018
Aktuell