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Sebastian Vettel - Ferrari - GP Österreich 2017 - Spielberg - Formel 1 - Donnerstag - 6.7.2017
Mercedes - GP Österreich 2017 - Spielberg - Formel 1 - Donnerstag - 6.7.2017
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Lewis Hamilton vs. Sebastian Vettel

Der Friede von Spielberg

In Baku brach der Krieg zwischen Lewis Hamilton und Sebastian Vettel aus. Zwei Wochen später herrscht schon wieder Friede. Die beiden WM-Kontrahenten haben das Kapitel Baku abgeschlossen.

Der Konferenzsaal platzte aus allen Nähten. Die Erwartungen waren hoch. Zum ersten Mal seit der Kollision von Baku trafen Lewis Hamilton und Sebastian Vettel von Angesicht zu Angesicht wieder aufeinander. In der Zwischenzeit hatte die FIA Vettel eine letzte Verwarnung gegeben. Ein Mal noch eine Entgleisung, und Vettel müsste ein Rennen zuschauen.

Lewis Hamilton - Mercedes - Sebastian Vettel - Ferrari - GP Aserbaidschan 2017 - Baku
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Wer sich von dem Aufeinandertreffen der beiden Superstars in der Pressekonferenz eine Fortsetzung von Feindseligkeiten erwartet hatte, wurde enttäuscht. Nicht nur, weil Kevin Magnussen als Puffer dazwischen saß. Die Emotionen waren wieder unter Kontrolle. Vettel sah seinen Fehler ein, entschuldigte sich und sagte, dass er es nicht noch einmal so machen würde, hätte er nur die Gelegenheit dazu. Hamilton legte das Kapitel zu Akten. Ihm war nur eines wichtig: „Es durfte nicht der Eindruck entstehen, dass ich einen Bremstest mit Sebastian gemacht hatte. Ich wollte, dass das jeder versteht. Es mag für einige Leute anders ausgesehen haben, aber die Daten haben mich bestätigt.“

Telefongespräch am Montag nach Baku

Schon am Montag nach dem GP Aserbaidschan hatte Vettel seinen WM-Kontrahenten angerufen und sich bei ihm entschuldigt. Hamilton erklärte ihm noch einmal, dass er zu keiner Zeit auf der Bremse war und es auch nicht seine Absicht gewesen sei, Vettel an dieser Stelle auf dem falschen Fuß zu erwischen. „Ich habe mich zu dem Zeitpunkt schon längst auf den Re-Start konzentriert.“

Vettel wollte die strittige Szene nicht noch einmal kommentieren. „Jeder hat gesehen, was passiert ist. Ich hatte im Auto den Eindruck, dass Lewis auf die Bremse gestiegen war. Heute weiß ich, dass ich falsch lag. Ich weiß auch, dass in dem was Lewis gemacht hat, keine böse Absicht lag. Es war unvernünftig von mir neben ihn zu fahren und ihn dann an den Rädern zu treffen. Ich habe überreagiert und bedaure das. Könnte ich es ungeschehen machen, würde ich es tun. Das ist leider nicht mehr möglich.“

Vettel beteuerte, dass er nie die Absicht hatte, seinen WM-Gegner zu verletzten oder den Mercedes zu beschädigen. „Dazu war die Geschwindigkeit viel zu gering. Es war nur völlig unnötig, weil mich die Aktion nicht weitergebracht hat.“ Der Ferrari-Pilot ließ sich auch durch mehrmaliges Nachfragen aus der Reserve locken. Ob der Zusammenstoß reine Absicht war oder nur ein Versehen, ob die Strafe zu niedrig war oder ob er nicht gleich nach dem Rennen mit Hamilton hätte sprechen sollen, Vettel kam immer zu zwei Punkten zurück: „Ich habe überreagiert, mich dafür entschuldigt. Leider kann ich es nicht mehr rückgängig machen.“

Wie lange hält der Friede von Spielberg?

Auch Hamilton wollte die Szene, die ein solches mediales Erdbeben auslöste, weiter diskutieren. „Es ist alles gesagt und es bringt nichts, das Gesagte zu wiederholen. Für mich ist die Affäre beendet, Wasser unter der Brücke. Seb und ich haben am Montag nach dem Rennen telefoniert und getextet. Ich habe immer noch einen großen Respekt vor ihm als Rennfahrer.“ Vettel meinte erleichterrt: „Ich bin froh, dass Lewis nicht nachtragend ist und wir unsere Saison fortsetzen können.“

Der Friede von Spielberg nimmt etwas Fahrt aus dem WM-Duell, aber er wird das Duell auf der Strecke nicht entscheidend beeinflussen. Hamilton und Vettel werden im Zweikampf weiterhin keine Geschenke verteilen. „Ich werde im Zweikampf nicht anders fahren als sonst“, erklärte Vettel. Hamilton bestätigte: „Es wird sich nichts ändern. Ich werde gegen Vettel nicht mehr und nicht weniger hart fahren, als ich es bis jetzt schon getan habe.“ Der einzige Unterschied ist: Hamilton kann sich noch eine Unbeherrschtheit leisten, weil er von der FIA noch nicht verwarnt ist. Vettel nicht mehr.

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